USA-Reise
2023
Erster Teil 2023
von San Francisco nach Dallas
durch Kalifornien - Arizona - New Mexico und Texas
Freitag, 24. Februar 2023
Es ist wieder so weit. Heute beginnt die stark abgeänderte Neuauflage meiner im 2020 begonnenen Reise nach Texas.
Mit etwa einer halben Stunde Verspätung konnten wir in Zürich starten. Nach einem ruhigen Flug sind wir etwa 15.45 in San Francisco gelandet. Dort kurzes Warten vor dem Zoll, dann hiess es nach der Frage wie lange ich bleiben wolle – bis 17. April – ok, you are all set… und so konnte ich mein Gepäck abholen und dann mit Uber zum The Mosser Hotel in Downtown San Francisco fahren. Das Hotel ist gut gelegen aber etwas in die Jahre gekommen. Nach einem kurzen Spaziergang in der Market Street und zur Mission Street bin ich dann wieder ins Hotel zurück. Zum Schlafen ist es noch zu früh, so werde ich noch ein wenig für mich den Abend geniessen…
- Samstag, 25. Februar 2023
Heute Morgen bin ich seeehr früh erwacht. Die Zeitumstellung läuft nicht immer gleich einfach. Gegen halb neun bin ich dann zu Mel’s Kitchen zum Frühstück gegangen. Das Wetter heute Morgen ist zwar schön, aber für San Francisco sehr kalt.
Den Termin um zehn Uhr bei Verizon hätte ich mir sparen können, da meine letztjährige Telefonnummer bereits wieder vergeben sei…
Dann bin ich zum Nespresso Shop gegangen und habe einen ersten Vorrat an Kapseln gekauft. Als diese versorgt waren, ging ich hinunter zum Embarcadero mit dem Port of San Francisco. Dort war heute Morgen der Farmers Market. Diese interessieren mich immer wieder, da ich dort Sachen finde, die es bei uns nicht gibt – zum Beispiel rosa Blumenkohl…
Nach einem kleinen Einkauf im Hafengebäude – Olivenöl und Balsamico Spezialitäten – ging es dann noch weiter bis zum Pier 39. Im Hard Rock Café habe ich ein kleines Mittagessen genossen und bin dann wieder die Robben beobachten gegangen.
Später ging es dann wieder zu Fuss zurück zum Hotel, wo ich den Rest des Nachmittags mit Schreiben und ein wenig spielen verbracht habe.
Sonntag, 26. Februar 2023
Auch heute habe ich noch nicht sehr viel, dafür aber gut geschlafen. Bereits vor 8 Uhr bin ich also wieder zu Mel’s Drive-In in der Mission Street zum Frühstück gegangen. Weil mir das Gestrige so gut gepasst hat, habe ich dasselbe auch für heute bestellt, mit einer kleinen Abweichung beim Toat (Vollkorn statt Suerteig – ich mochte beide sehr…) und bei den Kartoffeln (Bratkartoffeln statt Rösti).
Danach bin ich wieder zum Hotel zurück, um meine Koffer wieder fertig zu packen und so ging es bereits vor neun Uhr wieder mit Uber zurück zum Flughafen, um mein Mietauto zu erhalten. Mit einem Chevrolet Malibu bin ich nun heute und Morgen unterwegs nach San Luis Obispo.
Meinen ersten Stopp habe ich in Fremont eingelegt. Dort habe ich aber festgestellt, dass es nicht die Mission San José war, die ich noch einmal besuchen wollte, sondern die Mission Santa Clara de Asis. So bin ich nach Santa Clara zurückgefahren und konnte dort die Kirche und die vorhandenen Reste des alten Klosters besuchen.
Meinen kleinen Hunger habe ich nach einem Besuch im WalMart in Salinas mit sehr feinen «boneless chicken wings» stillen können.
Dabei habe ich auch bereits ein paar Dinge eingekauft, die ich im Camper dann brauchen und verbrauchen werde.
Über die US-101 bin ich dann weiter nach Süden gefahren und habe kurz vor meinem Etappenziel auch die Kirche der Mission San Miguel Arcangel besucht. Leider hatte diese bereits geschlossen und so konnte ich sie nur von aussen besichtigen.
Also fuhr ich nach Paso Robles weiter, um dort mein Zimmer im The Oaks Hotel zu beziehen. Wiederum habe ich ein sehr schönes Zimmer, dieses Mal im 3. Stock erhalten. Ich freue mich schon jetzt auf das Frühstück im Hotel – dieses war die letzten beiden Male sehr gut…
Montag, 27. Februar 2023
Auch heute war ich recht früh wach, so dass ich bereits um etwa halb acht Uhr zum Frühstücksbuffet im Hotel gehen konnte. Auch heute war wieder alles, was man sich wünschen kann, vorhanden. So gab es Speck mit Rührei, Toast, Butter und Konfitüre, Pancakes und Waffles und dazu einen recht guten Kaffee.
Dann wieder packen und auf ging es zu den Seeelephanten oberhalb von San Simeon am Highway 1. Dort wurde ich von einem anwesenden Helfer mit sehr vielen Informationen bedient. Und das, nur weil ich wissen wollte, ob der kürzlich vorbeigezogene Sturm einen Einfluss auf die Seeelephanten hatte. Dieses Mal sei der Schaden gering gewesen, aber im Januar habe ein Sturm die meisten der dannzumal geborenen Babys in Meer hinaus gespült.
Dabei hat der mir dann auch erzählt, dass es normal ist, dass nur etwa die Hälfte der Neugeborenen überlebten.
Dann ging es weiter nach San Luis Obispo, wo ich nach Einkäufen in einem Laden für «organic Products» (Bio) aber dann auch in einem «normalen» Lebensmittelladen, meine Ware zum Camper brachte.
Nach dem Volltanken des Mietfahrzeuges fuhr ich dann an den Flughafen, um das Mietauto zurückzugeben. Mit dem Uber Taxi bin ich wieder zum Camper zurückgefahren um diesen auf dem Avila/Pismo KOA zu parkieren.
Heute hat es den ganzen Tag immer wieder geregnet. Glücklicherweise konnte ich die Regenpausen ausnutzen für meine Besuche draussen.
Dienstag, 28. Februar 2023
Das erste Mal im Camper geschlafen und das gar nicht schlecht.
Nach dem obligaten Frühstück geht’s heute mit dem Camper los. Zuerst werde ich in Pismo Beach tanken, dann ist die Mission La Purisima Conception in der Nähe von Lompoc auf dem Programm. Bei recht schönem Wetter geht es also auf nach Süden.
Die Mission wurde 1787 als 11. Mission durch den Franziskaner Priester Fermin Lasuen in Lompoc gegründet. Nach einem verheerenden Erdbeben im Jahr 1812 wurde die Station einige Kilometer ausserhalb des Ortes wieder neu aufgebaut. Nachdem diese Klöster aufgehoben wurden, sind die Gebäude langsam verfallen.
Der Besuch im Visitor Center mit den zwei Videos über die Mission und den Wiederaufbau der verfallenen Gebäude in den Jahren ab 1934 durch das Civilian Conservation Corps hat erste Informationen vermittelt und war sehr eindrücklich.
Dann ging es weiter in Richtung Ventura. Hier wollte ich die Mission Buenaventura besuchen. Leider ist die Mission Basilica – die Kirche – gerade in Renovation, so dass nur das Museum und der Garten der Mission besucht werden konnte.
Zum Schluss ging es auf die Suche nach einem Campingplatz für die Nacht. Die Campingplätze in Ventura waren alle geschlossen, wegen des kürzlich durchgezogenen Sturmes. So habe ich versucht in Oxnard – etwas südlicher als Ventura – im Evergreen RV Park einen Platz zu finden. Und ich hatte wieder einmal Glück. Einziger freier Platz sei die 405 und das passte – zwar sehr teuer aber immerhin…
Mittwoch, 1. März 2023
Nach einer regnerischen und kühlen Nacht war es heute morgen zuerst bedeckt und später nur noch bewölkt. Nach den üblichen Morgenarbeiten konnte ich Oxnard verlassen und bin gegen Osten nach San Fernando gefahren, wo ich die Mission San Fernando, Rey de España, besucht habe.
San Fernando ist die 17. Mission und wurde durch Fermin Francisco de Lasuen im Jahr 1797 gegründet. Die Mission erzielte einigen Wohlstand und war in der Lage auch anderen Missionen Waren abzugeben.
Während meines Rundganges hat es zu rieseln angefangen und es war sehr kalt.
Nach meinem Rundgang bin ich dann weiter nach San Gabriel gefahren. Auch dort wollte ich die Mission San Gabriel besuchen. Leider waren das Museum und der Rundgang geschlossen und so gab es hier weder Informationen noch Fotos von den Räumen des Klosters.
Also ging es auf die Suche nach einem Campingplatz. Als erstes habe ich den Anaheim RV Park eingegeben. Als ich dann dort eintraf, war das ganze Gelände umzäunt und die Gebäude waren abgerissen. Der existiert gar nicht mehr…
Also auf eine neue Suche, bei welcher ich den Orangeland RV Park, in Orange, fand. Dieser hatte glücklicherweise noch Plätze frei und so werde ich heute und morgen hierbleiben.
Weil es noch nicht so spät war, habe ich mich entschlossen, wieder einmal meine Brötchen zu backen. Bis heute hat eine gekaufte Baguette, die leidlich gut war, ausreichen müssen.
PS. Kalifornien habe ich bis heute nie so kalt erlebt, aber ich habe es auch noch nie so grün gesehen…
Donnerstag, 2. März 2023
Heute hatte ich geplant nach Downtown Los Angeles zu fahren. Zuerst habe ich aber im Office des Campingplatzes gefragt, ob Anaheim auch Sehenswertes habe. Die Dame hat etwas gezögert und mir dann geantwortet, ausser dem Disneyland Resort sei nicht viel hier. Als ich sie gefragt habe, wie ich nach Downtown LA gelange, hat sie mir davon abgeraten. Dort sei nichts wirklich Sehenswertes, zudem habe es sehr viele Homeless People, also Obdachlose. Nachdem ich dann den Fahrplan studiert habe, stellte ich fest, dass der Zug – welcher etwa 1,5 Std braucht – erst nach 14 Uhr gefahren wäre und mit dem Bus hätte die Fahrt zwischen 2,5 und 3,5 Std gedauert. Also habe ich darauf verzichtet und habe mich von Uber zum Eingang des Disneyland Resort bringen lassen. Dort stand «You need a reservation», die hatte ich nicht… zudem hatte ich mein Taschenmesser dabei und das hätte ich dort abgeben müssen. So habe ich auch hier auf einen Besuch verzichtet und bin die fast 5 km zurück zum Orangeland RV Park gelaufen.
Auf diese Weise habe ich heute meinen ersten Pausentag eingezogen und werde Morgen entgegen dem ursprünglichen Plan bereits weiter nach Süden fahren.
Freitag, 3. März 2023
Nachdem die Dame des Campingplatzoffices mir gestern von dem Besuch der Downtown von Los Angeles abgeraten hatte, macht es keinen Sinn länger hier zu bleiben.
So bin ich heute Morgen vom Orangeland RV Park weggefahren, über vier bis achtspurige Freeways (in eine Richtung). Der Grossraum Los Angeles ist zum Fahren mit dem Camper ein Horror – sehr viel Verkehr und sehr viele Ein- und Ausfahren.
Doch glücklicherweise bin ich gut herausgekommen und konnte dann die Mission San Juan Capistrano nochmals besuchen (letztmals war ich 2020 hier).
Der Besuch mit dem Audioguide und den vielen geschriebenen Informationen dauerte so seine Zeit, war aber wiederum sehr interessant.
Die Mission San Juan Capistrano wurde im Jahr 1775 als siebte Mission durch Junipero Serra gegründet. Im Jahr 1812 wurde die Missionskirche durch ein starkes Erdbeben zerstört, dabei sind vierzig Leute unter den Trümmern begraben worden. Die Kirche wurde an dieser Stelle nicht wieder aufgebaut. Im letzten Jahrhundert wurde dann eine grosse Kirche ausserhalb der Mauern der Mission gebaut.
Diese habe ich nach dem Besuch des Klosters auch noch angeschaut. Die katholischen Kirchen sind immer wieder interessant zu besuchen, da hier teilweise sehr viele prunkvolle Altare und andere «Kircheninnereien» zu finden sind.
Nach diesem Besuch bin ich dann weiter nach Süden gefahren, bis nach Oceanside. Dort steht die Mission San Luis Rey de Francia, die 18. der einundzwanzig Missionen. Diese wurde im Jahr 1798 durch Pater Lasuen gegründet. Den Übernamen «King of the Missions» hat sie erhalten, da sie die grösste aller 21 Klöster war. Die Gebäude hier sind sehr gut erhalten und sie sind alle in einem strahlenden Weiss gehalten.
Die letzte heutige Etappe führte mich dann zum Campland on the Bay, meinem heutigen Campingplatz in San Diego. Dieser liegt sehr schön direkt am Meer, was sich leider auch auf den Preis pro Nacht ausgewirkt hat. Fast 125 Dollar pro Nacht habe ich noch nie für eine Übernachtung in einem «Full-Hookup» Campingplatz bezahlt.
Samstag, 4. März 2023
Früh musste ich heute nicht aufstehen, denn alles öffnet hier erst etwa um zehn Uhr. So bin ich dann mit einem Uber zum Balboa Park gefahren, um dort das Air and Space Museum zu besuchen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich vier Museumsbesuche mit einer Karte machen kann und das sei etwas günstiger. So bin ich im Automotive Museum diesen Pass kaufen gegangen und habe dabei gerade ein sehr gut gemachtes Automuseum besuchen können. Dabei habe ich mit Herr Heinkel, einem Guide dort, einen Moment geredet. Zuerst über das Museum, dann aber auch sehr viel Persönliches. Er wolle Ende Sommer, Anfangs Herbst eine Reise nach Europa unternehmen – wenn dann seine Frau auch mitmacht – und dabei von Bremen, über Österreich und die Schweiz nach Italien reisen.
Dann ging es ins Air and Space Museum. Dort ist ein Nachbau der Spirit of Saint Louis ausgestellt, mit der Charles Lindbergh im Jahr 1927 den ersten Nonstop Transatlantikflug von New York nach Paris gemacht hat. Auch sonst hat es einige interessante Flugobjekt zu bewundern gehabt.
Als Drittes habe ich den Japanese Friendship Garden besucht. Eine sehr schöne Anlage, obwohl im Moment noch nicht sehr viel blühte. Die Japankirschen begannen zu blühen, dann ein paar Kamelien Blüten, welche mir sehr gut gefallen haben und dann einige Bodenbedecker, die auch jetzt zu blühen angefangen haben. Trotz der vielen Besucher war es dort angenehm zum Spazieren.
Als viertes Museum habe ich das San Diego History Museum besucht, welches einige interessante Aspekte zur Geschichte von San Diego präsentiert hat.
So habe ich nun für heute genug Museen gehabt und bin mit dem Bus in die Downtown gefahren, von wo ich dann zu Fuss ans Meer und vorbei an der Midway und dem Maritime Museum spaziert bin.
Dann wiederum einen Uber bestellt, um zurück zum Campland on the Bay zu gelangen. Der Weg von über zehn Kilometern war mir dann doch zu weit zum zu Fuss gehen.
Nach einem Apero mit ein paar Pistazienkernen und ein paar Pommes Chips sowie einem Pineapple Craft Cider – wieder einmal etwas Neues… – gab es dann ein feines Nachtessen.
Sonntag, 5. März 2023
Nach einem grösseren Einkauf bei Vons und dem Volltanken des Fahrzeuges, bin ich heute ostwärts von San Diego und dem Pazifik weggefahren, um nach Yuma zu gelangen. Heute sind keine Besuche von Sehenswürdigkeiten oder Museen geplant. So ging es zügig über die Interstate 8, welche nach dem Verlassen von San Diego nicht mehr sehr stark befahren war, mit einem Halt auf der Raststätte bei den Imperial Dunes auf das Villa Alameda RV Resort in Yuma. Dort habe ich mir als Erstes einen Apero (einen Bombay Sapphire London Dry Gin mit Pink Grappefruit) genehmigt und dann nach dem Verfassen dieses Kurzberichtes ein feines Nachtessen gekocht.
Montag, 6. März 2023
Auch heute geht es weiter gegen Osten in den Staat Arizona. Dieser begrüsste mich gestern bereits mit recht schönem Wetter und auch etwas wärmer als die Tage zuvor. Heute hat es zwar Schleierwolken, aber die Sonne drückt durch und es ist angenehm warm. Nach einer Fahrt von etwas mehr als zwei Stunden, mit einem Zwischenhalt bei den Petroglyph’s, wo ich ein kurzes Gespräch mit einer Dame aus Louisiana führen konnte, bin ich in Gila Bend im Sonoran Desert RV Park gelandet, wo ich bereits vor drei Jahren übernachtet habe. Damals hiess der noch Gila Bend KOA. So ändern sich die Zeiten…
Nun sitze ich im Hemd draussen und geniesse die angenehme Wärme hier, um meinen Tagesbericht zu schreiben. Dazu gibt es ein feines Apéro mit einem Smirnov Green Apple, ein paar Pistazienkerne und ein paar Pommes Chips.
Dienstag, 7. März 2023
Auch heute ist wieder ein Tag, von dem es nicht so viel zu erzählen gibt. Am Morgen bin ich von Gila Bend aus gestartet und durch das Sonoran Desert National Monument gefahren. Leider waren da weder irgendwelche Halte, wo man darüber etwas erfahren könnte, noch irgendein Visitor Center. So ging es ohne Halt über die rund 200 Kilometer nach Tucson. Im dortigen Tucson Lazydays KOA hatte ich einen Platz für die nächsten drei Tage reserviert. Für die nächsten drei Tage habe ich auch ein Mietauto reserviert, welches ich Morgen Morgen abholen kann. Für Morgen habe ich eine Rundreise über Tombstone, Bisbee, Nogales und dann hierher zurück geplant. Am Donnerstag soll es in die Biosphere 2 einem Experiment der University of Arizona gehen.
Neben dem Planen der nächsten Tage habe ich am Nachmittag auch noch Aperitif getrunken, Brötchen gebacken und Pizzateig vorbereitet bzw. Pizza gebacken.
Mittwoch, 8. März 2023
So bin ich heute Morgen nach dem Frühstück mit Uber zur Budget Autovermietung gefahren und konnte dort «meinen» Toyota Camry in Empfang nehmen. Mit diesen ging es dann zuerst über den Freeway Interstate 10 nach Benson und von dort südwärts nach Tombstone. Dieses hat eine traurige Berühmtheit erlangt mit der Schiesserei am OK Corral. Dort haben die drei Earp Brüder zusammen mit Doc Holliday gegen vier Cowboys sich eine Schiesserei geliefert, bei der drei der Cowboy getötet wurden. Wahrscheinlich waren die Cowboys wirkliche Viehdiebe, die in Mexico Vieh stahlen und in Arizona verkauften. Aber auch die Figuren des Wyatt Earp und Doc Holliday – welche Spieler und Revolverhelden waren – sehen dabei nicht wirklich gut aus. Wyatt Earp soll den Cowboys auch Geld geschuldet haben. Mit diesen Zusatzinformationen scheint es dann mit der Gesetzestreue nicht mehr so weit her zu sein…
Als Erstes bin ich dort die Show um die Schiesserei anschauen gegangen. Für mich werden auch hier die «Gesetzeshüter» zu sehr als die Guten und die Cowboys als die Schlechten dargestellt.
Danach ging es auch zu den anderen sehenswerten Orten der Stadt, zuerst die Main Street, dann das Arizona Ranger Museum und zum Schluss das Courthouse Museum. Am meisten beeindruckt oder eher geschockt hat mich dort der Galgen, wo scheinbar sieben Schwerverbrecher daran aufgeknüpft worden seien.
Weiter ging es dann nach Bisbee, welches eine interessante Historic Old Town haben solle. Das Museum dort hat mir zwar gut gefallen und einige der Bauten sind wirklich sehenswert…
Von hier aus bin ich dann nach Tubac gefahren, um den dortigen Presidio zu besichtigen. Ein gut gemachter Rundgang, welcher die Geschichte des Ortes gut präsentiert. Leider ist aber von den ursprünglichen Gebäuden nicht mehr viel vorhanden.
Dann ging es zurück zu meinem Chalet, nicht ohne vorher noch einen kurzen Abstecher in den nächsten Safeway gemacht zu haben. Da es schon etwas später war, wollte ich nicht mehr kochen und habe mir dort ein paar boneless Chicken Wings gekauft, die mir dann auch sehr gut geschmeckt haben.
Donnerstag, 9. März 2023
Heute ist die Biosphere 2 auf meinem Plan. So bin ich nach dem Frühstück mit dem Mietauto einige Kilometer nordwärts gefahren.
Der Besuch dieses speziellen Ortes hat mir sehr gut gefallen. Biosphere 2 ist eine Art Riesentreibhaus mit allem Drum und Dran, wo in den 1990er Jahren 8 Leute sich für zwei Jahre einschliessen liessen und dort alles selber anbauten, was sie zum Leben benötigten. Das System war so in sich geschlossen, dass sogar der zum Leben benötigte Sauerstoff von den dort wachsenden Pflanzen und Bäumen produziert wurde. Interessant ist, dass nach etwa 500 Tagen der Sauerstoff so knapp wurde, dass von aussen solcher zugeführt werden musste…
Heute forscht dort die University of Arizona an vielen Umweltprojekten. Es gibt hier einen Miniozean, eine Savanne, Trockenzonen und tropischen Regenwald. In näherer Zukunft sollen in diesem Ozean Versuche durchgeführt werden, wie Korallen auf die verschiedenen Umwelteinflüsse reagierten.
Nach dem Besuch dieses sehr wissenschaftslastigen Ortes bin ich dann noch zu der Mission San Xavier del Bac gefahren. Eine von aussen sehr eindrückliche, schöne Kirche in der Nähe von Tucson. Leider ist der Innenraum der Kirche in Renovation, so dass es nicht möglich war, dort Fotos zu schiessen.
Dann ging es zurück zum Chalet, wo ich am Nachmittag meine Wäsche machte.
Da die Budget Autovermietung hier bereits um fünf Uhr schloss, habe ich mich entschieden, das Auto erst Morgen zurückzubringen.
So konnte ich dieses noch benutzen für einen kleineren Einkauf im etwa 10 km entfernten Safeway.
Freitag, 10. März 2023
Heute Morgen ging es nach dem Frühstück zuerst zur Budget Autovermietung, um den Toyota Camry zurückzubringen. Das klappte glücklicherweise bestens. Dann mit Uber zurück zum Campground, wo es noch das Wasser und dann auch das Gas aufzufüllen galt. Nun bin ich bereit für den Wilderness Campground im Chiricahua National Monument. So ging es dann kurz nach zehn Uhr ostwärts bis zum Amarind Museum. Dort führte mich das Navi über einen Feldweg, welcher plötzlich an einem Stacheldrahtzaun endete «Private Property». Also hiess es umkehren, aber das war einfacher gesagt als getan. Auf dem schmalen Weg gab es nur wenige Möglichkeiten. In einer sandigen Weggabelung habe ich dann fast eine Viertelstunde lang mit vor und zurück und wieder vor und zurück geübt, bis ich das Fahrzeug wieder flott bekommen habe. Dann ging es über den offiziellen Weg, der zwar breiter, aber nicht viel besser war zum Museum. Ein Museum über die Geschichte der Indianer in der Gegend, unter andern über Cochise und auch über Geronimo, den Apachenhäuptling.
Leider war im Museum das Fotografieren verboten, so dass es von hier keine Bilder gibt.
Nach der Besichtigung des Museums ging es weiter zum Chiricahua National Monument. Dieses zeigt Felsformationen, die denen im Brice Canyon sehr ähnlich sind, jedoch eher braun und gelb anstatt rot. Im Bonita Canyon Campground habe ich am späteren Nachmittag dann meinen vorreservierten Platz beziehen können (glücklicherweise reserviert, - Campground full!!).
Nach einem feinen Nachtessen habe ich dann noch eine halbe Stunde den Generator laufen gelassen, zuerst um einen guten Kaffee zu erhalten, dann, damit ich mein Handy, das Pad die Batterie des Fotoapparates und auch den Computer wieder etwas aufladen konnte.
Samstag, 11. März 2023
Auch heute Morgen musste der Generator gestartet werden. Zum Ersten, damit ich einen feinen Nespresso Kaffee machen konnte, dann auch um alle Geräte wieder etwas aufzuladen. Eine halbe Stunde reicht meistens nicht um auf 100 % zu kommen. So bin ich dann nach dem Frühstück zuerst bis nach Willcox gefahren, wo ich einen beim Motor herabhängenden Plastikteil wieder befestigen lassen konnte. Glücklicherweise habe ich eine offene Garage gefunden und dann auch noch einen Mitarbeiter, welcher gerade Zeit hatte, sich meine anzunehmen. Kosten für das Ganze: 0 $. So sind sie, die Amerikaner. Wenn du Hilfe brachst, sind sie da. Ich habe ihm dann eine 10 Dollar Note für einen Kaffee oder so gegeben und mir schien, dass der Mann sich gefreut hat.
Dann ging es weiter bis nach Lordsburg, wo ich das Lordsburg Hidalgo Conty Museum besichtigen wollte. Dort hiess es zwar «we are open», aber die Tore waren geschlossen. So bin ich dann halt unverrichteter Dinge weiter bis nach Silver City gefahren. Dort habe ich zuerst das Visitor Center besucht, wo ich Auskunft wollte, ob ich mit dem Camper zu den Gila Cliff Dwellings fahren könne. Der Angestellt hat mir dies bestätigt und mir auch die beiden möglichen Routen aufgezeigt. Dann auf den Silver City RV Park, wo ich wieder einmal Glück hatte, und einen guten Platz bekommen habe – und das zu einem Preis, der gerade einmal etwa einen Drittel des teuersten Platzes in Kalifornien kostete.
So habe ich für zwei Nächte gebucht. Morgen die Gila Cliff Dwellings und dann am Montag weiter bis zur City of the Rocks und von dort aus eventuell weiter bis nach Las Cruces.
Am Nachmittag bin ich dann noch in die Downtown spaziert und habe zuerst ein Cabin gefunden, am Ort, wo Billy the Kid (geboren als William Henry McCarty) in den Jahren 1873 – 1875 gelebt haben soll. Dann waren auch das Museum und die Kirche sowie das Grant County Courthouse auf meinem Weg.
Beim Zurücklaufen bin ich noch im Food Basket ein paar Einkäufe gemacht. Zur Abwechslung einmal ein Rindfleisch Plätzli, um nicht immer nur Schwein oder Poulet zu konsumieren. Ein solches habe ich mir dann auch zum z’Nacht gemacht mit Teigwaren und Salat. Zum Abschluss einen feinen Nespresso Kaffee, ein Schokomakkarönli und als Dessert eine in Tucson gekaufte Pflaume, welche sehr fein und süss war.
Sonntag, 12. März 2023
Nach dem Morgenessen bin ich in Silver City weggefahren, um zu dem Gila Cliff Dwellings National Monument zu gelangen. Dieses wurde bereits im Jahr 1907 durch den damaligen Präsidenten Theodor Roosevelt gegründet (dieser war auch für die Gründung des Yosemite Nationalpark zuständig). Über den Highway 15 ging es nordwärts. Dieser ist eine etwa 70 km lange, für amerikanische Verhältnisse schmale Strasse, die über die Pinos Altos Range, einem Gebirgszug, hinauf zu dem Visitor Center und den Cliff Dwellings führt. Eine eher anstrengende Fahrt mit auf und ab - bis etwas über 2000 m. Nach etwa anderthalb Stunden bin ich dort angekommen.
Nachdem mir der Nationalpark Ranger dort erklärt hatte, was ich alles nicht darf, liess er mich dann den Trail zu den Klippenhäusern laufen. Dort konnte ich das erste Mal solche Klippenhäuser von innen anschauen. Das war dann auch sehr eindrücklich. Die Indianer der Mogollon Region (Puebloans of the Mogollon Area) sollen diese Behausungen in den Jahren ab 1276 bis etwa 1286 gebaut haben, diese aber bereits kurz nach dem Jahr 1300 wieder verlassen haben. Warum weiss heute noch niemand.
Dann bin ich noch in das Visitor Center gefahren und habe die Ausstellung und das Video über die Cliff Dwellings und ihre Bewohner angeschaut.
Den Heimweg nach Silver City habe ich dann über die für Camper empfohlenen Highways 35 und 182 gefahren.
Montag, 13. März 2023
Heute Morgen war es einmal ziemlich bedeckt. Man konnte zwar blaue Teile sehen, aber die Sonne hatte Mühe zu scheinen.
So bin ich zuerst zu dem City of the Rocks State Park gefahren. Dort habe ich das Visitor Center besucht und ein paar Informationen über den Park erhalten. Wie im Chiricahua National Monument sind die speziellen Felsformationen entstanden durch einen Vulkanausbruch vor etwa 35 Millionen Jahren und dann durch die Erosion durch Sonne, Wind und Regen.
Nach einem Spaziergang im Park bin ich dann weitergefahren über Deming bis nach Las Cruces. Dort habe ich im Sunny Acres RV Park einen Platz erhalten. Da mir die Dame des Gila Cliff Dwellings NM erzählt hat, dass im Moment viele Leute unterwegs seien, da gerade «Spring Break» sei, habe ich versucht, in Alamogordo einen Platz zu reservieren. Dabei musste ich feststellen, dass im KOA und anderen Campgrounds alles ausgebucht sei.
So habe ich über Internet einen Platz in El Paso gebucht und hoffe, dass dies auch klappen werde. Bis jetzt habe ich keine Bestätigung erhalten.
Am späteren Nachmittag wollte ich in Las Cruces noch das Farm and Ranch Heritage Museum besuchen. Da dieses bereits um vier Uhr geschlossen wurde, musste ich keinen Eintritt mehr bezahlen.
Eine interessante Sammlung von alten Landwirtschaftsgeräten, einen Stall mit Ziegen, Schafen, Pferden und Kühen und dann noch eine Galerie, wo viele Informationen zu Land und Leuten geboten wurden.
Dann ging des wiederum mit Uber zurück zum Campingplatz. Dort habe ich mir ein feines Nachtessen gekocht und geniesse nun den Rest des Abends…
Dienstag, 14. März 2023
So ging es heute Morgen in Richtung Texas und El Paso. Beim Visitor Center kurz nach der State Line habe ich diverse Informationen über Texas erhalten. Der freundliche Angestellt hat mir auch empfohlen die Interstate 10 bei der Ausfahrt 6 zu verlassen und dann über die Franklin Mountains zu fahren. Dort ist ein grosser Parkplatz, von wo aus man die Staaten Texas, New Mexico und dann über die Grenze nach Mexico schauen kann. So bin ich dann nach einem Besuch in der El Paso Outlet Mall beim Exit 1 bis zur Ausfahrt 6 gefahren und bin dort bis zum Parkplatz in den Franklin Mountains gefahren. Dort habe ich einen Moment die Aussicht genossen und dann ging es weiter, um auch auf der Ostseite des Berges die Aussicht hinein nach Texas zu bewundern.
Beim Hinunterfahren habe ich dann noch das National Border-Patrol-Museum gefunden und besucht. Verrückt, was an der mexikanischen Grenze so abläuft. Sehr viele Mexikaner, aber auch andere Nationalitäten versuchen täglich illegal in die USA einzuwandern. Dabei werden sehr viele erwischt und nach einer Befragung wieder an die Grenze gestellt. Die die nicht erwischt werden müssen durch die Wüste, oft ohne Wasser und ohne Essen und verdursten dort. Und ein paar schaffen es und können sich dann eben auch illegal in den USA aufhalten und vielleicht eine billige Arbeit finden.
Nach dem eindrücklichen Besuch im Museum ging es dann direkt zum Mission RV Park, wo ich gestern einen Platz für drei Tage reserviert habe.
Den Rest des Nachmittages habe ich dann mit etwas Planen und dann etwas ausruhen verbracht.
Mittwoch, 15. März 2023
Heute Morgen bin ich als Erstes mit Uber in die Downtown von El Paso gefahren. Dort habe ich zuerst ein Visitor Center gesucht, aber nicht gefunden. Dabei habe ich per Zufall das El Paso Historic Museum gefunden. Ein interessantes Museum über die Geschichte der Grenzstadt El Paso. Von hier aus bin ich dann auch wieder zufällig zum Convention Center gelangt, wo ich dann auch das Visitor Center gefunden habe. Mit einem Stadtplan und der Visit El Paso App ging es dann weiter durch die Downtown, vorbei an grossen Hotels wie das Plaza und dem El Paso del Norte, weiter zu der Historic Immaculate Conception Church, dann dem El Paso County Court House und dem El Paso United States Courthouse.
Nachdem ich genügend herummarschiert war, bin ich wieder mit Uber zur UTEP der University of Texas gefahren und habe dort das Centennial Museum und dann auch die Chihahuan Desert Gardens besucht.
Von hier ging es wieder mit Uber weiter zur Mission San Antonio de la Ysleta del Sur, einer der drei katholischen Missionen in El Paso, wo auch der Anfang des Mission Trails sein sollte. Als Erstes fand ich das dortige Visitor Center geschlossen. Nach der Besichtigung der Kirche stellte ich fest, dass der Trail fast 10 km lang war (17.3.23 heute weiss ich es besser – es wären rund 6 Meilen bis Socorro und dann noch einmal etwa neun Meilen bis zur San Elizario Mission – also etwas über 20 Kilometer) und zu Fuss nicht Sinn machte. So habe ich hier meinen Tag abgeschlossen und bin wiederum mit Uber zurück zum Campingplatz gefahren.
Da bereits später Nachmittag war, wurde es mir bis zum Apero und dem Nachtessen nicht langweilig. Zum z’Nacht habe ich dann eine feine, selber gemachte Pizza genossen.
Donnerstag, 16. März 2023
Nachdem ich von Las Cruces direkt hier nach El Paso gefahren bin, steht heute der Besuch des White Sands National Parkes auf dem Programm. Dafür habe ich mir am Flughafen ein Auto gemietet, welches ich nun holen konnte. Mit Uber ging es also zum El Paso International Airport, wo ich einen grossen Nissan erhielt. Mit diesem bin ich dann wieder über die Interstate 10 nach Westen bis Las Cruces gefahren. Von dort ging es dann weiter gegen Nordosten, bis ich beim Visitor Center des Nationalparks ankam. Dort stellte ich fest, dass es sehr viele Leute hatte, die das gleiche wie ich beabsichtigten. Einen Parkplatz beim Visitor Center zu finden, war bereits ein Zufall…
Dann ging es hinein in die White Sand Dunes. Eine spezielle Landschaft, mit einem sehr hellen Sand. Manchmal hatte ich das Gefühl durch Schnee zu fahren…
Nach ein paar Halten und Spaziergängen – ohne Begegnungen mit irgendwelchen Tieren – bin ich dann wieder zurück zum Visitor Center gefahren, um die beim Parkeingang erhaltene Karte mit dem Nationalpark-Datumsstempel zu versehen.
Dann ging es weiter nach Alamogordo und dem Museum of Space History. Ein Museum über die Raumfahrt mit sehr gut erklärten Ausstellungsstücken und der International Space Hall of Fame, wo die Berühmtheiten der Raumfahrt – ob Russen, Deutsche, Amerikaner oder aus anderen Nationen – zu Ehren kamen.
Von hier aus ging es dann wieder zurück zum Campingplatz. Da ich noch ein paar wichtige Kleinigkeiten einzukaufen hatte, bin ich zum nächsten Wal Mart gefahren. Dort stellte ich fest, dass ich sehr nahe am Flughafen war und entscheid dann, das Auto noch heute Abend zurückzubringen. So ging es dann vom Flughafen wieder mit einem Uber Fahrer zurück zum Campground.
Heute hat es recht spät Nachtessen gegeben. Dafür habe ich dieses um so mehr genossen.
Auch ein Glas Wein durfte nicht fehlen.
Als ich mir später noch das Wetter für die morgige Etappe angeschaut habe, hat mich das kalte Grausen gepackt. Morgen soll es stark bewölkt sein. Im Big Bend Nationalpark ist für Samstag und Sonntag SCHNEE gemeldet. Also werde ich wahrscheinlich morgen zuerst einmal nach Van Horn fahren und dort weiterschauen, wie es weitergeht.
Freitag, 17. März 2023
Nach einer sehr kalten Nacht hat heute Morgen glücklicherweise die Sonne durch die Wolken hindurch geschienen. Zuerst bin ich also nach dem Frühstück und den übrigen Vorbereitungsarbeiten nach Socorro gefahren und habe dort die Mission «Nuestra Señora de la Limpia Conceptión de los Piros de Socorro del Sur» besucht. Eine Kirche die mir recht gut gefallen hat. Es ist eine der drei Missionen in der Nähe von El Paso.
Nach dem Kirchenbesuch in Socorro ging es weiter zur San Elizario Mission. Auch dort konnte ich die Kirche besuchen und bin dann noch zu «Las Portales» Museum und Information Center gegangen. Dort habe ich ein gut gestaltetes Museum über die Geschichte des Ortes gesehen. Zum Abschluss hat mir die Dame angeboten, dass mich eine «Museumsführerin» zum alten Gefängnis von San Elizario begleiten werde und mir dieses zeigen könne. Gerne habe ich dieses Angebot angenommen und bin mit einer netten jungen Dame zum Gefängnis spaziert. Dort konnte ich zwei Zellen besichtigen und hörte einen neuen Teil der Geschichte von «Billy the Kid». Er hat sich hier als US Marshall ausgegeben und konnte so den Sheriff überwältigen und seinen Kumpanen aus dem Gefängnis befreien. Nachdem ich genug Museum und Geschichte genossen hatte, ging es dann wieder über die Interstate 10 weiter bis Van Horn, wo ich auf dem Van Horn RV Park einen Platz mit allem Notwendigen erhielt.
Am Nachmittag habe ich dann nach einem frühen Apero, zuerst meine Story geschrieben und bin dann noch zum nächsten «Tankstellenshop» gelaufen, um dort hoffentlich Haushaltpapier zu erhalten. Dieses ist mir heute Morgen ausgegangen…
Zum z’Nacht habe ich mir dann ein feines Chili con Carne gemacht.
Samstag, 18. März 2023
Auch die letzte Nacht war sehr kalt. Glücklicherweise arbeitet mein Elektroöfeli zuverlässig, so dass es im Camper nicht ganz so kalt geworden ist.
Gemäss den Wetterprognosen soll es im Big Bend Nationalpark schneien. Trotzdem habe ich mich auf den Weg gemacht in Richtung Marfa und Alpine, welches mein heutiges Tagesziel sein sollte. Als ich etwa 40 km vor Marfa war, hat es richtig angefangen zu schneien und der Schnee hat auf der Strasse angesetzt. Bei dem «Zeppelin» war ein Rastplatz, auf welchem ich dann gewendet habe. In den Schnee fahren will ich nicht.
Dann bin ich in Richtung Fort Davis gefahren. Auch dort war die Strasse ab etwa 40 km davor mit Schnee bedeckt. Also Planänderung…
So lasse ich den Big Bend Nationalpark sein und fahre wieder gegen Norden in Richtung Carlsbad. Da ich nicht in die Guadalupe Mountains fahren will, habe ich für heute als mein neues Ziel Pecos bestimmt. Also bin ich über die verschneiten Hochebenen – wo die Rinder im Schnee grasten - die Strasse war aber aper – wieder zurück auf die Interstate 10 gefahren und dann über die I-20 nach Pecos, wo ich im Tra Park, einem Escapees RV Park einen Platz erhalten habe. Hier war das Wetter wiederum trocken und sogar die Sonne hat etwas durch die Wolken geschienen.
Sonntag, 19. März 2023
Trotz Sonnenschein war es heute Morgen wieder sehr kalt. Nach dem Morgenessen habe ich einen kurzen Besuch im Wal-Mart gemacht und dort eine «Thank you» Karte gekauft, um dem Silver City Campground die Karte für die Laundry zurückzusenden. Dann bin ich – zuerst an einem brennenden LKW vorbei, dann über eine etwa 20 km lange Baustelle – nach Whites City, am Eingang zu dem Carlsbad Caverns National Park gefahren. Glücklicherweise hatte die junge Dame am Schalter noch einen Platz für mich frei. So habe ich dann das Visitor Information Center der Caverns besucht. Dort erhielt ich alle notwendigen Informationen für meinen morgigen Besuch. Gestern habe ich mir ein Zeitfenster ab 11.30 Uhr reserviert. Im Visitor Center gibt es auch einen Gift-Shop und eine Book-Shop, aber die haben Preise, dass ich alles habe stehen lassen. Das interessanteste dort war wieder einmal das Video über die Attraktion des Parkes – Carlsbad Caverns mit den Fledermäusen – im Sommer (ob die jetzt schon da sind, werde ich morgen sehen).
Dann ging es zurück auf den Campingplatz in Whites City. Dort habe ich bei schönem, aber immer noch kaltem Wetter einen Spaziergang zu den Shops des Campingplatzes gemacht.
Auch dort habe ich nichts gefunden, was ich hätte kaufen wollen…
Montag, 20. März 2023
Heute soll es nun in den Untergrund gehen. So bin ich etwa um halb zehn abgefahren, um zu dem Carlsbad Caverns National Park zu gelangen. Dort war der Parkplatz für die Camper bereits übervoll und so habe ich halt auf einem PW-Parkplatz parkiert. Dann ging es zum Ticket-Schalter, wo ich meine Reservation vorzuweisen hatte und dann ein Billett, mit dem ich dann um 10.30 Uhr beim Eingang der Höhle sein sollte. Da ich das Visitor Information Center bereits gestern ausgiebig erkundet hatte, bin ich dann direkt zum Ranger am Eingang der Höhle gegangen. Dieser hat mir zwar gesagt, dass ich etwas früh sei, mich aber dann doch zu der wartenden Gruppe von Leuten genommen. So konnte dann kurz vor halb elf Uhr den Abmarsch beginnen. Dort geht es über einen etwa 1.5 Kilometer langen recht steilen Weg über Serpentinen rund 750 Fuss oder etwa 225 Meter in die Carlsbad Caverns hinunter.
Dort unten angekommen wandert man über einen Rundweg nochmals etwa 2.5 Kilometer durch das Höhlensystem – alles auf gepflasterten sicheren Wegen. Nach vielen Fotos mit Kamera und Handy bin ich dann etwas nach Mittag mit dem Lift die 225 m wieder ans Tageslicht gekommen.
Dann machte ich noch einen Spaziergang über den Chihuhuan Desert Trail. Ich hoffte, von dort nochmals den Eingang fotografieren zu können. Dem war leider nicht so.
Also bin ich nach einer kleinen Zwischenverpflegung in Richtung Carlsbad KOA Campground abgefahren. Diesen habe ich dann etwas nach zwei Uhr erreicht. Nun geniesse ich zuerst einen Apero und dann wird noch etwas die nächsten Tage geplant. Ich habe heute sechs Tage Vorsprung auf meine Pläne. Das ist nicht unbedingt schlecht, so kann ich Tag für Tag entscheiden, was ich machen will. Vielleicht werde ich dann Brownsville und Port Isabel wieder ins Programm aufnehmen…
Als ich nach dem Nachtessen noch den Kehrichtsack zum Dumpster brachte, war der Wind weg und die Temperaturen wieder einmal angenehm warm.
Dienstag, 21. März 2023
Trotz meines Elektroöfeli war es heute Morgen wieder einmal kühl im Camper. So wurde zuerst geheizt und erst später aufgestanden. Dann gab’s Frühstück und nach dem Abwasch und dem Aufräumen ging es los, in Richtung Roswell. Heute will ich zuerst im Trailer Village RV Park nach einem Platz fragen und dann die zwei Museen von Roswell anschauen gehen. Trotzdem ich vor dem Mittag angekommen bin, wurde ich freundlich auf dem Campingplatz empfangen und konnte sofort meinen Platz beziehen. Dann bin ich mit einem Uber zum Roswell Museum gefahren. Vorbei ging es an dem imposanten Chavez County Courthouse (Foto durch die getönten Scheiben meines Taxis).
Das Museum von Roswell hat sehr viel Kunst ausgestellt und nur wenig über die Geschichte des Ortes. Interessant fand ich aber die Präsentation im Planetarium, wo zuerst ein Film über die «Reise zum Mars» gezeigt wurde. Dann wurden die Sterne und die Sternbilder des aktuellen Nachthimmels projiziert und erklärt.
Dann ging es zu Fuss zum Roswell UFO Museum. Das habe ich aber etwas speziell empfunden. Niemand weiss wirklich, was an dem 2. Juli 1947 dort wirklich passiert ist. Sämtliche Teile des «abgestürzten» Teils sind von der Army weggeräumt worden und dabei wurde eine riesige Geheimniskrämerei daraus gemacht. Hat mich nicht so überzeugt.
Dann bin ich wieder zu Fuss zum Campingplatz zurückgekehrt. Dabei habe ich im Farmers Markt am Weg noch die wichtigsten Einkäufe machen können.
So werde ich heute zum z’Nacht ein Schweinesteak mit Broccoli und Backofenkartoffeln machen.
Mittwoch, 22. März 2023
Heute geht es nach Lubbock zurück nach Texas. So habe ich nach dem Frühstück zuerst einen Besuch bei Albertson’s in Roswell gemacht, um noch die wichtigsten Einkäufe zu machen. Dann einen Besuch beim Post Office, um die nicht zurückgegebene Eintrittskarte von Silver City zurückzusenden.
Denn ging es los über kilometerlange Geraden durch sehr weite Ebenen – man hat das Gefühl die seien unendlich… - zuerst einmal bis nach Plains. Dort hat ein Schild «Museum» mich angesprochen und so habe ich versucht dieses Museum zu finden. Leider war alles verschlossen, so habe ich einen Besuch in der Bibliothek des Ortes gemacht, um zu wissen, wann das Museum geöffnet sei.
Eine nette jüngere Dame hat mir dann erklärt, dass sie mir das Museum zeigen könne und so ging es mit der Dame zum alten Yoakum County Courthouse, wo das Museum untergebracht ist.
Eine private Führung durch die Räume des Museums mit vielen Geschichten, welche der Dame bekannt waren und mit vielen Fragen, woher und wohin, war die Führung sehr aufschlussreich und gefiel mir sehr gut. Dass die Dame den Zahlencode für das Schloss an der Gefängnistüre nicht gekannt hat, war leicht zu verzeihen…
Zum Schluss habe ich eine Jahrhundert-Feier Broschüre über das Yoakum County als Geschenk mitnehmen können.
Dann bin ich noch einmal etwa einhundert Kilometer weitergefahren, bis ich im Lubbock RV Park eingetroffen bin und wieder einen guten Platz erhielt.
Nach einem kleinen Apero habe ich mir dann eine Pizza zum z’Nacht gemacht und zum Schluss «musste» ich noch mein Dessert auswählen…
Donnerstag, 23. März 2023
Heute ist Museumstag in Lubbock. Mit Uber bin ich in die Stadt gefahren und habe als Erstes das Buddy Holly Center besucht. Dort ist das kurze Leben des Charles Hardin Holley, wie Buddy Holly’s bürgerlicher Name war dargestellt. Buddy Holly war inspiriert von Elvis Presley und hat dann die Rock’n Roll Musik in den zwei Jahren seiner Musikkarriere entscheidend geprägt. Sogar die Beatles sollen durch ihn inspiriert worden sein – gemäss Aussage von Paul McCartney im Video über den Rock’n Roll Star. Leider war hier wieder einmal das Fotografieren verboten, so dass die Gitarre und andere interessante Gegenstände halt nur hier zu besichtigen sind.
Nach Buddy Holly fuhr ich dann zum American Windmill Museum. Eine grosse Ausstellung von den verschiedensten «Windmühlen». Von alten Wasserpumpen, über Mühlen bis hin zu den heutigen Windrädern zur Stromerzeugung wird alles dargestellt und erklärt. Besonders interessiert hat mich hier aber auch die Modelleisenbahnanlage, welche fast die ganze Länge der Halle eingenommen hat. Sehenswert war insbesondere die «Kehrtunnel», wo der Zug einen Höhenunterschied von etwa drei Metern überwindet und dann entlang der Wand rings um die Halle zu fahren. Die Spirale für den Abstieg war dann durch Wände verdeckt.
Dann gings in eine Halle mit Mühlesteinen und zu einem grossen Wandgemälde. Im Gift Shop hätte ich allerhand kaufen können. Glücklicherweise habe ich das aber dann sein lassen.
Von hier aus ging es weiter zu dem Ranching Heritage Center, welches ein Teil der Texas Tech Uni ist. Dort konnte ich mehrere Galerien über Gemälde von Ranches und den Arbeiten im Zusammenhang damit besichtigen. Ein Teil, der mir dann aber besser gefallen hat, waren die Ranch Häuser, welche im Aussengelände in einem Rundgang besichtigt werden konnten. Leider waren auch hier die interessantesten Bauten nicht innwendig zu besichtigen. Bei den meisten ist ein Gitter an der Türe, so dass man zwar hineinschauen kann, aber nicht hineingehen kann.
Neben dem Ranching Heritage Center ist auch das Museum der Texas Tech University untergebacht. So konnte ich dieses Mal ohne Taxi das nächste Museum besuchen. Auch hier grosse Galerien mit Gemälden, dann eine interessante Sammlung der im Llano Estacado, der riesigen Halbwüste im Norden von Texas vorkommenden Tiere. Auch einige Dinosaurier fehlten nicht.
Zum Schluss liess ich mich dann zum Silent Wings Museum im alten Flughafengebäude von Lubbock chauffieren. Das Silent Wings Museum zeigt die Geschichte der Segelflieger, welche vor allem im zweiten Weltkrieg grosse Mengen von Material, Waffen, Fahrzeugen und Leuten hinter die feindlichen Linien gebracht haben.
Müde vom vielen Herumlaufen ging es dann zurück zum Lubbock RV Park, wo es nach einem Apero und einem feinen «Restenachtessen» früh Feierabend gab.
Freitag, 24. März 2023
Heute geht es nach Abilene Texas. Das berühmtere Abilene am Ende des Chisholm Trail befindet sich in Kansas und ist fast tausend Kilometer nördlich von hier…
Nach den üblichen Arbeiten am Morgen ging es dann los, zuerst über weite Ebenen über Slaton, Southland nach Post – dort habe ich leider das Santa Fe Depot und das OS Ranch Museum verpasst -, dann weiter über Sweetwater und Merkel – gibt es sogar in Amerika – nach Abilene. Unterwegs habe ich sehr viele Windparks mit Windrädern zur Stromerzeugung gesehen.
In Abilene habe ich gestern einen Platz im KOA Kampground gebucht, so dass ich nicht suchen musste. Hier werde ich bis am Sonntag bleiben und morgen die Stadt Abilene anschauen gehen.
Am Nachmittag habe ich dann noch Wäsche gewaschen und zum z’Nacht gab es ein feines selbst gemachtes Chili con carne… - nach eigenem Rezept.
Samstag, 25. März 2023
Heute will ich die Downtown von Abilene besuchen. Mit Uber liess ich mich also zum Visitor Information Center fahren, habe dieses aber nicht gefunden und bin im Grace Museum, einem Kunstmuseum mit etwas Geschichte gelandet. Dort hat mir die Ausstellung über die Smith’s Station on the Butterfield am besten gefallen. Es geht dabei um eine Pferdewechselstation an der Butterfield Overland Mail Route von St. Louis und Memphis nach San Francisco. Diese transportierte die Post und Passagiere in der Zeit von 1858 bis 1861.
Dann bin ich zum ehemaligen Bahnhof dem T&P Depot gegangen und von dort zum Taylor County Courthouse. Dann ging es zu Frontier Texas, einem Museum über die Geschichte der Gegend. Dort haben mir vor allem die gezeigten Videos über die Gegend und ihre Bewohner – die Cowboys, die Indianer und die Bösewichte – gefallen. Hier bin ich wieder einmal den bösen Buben wie Wyatt Earp und Doc Holliday, Butch Cassidy, Billy the Kid und Pat Garrett begegnet.
Im Frontier Texas Info Center habe ich dann auch viele Informationen für den weiteren Verlauf der Reise erhalten.
Zum Schluss bin ich beim 12th Armored Division Memorial Museum gelandet, welches die Geschichte dieser Division im zweiten Weltkrieg zum Thema hat. Interessant aber eher bedrückend, was da aller gezeigt und erzählt wird. Auch hier habe ich wieder einmal festgestellt, wie wenig wir wirklich über den zweiten Weltkrieg in der Schule mitbekommen haben.
Nach einem kurzen Abstecher zum Paramount Theatre – einem alten Kino – liess ich mich dann wieder von Uber zum Campingplatz zurückbringen.
Nach dem Nachtessen habe ich dann versucht, ein paar Fotos vom Sonnenuntergang zu machen. Leider haben mir die Bäume und die Büsche dies fast verunmöglicht.
Sonntag, 26. März 2023
Nachdem ich mein Programm von Tag zu Tag wieder etwas verändert habe, geht es heute nach San Angelo, einer kleineren Stadt. Die Fahrt ging über Ballinger, wo ich meinen ersten Stopp einlegte und einen kleinen Spaziergang durch die Stadt machte. Das Runnels County Courthouse war auch hier ein recht eindrückliches Gebäude und auch das Ballinger Post Office war ein Foto wert.
Dann ging es weiter über Bronte nach San Angelo. Bei der City Hall von San Angelo habe ich das Fort Concho gesucht, aber nicht gefunden und so bin ich zum San Angelo State Park gefahren und habe dort nach einem Platz gefragt. Glücklicherweise waren da noch Plätze frei und so habe ich mein Chalet für zwanzig Dollar mit Strom und Wasser hier abstellen können.
Nach einem kleinen Apero bin ich noch zum See gewandert. Dieser hat aber zurzeit sehr wenig Wasser, die Boat Ramp ist sehr weit vom Wasser entfernt. Dann noch zum Eingangskiosk des Parkes, um den Pass für die Texas State Parks zu kaufen. Dann ging es via dem Wildlife Watching Trail – wo ich ein paar Aufnehmen von den dort herumfliegenden Vögeln machen konnte – zurück zum Chalet. Hier geniesse ich nun die Ruhe des State Parks, nachdem ich gestern direkt neben einem sehr viel befahrenen Highway geschlafen habe.
Montag, 27. März 2023
Ich hätte nie gedacht, dass ich an einem so ruhigen Ort sooo viel besser schlafen kann als in den RV-Parks mit den Highways, welche direkt daneben liegen und so ziemlich lärmig sind.
Heute Morgen bin ich dann zuerst zum Fort Concho gefahren, welches im Jahr 1867 gebaut wurde und in der Stadt San Angelo liegt. Dort habe ich die Baracken besucht, wo die Geschichte des Forts und dann auch die Geschichte der Buffalo-Soldiers – der schwarzen Armeeangehörigen – ausgestellt ist.
Die Regimenter der Buffalo Soldiers sind in den 1860er Jahren aufgestellt worden und haben bereits in den Kriegen gegen die Indianer, dann im Südstaaten-Konflikt ihre Einsätze gehabt.
Dann ging es auf nach Fredericksburg. Eine etwas über zweihundert Kilometer lange Fahrt durch Ebenen, dann wieder etwas auf und ab, teilweise durch scheinbar fruchtbare Gegenden und dann wieder durch Baum- und Buschland. Dabei haben am Wegesrand sehr viele blaue Blümchen geblüht – richtige Teppiche. Leider konnte ich nicht erkennen, um was für Blumen es sich dabei handelt. – 28.3. es sind kleine Lupinen….
In Fredericksburg habe ich zuerst das Visitor-Information Bureau besucht und habe dort erfahren, dass das National Museum of the Pacific War, Morgen geschlossen sei. So habe ich also dieses besucht und sehr viele Informationen zum zweiten Weltkrieg im Pazifik erhalten. Viele dieser Informationen kannte ich bereits von den geschauten Fernsehsendungen. Was mir hier vor allen wieder sehr gut gefallen hat, sind die Videopräsentationen gewesen. Einmal das Einführungsvideo, dann vor allem auch die Präsentation über den Angriff auf Pearl Harbour, mit vielen Spezialeffekten, so dass der Besuch fast das Gefühl hatte dabei zu sein. Nach über einer Stunde Museumsbesuch war dann Zeit einen Platz für die Nacht zu suchen. Als ich beim Fredericksburg RV Park angekommen bin, war dieser bereits geschlossen. In einem Fach konnte ich dann zwei Pläne mit freien Plätzen finden und habe dann die Nummer 3 besetzt.
Dienstag, 28. März 2023
Der heutige Morgen ist für Fredericksburg reserviert. Beim Visitor Information Center hat es einen grossen Parkplatz und von dort kann ich zu Fuss durch die Main Street gehen und den Ort besichtigen. Fredericksburg wurde von deutschen Auswanderern in den 1840er Jahren gegründet und ist stetig gewachsen. Heute ist die Main Street die Touristenattraktion mit der Vereinskirche beim Marktplatz – diese ist heute ein Teil des Museums – und mit vielen verschiedenen Schmuck-, Kleider- und Souvenirläden. Der Besuch im Pioneer Museum mit einem kurzen Einführungsvideo und dann die Ausstellung mit den Geschichten der Bewohner hat mir gut gefallen.
Am frühen Nachmittag habe ich mich dann auf den Weg gemacht, nach San Antonio, wo ich gestern einen Platz reserviert hatte. Als ich im Mission City RV Park angekommen bin, hat mir der freundliche Herr gesagt, meine Reservation sei für 28. April statt 28. März. Dennoch habe ich einen guten Platz erhalten und werden nun bis Samstag hierbleiben. San Antonio hat einiges zu bieten. Dazu will ich auch die Umgebung noch etwas erkunden.
Am späteren Nachmittag war es dann wieder einmal notwendig meine Brötli zu backen…
Mittwoch, 29. März 2023
Nach dem Morgenessen ging es heute mit dem San Antonio Bus in die Stadt. Der erste Halt war bei «The Alamo», der Kirche der früheren Mission San Antonio de Bexar. Diese hat traurige Berühmtheit erlangt als 1836 eine Handvoll Texaner sich dort gegen eine Übermacht von mexikanischen Soldaten gewehrt hat und dabei alle umgekommen sind. Diese Schlacht gehört zu den Gründungsgeschichten des Staates Texas. In späteren Schlachten hat dann Sam Houston gegen die Mexikaner gewonnen und dann die Republik Texas ausgerufen. Dies ist aber eine andere Geschichte…
Im Inneren der Kirche ist heute ausser den Räumen und ein paar Ausstellungsstücken nicht mehr viel zu sehen. Dafür ist der Park hinter der Kirche sehr schön und auch dort wurden in dem Audio-Guide interessante Informationen vermittelt.
Nach dem Besuch dieses geschichtsträchtigen Ortes bin ich dann durch die Stadt spaziert und habe als nächsten Stopp den Buckhorn Saloon (the oldest Saloon in Texas – 1881) besucht. Dort wird neben dem Restaurant ein interessantes Museum geführt, wo die weltgrösste Sammlung von Hörnern und Geweihen von den verschiedensten Tieren besichtigt werden kann. Ebenfalls dort untergebracht ist das Texas Ranger Museum. In diesem sind verschiedene Geschichten von bekannten und weniger bekannten Texas Rangern dargestellt. Eine der spannendsten davon ist sicher die von den Gangstern Bonnie und Clyde, die es wirklich gegeben hat. Ein eindrückliches Ausstellungsstück darüber ist das Auto, in dem die Beiden von den Polizisten in einem Kampf erschossen worden sind.
Nach all diesen Eindrücken habe ich dann das mexikanische Restaurant «Poblanos» besucht, um Durst und Hunger zu stillen. Die Fajitas waren sehr gut.
Von hier aus bin ich weitergegangen zu der San Fernando Cathedral, wo im Eingang die Gebeine der Helden der Schlacht um «the Alamo» liegen. Das Innere der Kirche ist auch eindrücklich, scheint doch der Altar vorne in der Kirche aus purem Gold zu bestehen.
Als Nächstes ist der «Spanish Governor’s Palace» an der Reihe gewesen. Dieser wurde 1722 angefangen und wurde 1749 und in den späten 1700er Jahren erweitert.
Nachdem der Palast über viele Jahr kommerziell genutzt worden ist, hat die Stadt San Antonio das Gebäude im Jahr 1929 gekauft und nach einigen Umbauarbeiten im 1930 als Museum eröffnet.
Weiter ist es dann zum Market Place gegangen. Dort ist ein Indoor-Markt mit sehr vielen Läden mit Souvenirs, Kleidern und allerhand «Kitsch». Hier bin ich nicht lange geblieben und bin dann dem River Walk entlang zu «La Vilita» - einem der ältesten Teile von San Antonio – spaziert. Auch dieses hat mich nicht sehr beeindruckt und darum ging es weiter zu dem «Tower of Americas». Dem zweithöchsten Aussichtsturm in den USA nach dem Strat von Las Vegas.
Die Fahrt mit dem Lift nach oben, mit Aussicht auf die Umgebung ist schon eindrücklich. Auch der Rundgang oben im Turm hat mir sehr gut gefallen, trotz des «schlechten» Wetters. Es war bedeckt und die Weitsicht war leider nicht optimal. Als ich wieder unten angekommen bin, habe ich festgestellt, dass eine «4D Show» auch im Preis inbegriffen ist. So habe ich die Vorstellung der «Skies over Texas» mit eindrücklichen Bildern der texanischen Landschaften besucht. Ein tolles Erlebnis, aber nicht zu vergleichen mit dem «Fly over Canada» in Vancouver.
Nun hatte ich genug San Antonio gesehen liess mich dann von einer sehr gesprächigen und sympathischen Uber-Fahrerin zum Chalet zurückbringen.
Donnerstag, 30. März 2023
Heute Morgen geht’s als Erstes mit Uber zum Internationalen Flughafen von San Antonio, wo ich bei Avis ein Auto gemietet habe. So bin ich dann mit dem «goldbraunen» Subaru Crosstreck mit Florida Kennzeichen auf gegen New Braunfels gefahren. Dort angekommen, habe ich im Visitor Information Center versuche herauszufinden, was bei diesem Wetter – es fiel ein starker Nieselregen – in New Braunfels unternommen werden könne. Leider sind die beiden dort anwesenden Damen entweder nicht im Bilde oder nicht interessiert gewesen, mir entsprechende Auskünfte zu geben. Mit ein paar Prospekten und einem Stadtplan bin ich dann selber auf die Suche gegangen. Gefunden habe ich das Railroad Museum, welches aber erst am Mittag geöffnet wurde und dann die SophieNBurg, ein Museum über die Geschichte des Ortes, welches mir dann recht gut gefallen hat.
Beim Zurückgehen zum Auto hätte dann das Railroad Museum offen gehabe, aber da ich bereits von aussen vieles gesehen hatte, verzichtete ich auf dieses.
Dann ging es weiter in Richtung des Lindon B. Johnson-State-Parks und der National Historic Site. Als ich fast dort war, hat ein Schild darauf hingewiesen, dass in 12 Meilen sich die Headquarters der National Historic Site befinden. So bin ich, anstatt dem Navi zu folgen dem Schild gefolgt und fand dann auch das Visitor Center in Johnson City. Dort befindet sich das Haus, wo Johnson aufgewachsen ist.
Dann wurde ich wieder zurückgeschickt, wo das Navi hinwollte, und habe dort im Lindon B. Johnson State Park Visitor Center das (gratis) Ticket erhalten für die Self-guided Auto Tour.
Diese führte vorbei an dem kleinen Schulhaus, in dem Johnson seine ersten Schuljahre verbracht hat, dann zum Haus, wo er 1908 geboren wurde, weiter durch die Weiden mit Hereford Rindern, bis ich dann zum Hangar und dem Flugzeugunterstand beim Haupthaus gelangt bin. Dort ist das Nationalpark Visitor Center und sind einige interessant Dokumente und Geschichten geboten worden. Das stattliche Ranchhaus der Johnson’s konnte leider nicht besucht werden, da gerade Renovationen vorbereitet werden. So gab es halt nur ein paar Fotos von aussen und von der Umgebung. Die Aussicht vom Wohnhaus auf den Pedernales River gefällt mir gut.
Von hier ging es dann direkt zurück zum Chalet im Mission City RV Park in San Antonio, wo ich erst etwa um halb sieben Uhr angekommen bin.
So habe ich das Nachtessen erst fast um acht Uhr genossen und bin jetzt noch fit genug, diese Zeilen zu schreiben.
Leider ist hier das Wifi wieder einmal so «Sch…..», dass ich im Moment keine Fotos hochladen kann, diese folgen später…
Freitag, 31. März 2023
Wow, heute ist schon der letzte Tag im März. Heute will ich noch einmal von meinem Mietauto profitieren und mit diesem zuerst nach San Marcos fahren. Dort ist eine grosse Outlet Mall, welche ich zuerst besuchen will. Leider habe ich dort weder Lewis noch Sketchers gefunden. So bin ich dort ein wenig den Columbia Shop durchstöbert, bin bei Thomy Hilfiger gewesen, habe aber dort nichts gefunden, das mich angesprochen hätte. So bin ich nach diesem Rundgang zum Commemorative Air Force Texas Wing Museum gefahren und bin dort die Flugzeuge anschauen gegangen. Nachdem ich kurz dort war, ist eine Gruppe von Leuten bei mir angelangt und der Sprecher fragte mich, ob ich an der Führung teilnehmen möchte. Da ich nichts Besseres vorhatte, bin ich den Ausführungen des Museumsführers für über eine Stunde gefolgt und habe so sehr viel über die Flugzeuge des zweiten Weltkrieges erfahren. Draussen waren sie am Vorbereiten einer alten Maschine, mit welcher sie fliegen wollten. Leider sah es nicht so aus, als dass in der nächsten Zeit etwas geschehen würde und so bin ich, ohne den Start dieses alten Fliegers mitverfolgen zu können, weitergefahren zum LBJ-Museum von San Marcos. Das Museum zeigt einige interessante Geschichten zu dem Leben des Lindon B. Johnson, welcher als Student in San Marcos war. Zudem wurden ein paar interessante Storys über die Präsidentengattin erzählt.
Zum Schluss meines heutigen Tages musste ich noch Luckenbach Texas gesehen haben. So bin ich die fast einhundert Kilometer dorthin gefahren. Als ich dort angekommen bin, war ich zuerst ziemlich enttäuscht. Luckenbach ist ein Ort mit ein paar Häuser, davon das Postbüro, der Luckenbach General Store – heute ein Souvenirshop – und die Luckenbach Dancehall.
Luckenbach ist nie mehr gewesen. Der ganze Ort gehörte einer ehemals Deuschen Familie Engel, die das Ganze dann an ein paar «Träumer» verkauft hat. Diese haben den Ort dann erhalten und eine Country Grösse hat dort ein Album produziert. Dann ist in den 1970er Jahren ein Countrysong «Luckenbach – Texas» produziert worden, welcher ein Hit wurde. So ist der Ort berühmt geworden. Heute werden dort – in der Dancehall – fast wöchentlich Partys und andere Veranstaltungen durchgeführt. Luckenbach lebt ausschliesslich von den Touristen.
Von hier ist es dann zurück nach San Antonio gegangen, wo ich mir einige «Boneless Chicken Wings» zum z’Nacht gegönnt habe. Dann habe ich noch das Mietauto zurückgebracht. So kann ich mich am Morgen in aller Ruhe bereit machen und dann in Richtung Laredo – zurück an den Rio Grande del Norte – auf den Weg machen.
Samstag, 1. April 2023
Es ist kein Aprilscherz – heute fahre ich an die mexikanische Grenze bei Laredo. Ich will einmal am Rio Grande stehen können. So habe ich heute Morgen zuerst wieder einmal abwaschen müssen – und das von den drei Tagen, die ich in San Antonio verbracht habe – und bin dann etwa um halb elf Uhr auf den Interstate Highway 35 gefahren, welcher mich nach Laredo gebracht hat. Der Zwischenhalt beim Texas Welcome Center kurz davor hat sich wieder einmal gelohnt. Die junge Dame hat mir einen Plan von Laredo gegeben und mir empfohlen, beim Lake Casa Blanca State Park zu übernachten. So bin ich als Erstes zu dem State Park gefahren und musste dort eine halbe Stunde warten, bis das Office seine Türen geöffnet hat. Dann habe ich einen guten «pull-thru» Platz erhalten und konnte nach der Besichtigung des Platzes meinen Weg nach Laredo fortsetzen. Dort bin ich auf den Parkplatz des Laredo Outlet Centers gefahren. Diese Mall liegt direkt am Rio Grande und so konnte ich vom Parkplatz aus kurz zum Fluss hinuntergehen und dort ein paar Fotos machen. Dann ging ich noch kurz in die Mall, um zu sehen, ob ich etwas finde. Zwei Paar Jeans für knapp über einhundert Dollars und einen Tommy Hilfiger Pulli für zweiunddreissig Dollar. Preise von denen wir in der Schweiz nur träumen können…
Da es schon späterer Nachmittag war, habe ich entschieden, direkt zum State Park zurückzufahren und Laredo – die Downtown und allfällige Museen – Morgen zu besichtigen.
Zum zNacht habe ich mir ein in Speck gewickeltes Rindsfilet (ca. 200 g) – für dreieinhalb Dollar gekauft – mit grünem Salat, Gurken- und Tomatensalat und ein paar Pommes Chips gegönnt.
Am Abend bin ich dann noch zum See spaziert. Leider war ich für den Sonnenuntergang fast zu spät – trotzdem habe ich noch ein paar Fotos schiessen können…
Nicht auf Website:
Heute Abend bin ich relativ spät zum Camper zurückgekommen – trotz «watch for snakes». Es war schon ziemlich dunkel und ich konnte die Nummern der Campgrounds nicht lesen. Zuerst bin ich auf der falschen Seite in die Reihe gegangen und habe so meinen Camper eine Weile gesucht. Irgendwo habe ich dann sogar ein katzenähnliches Ding gesehen, welches eher scheu zu sein schien. Leider war das Licht zu wenig, um es richtig zu erkennen. Es könnte wirklich eine Katze gewesen sein – etwas gross und so weit von den Häuser weg??? –, es wäre aber auch möglich, dass es ein Luchs gewesen ist. Einen Puma schliesse ich eher aus, da mir das Biest zu klein und zu scheu schien. (Tage später habe ich erfahren, dass dies sehr wahrscheinlich ein Ozelot war - sehr scheu und sehr selten zu sehen!)
Sonntag, 2. April 2023
Heute Morgen war ich entschlossen, in Laredo zuerst einen kurzen Stadtrundgang zu machen. Da die Museen hier Sonntag und Montag geschlossen sind, musste das reichen. Leider stellte sich das schwieriger heraus, als ich angenommen hatte. Die Parkplätze in der Downtown sind Mangelware und das Visitor Information Center ist «permanently closed» und dort sind auch keine Parkplätze vorhanden. So habe ich die Stadt verlassen und mich auf den Weg nach Kingsville, zuerst zum King Ranch Museum und dann zum King Ranch Visitor Center gemacht. Leider waren auch diese am Sonntag geschlossen. So bin ich etwas frustriert bis nach Corpus Christi durchgefahren, wo ich im Hatch RV Park in der Nähe der Stadt einen Platz, zu einem anständigen Preis, erhalten habe.
Montag, 3. April 2023
Hier in Corpus Christi liegt die USS Lexington, ein Flugzeugträger aus dem zweiten Weltkrieg, vor Anker und kann als Museum besichtigt werden. Also bin ich am Morgen mit Uber an den Hafen gefahren und begab mich dann auf den Flugzeugträger. Dort gibt es fünf verschiedene Rundgänge, die gemacht werden können. Zuerst habe ich einmal den Hangar für die Flugzeuge im Bug des Schiffes erwandert. Dort gab es ein paar Flugzeuge und ein riesiges Modell der South Dakota – ein anderes Kriegsschiff – zu bewundern. Dann habe ich alle die fünf Rundgänge gemacht und mir jeden Winkel des Trägers angeschaut. Eindruck gemacht hat das Deck mit den Start- und Landepisten, dann vor allem auch die Kommandobrücke, von wo aus man einen guten Überblick über das Schiff hat. Eindrücklich waren auch die Videos und die Ausstellungen zu verschiedenen Ereignissen und über andere Schiffe. So ist die Zeit wie im Fluge vergangen und als ich nach etwa drei Stunden wieder draussen war, musste ich mir überlegen, was ich als nächstes machen wolle. Das Aquarium war am Naheliegendsten, etwa dreihundert Meter von Flugzeugträger entfernt. So wanderte ich dorthin und zahlte den Preis von fast vierzig Dollar für den Eintritt. Gefallen hat mir dort vor allem die Ausstellung über den Golf von Mexico mit seinen Bewohnern. Aber auch die verschiedenen Tiere der Karibik waren sehr interessant. Nach dem 4-D Film über die Haie habe ich noch die letzten Teile der Delfinshow mitverfolgen können und bin zufälligerweise noch zu anderen Tieren gestossen. Der Weiher mit den Alligatoren und ein Gehege mit zwei Ozelots waren wiederum neu für mich. Leider sind die Ozelots sehr scheu und sind nur sehr kurz nach draussen gekommen. Trotzdem hat es für ein tolles Foto gereicht.
Als ich einen Uber bestellen wollte, ist gerade ein Corpus Christi Bus vorgefahren. Auf die Frage, ob dieser in die Downtown fahre, erhielt ich den Bescheid, das Downtown Transit Center sei das Ziel des Busses. So bin ich für fünfundzwanzig Cents in die Downtown gefahren und von dort dann etwa eine halbe Stunde zu Fuss zurück zum Campingplatz und dem Chalet marschiert.
Dienstag, 4. April 2023
Heute Morgen war es in Corpus Christi bedeckt und windig, aber sehr warm. Nach dem Morgenessen und den üblichen Aufräumarbeiten bin ich dann zuerst zu einem H-E-B Laden, das sind die texanischen Food-Stores wie andernorts der Safeway und habe dort ein paar wichtige Sachen eingekauft, wie Orangenjus, Cranberry Jus, Kartoffeln…
Dann ging es weiter bis kurz vor der Brücke, wo ich eine Tankstelle fand, da mein Tank fast leer war. Nachdem ich über einhundertfünfzig Liter Benzin getankt hatte, ging es weiter.
Zuerst über eine kilometerlange Brücke hinüber nach Portland und von dort aus nordwärts bis nach Goliad, wo ich beim Denkmal für General Ignacio Zaragoza meinen ersten Halt machte. Dieser ist in Goliad in der Nähe des Presidio la Bahia einem spanischen Fort im Jahr 1829 geboren worden. Am 5. Mai 1862 kämpfte er mit seinen paar mexikanischen Soldaten gegen eine Übermacht an Franzosen – welche damals die beste Armee der Welt gewesen sein soll – und hat die Schlacht gewonnen. Zum Gedenken an diesen Kampf wird in Mexiko jährlich der «Cinco die Mayo» gefeiert.
Dann besuchte ich auch das Geburtshaus des Generals und den danebenliegenden Presidio la Bahia. Eine interessante Festung mit einer Kappelle und einer dramatischen Geschichte um die Schlacht der Texaner gegen die Mexikaner. Die Texaner haben die Schlacht verloren und sind zu hunderten auf Befehl eines wütenden General Antonio Lopez de Santa Anna, welcher Präsident Mexicos war, hingerichtet worden.
Dann bin ich noch zu der nicht weit vom Presidio la Bahia entfernten Mission Espiritu Santo gefahren und konnte diese, dank meines State Park Passes gratis besichtigen.
Im Ort selber bin ich per Zufall an das Goliad County Courthaus gefahren. Wieder einmal ein eindrückliches Bauwerk.
Dann bin ich durchgefahren bis zum Victoria RV Park, wo ich mir einen Platz aussuchen konnte. Pull-thru für einunddreissig Dollar mit allen Anschlüssen…
Mittwoch, 5. April 2023
Nach einer sehr warmen Nacht, die Temperatur war heute morgen immer noch etwa 25 Grad, bin ich heute Morgen aufgebrochen, um zuerst einmal den Victoria Farmers Market zu besuchen. Ein Markt mit drei Marktständen, einer mit ein paar Blumen und mit eingemachten Gurken, dann einer mit xxx und der dritte hatte Mini-Cookies im Angebot. So brauchte ich hier nicht sehr lange und konnte dann weiter zum Victoria County Courthouse, ein bemerkenswertes Gebäude, wo ich ein paar Fotos schoss. Als letzte Station in Victoria war das Museum of the Coastal Bend, welches über die Geschichte der Region von der Frühzeit bis heute berichtete.
Dann ging es weiter nach Cuero, wo ich zuerst wieder das DeWitt County Courthouse fand und fotografierte und dann das Chisholm Trail Museum. Ein Museum über den Trail, auf dem tausende von Rindern von Texas nach Norden zu den Verladebahnhöfen in St. Louis, Kansas City, Abilene, Dodge City und anderen weniger bekannten Orten getrieben wurden. Auch hier war wiederum das Video über den ersten Trail ein Highlight des Besuches.
Von Cuero aus ging es dann in einem Zuge hinaus nach Austin, der Hauptstadt von Texas, wo ich im East Austin KOA gestern meinen Platz reserviert hatte – wie gewohnt zu einem recht hohen Preis… (gestern in Victoria 31 Dollar – heute 80 Dollar – eben KOA, immer teuer aber dafür sehr gepflegt).
Donnerstag, 6. April 2023
Heute Morgen bin ich nicht früh aufgestanden. Erstens war es kalt wie schon lange nicht mehr und dann hat es stark geregnet. Gegen halb zehn Uhr habe ich dann mein Morgenessen vorbereitet und genossen und dann habe ich noch einmal ein paar Fotos von den letzten Tagen heraufgeladen. Zudem war mich wichtig, einem meiner Grosskinder zum heutigen Geburtstag zu gratulieren. Nach der Wetterprognose sollte der Regen nach dem Mittag etwas nachlassen. So beschloss ich, mich parat zu machen und habe dann einen Uber bestellt, um zum Texas State Capitol zu gelangen. Nach einer Eingangskontrolle wie an einem Flughafen konnte ich mich im Gebäude frei bewegen. Hier hatte es sehr viele Besucher, was ich mir in diesen Gebäuden sonst eher nicht gewohnt war. Per Zufall bin ich auf die Galerie des Sitzungssaales des Senats gelangt. Dort wurde ich von einem Aufpasser höflich angewiesen, Platz zu nehmen. So bin ich einen Moment dort gesessen und habe den Voten der Senatoren zugehört. Leider habe ich davon recht wenig verstanden, da diese einerseits zu schnell gesprochen haben, andererseits ist die Tonqualität dort oben eher schlecht, da mir eine Angestellte später erzählte, dass auch sie die Voten nicht verstanden hätte…
Nachdem ich das Gebäude schon ziemlich weitgehend angeschaut hatte, bin ich bei einer Tafel mit Informationen gestanden und habe diese gelesen. Neben wir war eine Dame, die dasselbe tat. Dann hat sie mich gefragt, woher ich denn komme, und so sind wir ins Gespräch gekommen. Sie hat mir dann erzählt, dass Sie hier während der Session arbeite und hat mir angeboten, mir noch die «Untergründe» mit der Verbindung zu den neueren Teilen des Capitols zu zeigen. So bin ich mir ihr dann hinunter bis zum zweiten Untergeschoss, wo Bilder der Renovation des Gebäudes und Büsten von verschiedenen wichtigen Persönlichkeiten von Texas zu bewundern waren. Unter anderem war auch George Bush sen. dabei.
Auf Empfehlung dieser Dame bin ich dann als nächstes in das Bob Bullock State History Museum gegangen. Dieses war nur etwa einen Kilometer von Capitol entfernt.
Dort wird die Geschichte von Texas von der Frühzeit bis in die Gegenwart aufgezeigt. Auch hier haben mir die gezeigten Videos, unter anderem über die Arbeit der Cowboys und die Cowboys in den Hollywood Filmen, sehr gut gefallen. Auch eine Präsentation von diversen Musikkünstlern wie Jonny Cash, Dolly Parton und weitern war unterhaltend…
Nach dem Besuch dieses Museums bin ich dann wiederum mit Uber zurück zum Campground gefahren, wo es – kaum war ich im Chalet angekommen – wieder in Strömen zu regnen angefangen hat. Zudem ist es immer noch sehr kalt (etwa 15 Grad).
Freitag, 7. April 2023 – Karfreitag
Auch heute Morgen hat es in Strömen geregnet. So habe ich auf einen weiteren Besuch in der Stadt Austin verzichtet und bin direkt in Richtung Columbus aufgebrochen.
Unterwegs hat es nach etwa der Hälfte der Strecke etwas aufgehellt und fast aufgehört zu regnen und ich hatte leise Hoffnung, dass es dann in Columbus besser sein würde. Leider wurde meine Hoffnung enttäuscht, denn schon ein paar Minuten später hat es wieder wie aus Kübeln gegossen. In Columbus angekommen, bin ich zuerst einen Einkauf machen gegangen und habe dann das Columbus County Courthouse gesucht. Wieder ein recht eindrücklicher Bau. Leider hat der Ort aber sonst nicht sehr viel zu bieten. Das Santa-Claus-Museum habe ich ausgelassen – ich habe zweimal das Santa Claus House in North Pole gesehen…
Dann bin ich um etwa zwei Uhr nachmittags zu dem Columbus RV Park gefahren und erhielt dort meinen Platz. Den Nachmittag habe ich mit Planen, Schreiben und dann mit Spielen verbracht.
Samstag, 8. April 2023
Gestern Abend hat es glücklicherweise aufgehört zu regnen. So war berechtigte Hoffnung, dass ich heute bei trockenem Wetter nach Houston fahren kann. Also ging es heute Morgen los, zuerst in Richtung Norden, da ich in Burton das Texas Cotton Gin Museum anschauen wollte.
Kurz vor elf Uhr bin ich dann dort eingetroffen. Karfreitag und Samstag geschlossen… aber die Türe war offen und es war jemand da. So bin ich die Dame fragen gegangen, was denn eine Cotton Gin sei. Diese erklärte mir, dass es sich dabei um eine Maschine handelt, die die Baumwolle von den Samen trennt und dann werde die Baumwolle zu Ballen gepresst. Als ich ihr sagte, dass ich von Columbus den Umweg über Burton gemacht habe, um das Museum zu sehen, freute sich die Dame so sehr, dass sie mir das Museum zeigte und dann sogar ein Video, welches die Arbeit in der «Cotton Gin» zeigt. Dann hat sie mir auch noch eine Broschüre von Burton geschenkt, in der die Geschichte dieser Anlage beschrieben ist. Mehr als zufrieden habe ich mich dann auf den Weg nach Houston gemacht. Den zweiten Zwischenhalt gab es dann in den Houston Premium Outlets. Dort kaufte ich mir zwei Tommy Hifiger Pullovers für knapp siebzig Dollars und Lewis Jeans, welche pro Paar auch gerade mal fünfundfünfzig Dollar gekostet haben.
Dann bin ich auf den Trader Village RV Park gefahren. Dort hoffte ich, als erstes meinen Gastank wieder auffüllen zu können. Leider war dem nicht so und die haben mich zu U-Haul geschickt. Leider hat mir die Dame im Office eine falsche Adresse angegeben, so dass ich drei Anläufe brauchte, bis ich den richtigen Ort gefunden hatte. Nun wieder mit allem Notwendigen ausgerüstet konnte es zurück auf den Campingplatz gehen. Dort wurde zuerst Teig gemacht und während diese aufgegangen ist, habe ich den Flohmarkt im Traders Village besucht. Eindrücklich, war hier alles angeboten wird…
Vor dem Nachtessen habe ich dann noch die Brötli gebacken.
Heute ist das Wetter wieder viel besser geblieben. Am Morgen bedeckt und kühl, aber trocken, am Nachmittag in Houston war es schon wieder angenehm war und sogar die Sonne hat ab und zu durchgedrückt.
Sonntag, 9. April 2023
Nun ist Houston auf dem Programm. Um neun Uhr konnte ich bei Dollar Rental Cars beim George Bush Intercontinental Airport meinen Chevrolet Malibu abholen. Der Flughafen ist riesig – schon das Finden des Vermietbüros war ein Abenteuer. Doch dank meinem Uber Fahrer ging alles gut. Dann habe ich Galveston im Navi eingegeben. Rund 100 Kilometer südwärts hat mir dieses angegeben. Trotzdem habe ich mich auf den Weg gemacht, über die Stadtautobahnen, welche auf 60 Meilen beschränkt sind. Wenn ich die Geschwindigkeitslimiten eingehalten habe, sind mir die anderen Autos rechts und links vorgefahren. Trotzdem wollte ich kein Risiko eingehen und habe die Anderen fahren lassen…
Nach gut einer Stunde bin ich beim Railroad Museum in Galveston eingetroffen. Schon das Parkieren dort kostet für einen Tag – kürzere Dauer gibt es nicht – zwanzig Dollar. Dann bin ich in das Museum gegangen. Dort war ich eher etwas enttäuscht über die gebotenen Ausstellungsstücke…
Nach dem Railroad Museum bin ich zum Kreuzfahrthafen gewandert und habe dort ein paar Fotos von der Ruby Princess gemacht. Dann dem Hafen entlang und bis zum Seaport Museum, mit einem schönen grossen Segelschiff. Dieses habe ich aber ausgelassen, da der Besuch des Segelschiffes scheinbar zurzeit nicht möglich ist. So bin dann an ein weiteres Museum gelangt, die Oelbohr Plattform Ocean Star. So etwas habe ich noch nie gesehen und der Besuch war seine acht Dollar längsten wert. Viele Informationen und interessante Ausstellungsstücke…
Und von der Plattform aus hatte ich noch eine bessere Aussicht auf die beiden Kreuzfahrtschiffe – die Ruby Princess und die Allure of the Seas, welche in Galveston vor Anker lagen.
Nach diesem Besuch bin ich noch ein wenig durch die Stadt spaziert und hatte dann genug Galveston gesehen. So habe ich den Campingplatz im Navi eingegeben und bin wieder über einhundert Kilometer nordwärts gefahren – mit einem kurzen Abstecher weg von der Autobahn in Richtung «Lonestar Flight Museum», dessen Hinweisschild ich am Highway gesehen hatte. Leider war dieses dann nicht mehr angeschrieben, so dass ich entschieden habe, dieses nicht weiter zu suchen.
So ging es dann weiter zurück zu meinem Chalet, wo es heute etwas früher ein feines z’Nacht gab.
Montag, 10. April 2023
Heute ist Ostermontag, aber das interessiert hier nicht viele Leute… Die meisten Museen und anderen Attraktionen sind geöffnet. So bin ich kurz vor zehn Uhr abgefahren, um das Nasa Space Museum zu besuchen. Wieder eine Strecke von über achtzig Kilometern. Dort stand als Erstes die Boeing 747, mit dem Space Shuttle darauf. Dann ging es zur Kasse und ins Museum. Eine sehr informative und gut organisierte Ausstellung über die Raumfahrt. Mit vielen Informationen zu den Raummissionen, zu Apollo und all den anderen fliegenden Objekten. In der Astronautengalerie sind alle Fotos der bisherigen Astronauten aufgehängt.
In einem Video wurde das «James Webb Space Telescope» vorgestellt. Eindrückliche Bilder über den Start und den Einsatz des Teleskopes; dann auch sehr interessante Bilder, welche von den Kameras und den Computern des Teleskopes zur Erde gesandt worden sind.
Besonders gut gefallen hat mir der Besuch in der Boeing 747 und im darauf montierten Space Shuttle «Independence». Erstaunlich, was alles in diesen beiden Fluggeräten Platz gefunden hat.
Als ich dann genug Nasa gesehen hatte, habe ich dem Navi das Battleship Texas eingegeben. Dort befindet sich auch die San Jacinto Battleground State Historic Site. So ging es zuerst zum Monument des Schlachtfeldes… am 21. April 1836 hat hier der General Sam Houston mit seiner etwa 800 Mann starken texanischen Armee eine mexikanische Armee von etwa 1400 Mann unter General Antonio López de Santa Anna vernichtend geschlagen. Die Schlacht soll etwa 18 Minuten gedauert haben und unter den Texanern soll es nur etwa neun Tote gegeben haben…
Heute steht dort ein Monument – eine Siegessäule von fast 175 Metern Höhe. Darin untergebracht ist ein kleines Museum und in die Säule hinauf führt ein Lift. Leider war das alles heut geschlossen…
Dann habe ich mich auf die Suche des Schiffes Texas gemacht, obwohl im Internet gestanden hat «vorübergehend geschlossen». Leider stand da nicht, dass das Schiff sich gar nicht an seinem Ankerplatz befindet. So konnte ich dieses nicht einmal von aussen besichtigen.
Von hier aus bin ich dann wieder über recht viel befahrene Stadtautobahnen zurück zum Chalet gefahren.
Dienstag, 11. April 2023
Mein letzter Tag in Houston. So geht es zuerst zum Museum der Heritage Society at Sam Houston Park. Das Museum ist klein und hat neben ein paar tollen Bildern über den Begründer des Goodnight-Loving Trail Charles Goodnight, bei welchen die Geschichte dazu im Detail beschrieben war. Dann konnte ich die Gebäude im Sam Houston Park von aussen besichtigen. Eine Führung durch die Gebäude wird nur von Mittwoch bis Samstag angeboten. Nach einem längeren Spaziergang durch die Downtown von Houston, vorbei an der City Hall, dem Federal Court House und bis zum Downtown Aquarium, machte ich mich auf die Suche nach dem Buffalo Soldiers National Museum. Dort fand ich zwar eine offene Türe, dahinter aber kein Museum. Ich habe bei der falschen Türe gesucht…
Als ich dann den richtigen Eingang gefunden hatte, konnte ich die Geschichte der African American Soldiers verfolgen. Ein gut gemachtes Video machte den Anfang, dann ging es durch die Ausstellungsstücke und auch hier wurden ein paar interessante Geschichten über einzelne Personen beschrieben. Nachdem nun schon kurz nach Mittag war, suchte ich eine Möglichkeit noch etwas Ausserordentliches zu besuchen…
Das habe ich dann im National Museum of Funeral History gefunden. Ein Museum, welches die Riten und Gebräuche von verschiedenen Kulturen bei Begräbnissen zeigt. Besonders interessant fand ich die Bilder und Geschichten zu den Bestattungen der ehemaligen und den im Amt verstorbenen Präsidenten. Dabei waren unter anderen Abraham Lincoln, Theodore Roosevelt, George Bush und Ronald Reagan…
Dann hatte ich genug Museen gesehen und genug Stadtautobahnen gefahren und habe das Mietauto am Flughafen zurückgebracht. Das Areal des Flughafens hier ist riesig. Die Fahrt mit dem Bus zurück von der Mietwagenstation zum Terminal C dauerte gute zehn Minuten. Auf der Rückfahrt mit meinem Uberfahrer hat dieser mir seine halbe Lebensgeschichte erzählt – das war zwar interessant, aber auch anstrengend.
Mittwoch, 12. April 2023
Beim ersten Versuch heute Morgen zu duschen habe ich nur kaltes Wasser gehabt. Dabei hatte ich vergessen, den Schalter für den Boiler umzulegen – es war mein Fehler…
Mittwoch, 12. April 2023
Nachdem ich gestern Abend den Abwasch gemacht hatte, ging es heute Morgen mit wenig Aufwand, um bereit zu sein, für die Fahrt von Houston nach Waco. Als erstes Zwischenziel habe ich College Station eingegeben, denn dort befinden sich die George H.W. Bush Library und Museum. Nachdem ich Houston verlassen hatte, hat auch der Verkehr etwas abgenommen. So ging es recht entspannt über einen zuerst mehrspurigen, dann zweispurigen Freeway – das sind hier die Autobahnen – bis ich beim Museum angekommen bin. Dort streikte zwar das Kassensystem und bar bezahlen konnte man auch nicht, aber die Dame am Empfang hat meine Daten aufgenommen und so werden die paar Dollar für den Besuch wohl in der nächsten Zeit abgebucht. Das Museum hat mir sehr gut gefallen. In einem Teil des Museums wurde das Leben des Nelson Mandela gewürdigt. In den anderen Teilen des Museums geht es um George H.W. Bush. Es gibt einige Aspekte aus dem Leben des George H. W. Bush, welche ich bis heute nicht gekannt hatte. Zuerst war er als sehr junger Militärpilot in den Pazifikschlachten im Einsatz auf der USS San Jacinto. Bei einem Einsatz, bei welchem seine Maschine getroffen wurde und er sich mit dem Fallschirm retten musste, wurde er von einem amerikanischen U-Boot aus dem Meer gefischt. Eindrücklich ist auch seine Karriere bei Ölbohrfirmen und später als Politiker.
Seine Frau Barbara hat Bush vor seiner Militärkarriere kennengelernt. Zusammen hatten die Beiden fünf Kinder, vier Söhne und eine Tochter, die im Alter von vier Jahren an Leukämie gestorben ist.
Im Museum ist auch ein Mauerstück der Berliner Mauer ausgestellt - siehe Foto...
Nach dem Museumsbesuch bin ich dann nach Hearne weitergefahren. Dort war das Hearne Railroad Depot Museum und das Camp Hearne – ein Kriegsgefangenenlager – auf dem Programm. Als ich aber gesehen habe, dass das Museum nur sehr klein ist, habe ich auf einen Besuch verzichtet und bin direkt bis Waco und dem Flat Creek Farms RV Resort weitergefahren. Da das Office des Parks nicht offen war musste ich per Telefon meinen Platz organisieren. Dies finde ich eher mühsam, aber am Schluss hat es dann doch geklappt…
Donnerstag, 13. April 2023
Bereits kurz nach neun Uhr habe ich meinen Uber für die Fahrt zur Texas Ranger
Hall of Fame und Museum bestellt. So war ich früh bei dem Visitor Information Center, wo ich von einer hübschen jungen Frau die benötigten Auskünfte für meine Tag hier in Waco erhielt. Da das Museum bereits um neun Uhr geöffnet hat, konnte ich auch dort sofort hineingehen. Ein interessante Sammlung von Geschichten über die Arbeit der Texas Rangers und über einzelne Personen. Leider hätte ich für das Video fast eine halbe Stunden warten müssen und so bin ich halt zuerst an den Brazos River hinuntergegangen und dann in die Downtown gewandert. Dort habe ich zuerst in die Läden der Magnolia Mall in alten Silos hineingeschaut und bin dann den Getränkehersteller Dr. Peppers bzw. dessen Museum besuchen gegangen. Zum Abschluss gab es dort eine Becher des Getränks zum Probieren. Ich fand dieses nicht schlecht, aber ich bin auch nicht Fan davon. Vielleicht werde ich bei meinem nächsten Besuch in den Staaten ab und zu einen Dr. Peppers mit anderem Geschmack versuchen.
Nach diesem Museum bin ich wiederum zu Fuss zur City Hall und dann zum McLennan County Courthouse gegangen.
Von dort liess ich mich dann wieder mit Uber zurück zum Flat Creek Farms RV Park fahren, wo ich zuerst meine Wäsche besorgen musste, dann die Betten anziehen und den Camper putzen musste. Morgen soll ja alles bereit und einigermassen sauber sein, wenn mein Bruder und seine Frau ankommen.
Freitag, 14. April 2023
Das Erste, was ich heute Morgen erhalten habe, war ein WhatsApp mit der Mitteilung, dass die Beiden den Flug von Frankfurt nach Dallas verpasst haben. Ihr Flug werde über Washington gehen und sie würden heute Abend kurz vor neun Uhr in Dallas landen. Das hat mir Zeit gegeben, zuerst nach Grapevine zu fahren auf den The Vineyards Campground und dort dann das Mietauto abzuholen und zum Schluss dann noch das Chalet zu putzen… Als ich etwa halb zwei Uhr beim Campground angekommen bin, wurde ich willkommen geheissen, auch wenn die Check-in Zeit erst um 14.00 Uhr beginnt und ich konnte meinen Platz beziehen. Dann mit Uber zur Budget Autovermietung in Grapevine – die BilligerMietwagen.de App hat mir immer den Dallas Love Field angegeben und so habe ich halt in Grapevine gesucht und auch gefunden.
Scheinbar habe ich die Buchung bereits ab gestern gemacht, trotzdem habe ich einen grossen weissen Toyota Sienna erhalten und konnte mit diesem zurück zum Campground fahren.
Dort noch etwas fertig aufräumen und dann putzen – zuerst mit dem Staubsauger und dann mit dem feuchten Swiffer-Tuch den ganzen Boden reinigen. Glücklicherweise habe ich den Gefrierschrank bereits gestern Abend abgetaut…
Danach ging es zu Walmart für einen kleinen Einkauf – ich hatte keine Eier mehr fürs Frühstück, keinen Orangenjus mehr und Halb-Halb ist mir auch ausgegangen – das ist ein Halbrahm fürs z’Morge-Kaffee…
Etwa um 19.45 Uhr werde ich hier abfahren um zum Dallas/Fort Worth International Airport zu fahren und dort in der Handy-Wartezone warten, bis die Beiden mich anrufen, dass sie am Herauskommen seien.
P.S. der Flughafen Dallas/Fort Worth war viel weniger kompliziert als ich befürchtet hatte. Fahren ins Parkhaus und dann zum Terminal E gehen, dort das E9 suchen, welches ich aber nicht gefunden habe, jedoch Walter und Therese habe ich im Gate E5 sofort gefunden.
Samstag, 15. April 2023
Nach einem ersten gemeinsamen Frühstück ging es heute morgen als Erstes nach Dallas zur Nespresso Boutique. Diese befindet sich in einer Mall zusammen mit Gucci, Dolce & Cabana, Louis Vuitton und weiteren Nobelmarken. Dort konnten wir uns mit Nespresso Kapseln eindecken.
Dann fuhren wir weiter zur George Bush presidential Library and Museum. Dort lernten wir vieles über den jüngeren der beiden Präsidenten Bush. In dessen Zeit fiel unter anderem die Ereignisse des 9-11 mit dem Einsturz der beiden Twin Towers. Auch die Kriege in Irak und in Afghanistan begannen in der Zeit von George W. Bush.
Interessant waren auch die Videos die zu besichtigen waren. Im Museum wurde auch eine Replika des Oval Office aus der Zeit der Präsidentschaft von George W. Bush.
Als nächstes besuchten wir dann das 6th Floor Museum, welches am Ort der Ermordung von Präsident John F. Kennedy errichtet wurde. Aus dem 6. Stock des Gebäudes wurden die Schüsse auf den Präsidenten abgegeben. Eindrücklich, wie auch viele Jahre später noch Theorien über die Hintergründe der Ermordung spekuliert wurde.
Von hier aus sind wir dann zu Fuss zum Reunion Tower spaziert. Dieses führte uns vorbei an dem «Old Red» dem alten Courthouse von Dallas. Vom Reunion Tower aus hatten wir eine tolle Aussicht auf die Downtown Dallas. Beim Rückweg – wiederum der Strasse entlang – stellen wir bei der Union Station fest, dass dort eine Unterführung unter den Bahngeleisen hindurch direkt zum Turm gewesen wäre. Auch die Halle des Bahnhofes haben wir erkundet und dabei gelernt, dass ein Personenzug von Chicago über Saint Louis, Dallas nach Westen bis nach Los Angeles fährt. Dann hatten wir genug Dallas gesehen und sind zurück nach Gapevine gefahren.
Bei Bartley’s BBQ in Grapevine haben wir dann ein sehr feines two Meet Plate oder ein ½ Rack Rip Plate genossen.
Sonntag, 16. April 2023
Heute ist mein letzter ganzer Tag vor der Heimreise. Am Morgen sind wir nach dem Frühstück zuerst nach Fort Worth zu den Stockyards gefahren, wo wir die Cowboy Hall of Fame besucht haben. Um halb zwölf war dann «Cattle Drive»; eine Vorführung von ein paar Longhorn’s welche durch die Strasse geführt wurden. Die Longhorns waren zwar interessant, die Anzahl hat mich aber etwas enttäuscht – eine Herde stelle ich mir etwas grösser vor…
Dann ein Spaziergang durch die Umgebung der Stockyards, wo viele Läden und Restaurants zu finden waren.
Die Lederwaren dort hätten uns teilweise ganz gut gefallen – für mich waren sie aber «out of my budget».
Dann haben wir die Ausstellung über John Wayne besucht. Eine grandiose Ausstellung über den einmaligen Schauspieler, welcher in seiner Karriere sehr viele Rollen als Westernheld gespielt hat.
Im 1970 hat er sogar einen Oscar erhalten, welcher ihm von Barbara Streysand übergeben worden ist.
Auch die Informationen zum Privatleben von Marion Robert Morrison, welcher am 26. Mai 1907 geboren wurde, waren sehr interessant. Nachdem er angefangen hat, bei den Filmstudios mitzuarbeiten, wurde er 1930 als unerfahrener Schaupieler im Film The big Trail eingesetzt und erhielt dort den Künstlernamen John Wayne unter welchem er dann sein Leben lang aufgetreten ist und mit dem er seine grosse Berühmtheit erlangt hat.
Nach diesen vielen Eindrücken sind wir dann mit einem Umweg über den Walmart in Grapevine zurück zum Camper gefahren, wo wir nach einem Apéro ein feines z’Nacht genossen haben.
Dann ist das e-mail gekommen, welches mich aufgefordert hat, für meinen morgigen Flug das Check-in zu machen, glücklicherweise hat das sehr gut geklappt. Hoffentlich passt Morgen auch alles so gut…
Montag, 17. April 2023 / Dienstag 18. April 2023
Heute ist Abflug...
Nach dem Morgenessen mussten Walter und Therese noch den Wassertank auffüllen, dann waren sie bereit zum abfahren. So haben wir uns kurz nach zehn Uhr voneinander verabschiedet. Sie sind mit dem Camper gegen Osten gefahren und ich bin mit dem Mietauto zuerst in die Main Street von Grapevine gefahren und konnte dort den Bahnhof und die Vintage Railroad - einen älteren Zug - und das Visitors Information Center besuchen. Dort hatte es eine Modelleisenbahn-Anlage, die mir sehr gut gefallen hat. Auf Knopfdruck sind die Züge sogar gefahren...
So ist eine gewisse Zeit verstrichen, bevor ich dann kurz vor Mittag das Mietauto zu Budget zurückgebracht habe. Dann ging es mit Uber zum Flughafen in den Terminal D, wo ich ohne Probleme durch Zoll und Kontrolle gekommen bin und dann hiess es noch einige Zeit Warten.
Kurz nach vier Uhr ist dann unser Airbus A 330-300 von der Lufthansa in Richtung Frankfurt gestartet. Nach einem feinen Nachtessen versuchte ich ein wenig zu dösen. Schlafen war bei dem ständigen Betrieb um einen herum nicht möglich...
Nach einem ruhigen Flug sind wir dann am Dienstag Morgen pünktlich in Frankfurt gelandet. Dort musste ich einreisen - in den Schengenraum - und nach etwa einer Stunde laufen und anstehen und durch die Kontrollen gehen war ich dann wieder am Gate, wo ich wiederum warten musste, bis mein Lufthansa Flug nach Zürich bereit war. Das Boarding war dann aber recht schnell beendet und nach ein paar Minuten warten im Flugzeug konnten wir los. Beim Starten und bei der Landung in Zürich hat es etwas gerüttelt, da wir durch eine Wolkendecke hindurch mussten. Aber auch in Zürich waren wir pünktlich und so konnte ich - hier ohne Kontrollen - direkt zum Ausgang, wo Dominic und Jemina auf mich gewartet haben.
Nach einem kurzen Besuch bei Dominic und Familie bin ich dann gegen Abend zu Hause in Melchnau angekommen. Ein paar Einkäufe in meinen Favoriten - Käserei und Hofladen - gab es noch ein kleines Nachtessen...
Wieder zurück:
Atlanta
Mittwoch, 10. Mai 2023
Donnerstag, 11. Mai 2023
Bereits am Mittwoch Abend ist es wieder los gegangen. Mit dem Zug zum Flughafen und dann meine erste Übernachtung im Capsule Hotel. Eine neue Erfahrung in einem 2 m2 grossen und etwa 1.20 hohen Raum zu schlafen. Habe trotzdem gut geschlafen und bin zwei Minuten vor dem Wecker erwacht.
Dann Sicherheits Kontrolle und etwas Warten. Der Flug nach Frankfurt begann pünktlich und dauerte etwas mehr als eine halbe Stunde.
Auch in Frankfurt ist alles perfekt gelaufen und so hatte ich hier etwas mehr als eine Stunde zu warten. In ein paar Minuten wird das Boarding beginnen und dann gehts über den grossen Teich nach Atlanta… später mehr…
Auch der Flug nach Atlanta mit dem Eurowings Airbus A330-300 klappte bestens und war wiederum angenehm ruhig. Nach der Landung in. Atlanta ging es mit dem Shuttle Bus zu den Autovermietungen. Bei Thrifty war eine sehr lange Kolonne von Wartenden, die ihr Auto in Empfang nehmen wollten. So habe ich fast zwei Stunden dort gewartet, bis ich endlich an der Reihe war. Zu allem Überfluss waren auch die Full-Size Cars ausgebucht, so dass ich ein Upgrade machen musste. Und der Gipfel der Frechheit war, dass ich dafür noch zu zahlen hatte...
Mit viel Verspätung bin ich dann in Sweetwater Creek RV Reserve, in Austell, angekommen. Dort wurde ich von Walter und Therese empfangen und mit Apero und Nachtessen verwöhnt.
Die erste Nacht wieder im Camper habe ich sehr gut und lange genug geschlafen...
Freitag, 12. Mai 2023
Heute Morgen haben wir uns entschlossen, zuerst das World of Coca Cola Museum zu besuchen. So sind wir mit unserem Mietauto nach Atlanta gefahren und konnten dort in dem Museum die tollsten Werbeveranstaltungen für Coca Cola geniessen. Sehr interessant war auch der Tasting-Room, wo die verschiedenen Geschmäcker getestet werden konnten. Für den ganzen Rundgang durch all die Abteilungen der World of Coca Cola brauchten wir dann auch einige Zeit. So blieb uns dann für den Besuch des Georgia State Capitols nicht mehr so viel Zeit, so dass es nur noch für einen kurzen Rundgang durch die drei Etagen reichte. Dann mussten wir zum Auto zurück, da wir für heute Abend bei einem Schulkollegen von Therese, welcher das Schweizerische Konsulat in Atlanta leitet, eingeladen waren. Also ging es zurück zum Camper für ein wenig frisch machen und umziehen. Dann sind wir an die angegebene Adresse gefahren. Bereits auf dem Weg dorthin haben wir diverse grosse und auch schöne Villen bewundert. Dann konnten wir auf dem «private Driveway» parkieren und wurden herzlich empfangen. Das Abendessen war Spitzenklasse und wir genossen die Gastfreundschaft des Kollegen und seiner Frau sehr. Es war bereits fast Mitternacht, als wir dann wieder beim Camper ankamen.
Samstag, 13. Mai 2023
Heute ist der Besuch des Atlanta Heritage Center auf dem Programm. Auch heute haben wir den gesuchten Ort, dank unserer Navigationshilfen, sehr gut gefunden. Das Heritage Center hat verschiedene interessante Ausstellungen über die Geschichte von Atlanta, über den Bürgerkrieg – auch das Cyclorama, ein Rundgemälde mit Vordergrund handelt davon.
Weiter haben wir die Swan Villa und auch die Smith Farm besucht. Die Swan Villa hat mir sehr gut gefallen, trotzdem möchte ich nicht in solche einem Haus leben…
Nach dem Heritage Center sind wir dann müde genug gewesen, um den Rest des Nachmittages und des Abends im und beim Camper zu verbringen. Dazu haben wir ein feines Aperitiv genossen und uns von Walter mit einem sehr feinen Stück Fleisch, zu welchem Therese Kartoffeln und Salat kredenzte.
So sind die beiden gemeinsamen Tage sehr schnell vorbei gewesen.
Sonntag, 14. Mai 2023
Heute hiess es für Walter und Therese packen und dann bereit machen für den Rückflug. So sind wir mit Mietauto und Camper zu einem Walmart in der Nähe des Flughafens gefahren, wo wir dann umgeladen haben. Von hier aus ging es mit dem Mietauto zum International Terminal, wo ich die beiden Heimreisenden mit ihrem Gepäck ausgeladen habe und dann zu der Mietauto Rückgabe. Diese klappte wiederum ganz gut und so bin ich – mit Uber – schon kurze Zeit später beim Camper und dem Walmart zurück gewesen. Dort machte ich zuerst einen Grosseinkauf, damit ich wieder alles was ich benötige (und mehr) hatte. Nach dem Verstauen im Kühlschrank und dem Getränkeschrank ging es dann weiter bis zum KOA Campground in Montgomery. Nach einem feinen Nachtessen gab es dort recht früh Feierabend.
Montag, 15. Mai 2023
Heute will ich das Alabama State Capitol in Montgomery besuchen. Bis dorthin habe ich aber noch fast 20 km zu fahren. Leider sind auch hier die Möglichkeiten zum parkieren sehr beschränkt, so dass ich wieder Stadtauswärts fuhr und dann beim Montgomery Walmart parkierte. Dann ging es mit Uber zurück zum Capitol. Hier wartete wie gewohnt eine kleine Sicherheitskontrolle, dann konnte ich mich frei im Gebäude bewegen. Wiederum sind viele Daten über den Amerikanischen Bürgerkrieg hier zu lesen und zu lernen. Interessant fand ich, dass an meinem Geburtstag vor 91 Jahren die Confederate States of America proklamiert wurden.
Nach dem Besuch des Capitos bin ich dann per Zufall an das First White House of the Confederacy gekommen und habe dort die Gemächer des Präsidenten Jefferson Davis und seiner Familie besichtigen können.
Auf dem Rückweg habe ich dann noch das Visitor Center besucht, wo ich von einer netten Dame empfangen wurde, die mir meine Fragen und mehr beantwortete.
Dann ist es wiederum mit Uber zurück zum Camper gegangen Von dort aus bin ich nach Tuskegee, dem Ausbildungsort der ersten schwarzen Militärpiloten, gefahren.
Hier habe ich zwar den Moton Field Municipal Airport gefunden. Leider waren aber die Museumsgebäude, welche durch die Nationalparkbehörden betreut werden, geschlossen. So habe ich halt nur den Ort, nicht aber die Geschichte der Piloten kennen gelernt…
Dann ging es weiter, zurück nach Georgia, zum Lake Pines Campground in der Nähe von Columbus, wo ich sehr freundlich empfangen wurde.
Dienstag, 16. Mai 2023
Heute Morgen war es bedeckt und warm. So bin ich nach dem Morgenessen zuerst zu dem National Civil War Naval Museum at Port Columbus gefahren und habe mich dort über die «See- und Flussschlachten» im Bürgerkrieg informieren lassen. Am Anfang hatte die Seeblockade der gesamten Küste der Konföderierten Staaten nicht eine sehr grosse Wirkung, da der Union die Schiffe zur Überwachung fehlten. Später wurden Schiffe gebaut und die Union hat bis 75 % aller versuchten Durchbrüche von Handelsschiffen der Konföderierten abgefangen…
Leider waren in dem Museum nur noch die Überreste der grossen Schlachtschiffe der Konföderierten zu bewundern. Die mussten aber als ganzen noch sehr viel interessanter ausgesehen haben.
Nach diesem Besuch ging es weiter zum National Infanterie Museum and Soldier Center. Ein eindrückliches und eher bedrückendes Museum. Einerseits wegen der vielen Gefallenen, andererseits wegen der sehr echt wirkenden Kulissen. Im Schützengraben des ersten Weltkrieges ist es mir kalt über den Rücken gelaufen mit dem Donnern der Kanonen und den Schüssen, die ständig präsent waren.
Aber auch die anderen Einsätze der Infanterie in allen Kriegen waren sehr eindrücklich und stimmen nachdenklich…
Nach diesen beiden Museen hatte ich genug Columbus – das Visitor Center lag am anderen Ende der Stadt im Norden und ich habe es ausgelassen – und so ging es weiter in Richtung Florida und Tallahassee.
Hier versuchte ich einen ersten Campground zu erhalten und mir wurde beschieden, dass hier nur mit Monney Order oder Check bezahlt werden könne. Da ich beides nicht habe, musste ich einen nächsten Platz suchen. Dort erhielt ich neben einem guten Platz auch noch die Mitgliedschaft bei Passport America, was mir einen Rabatt von 50 % einbrachte. So habe ich bereits heute eine Ersparnis von über zwanzig Dollar machen können…
Mittwoch, 17. Mai 2023
Tallahassee ist die Hauptstadt von Florida. So ist heute auch hier unter anderem das Florida State Capitol auf meinem Besuchsprogramm. Am Vormittag liess ich mich von Uber nach Downtown bringen. Von zwei freundlichen Polizeibeamten des Capitols liess ich mich dann zum Besuchereingang führen. Dann durch die Sicherheitskontrollen und nun konnte ich mich einigermassen frei im Gebäude bewegen. Infolge Bauarbeiten waren einige Bereiche nicht besuchbar, unter anderem auch der Viewing Desk im 22. Stockwerk…
So musste ich mit Senatssaal, Repräsentantenhaus und ein paar weiteren Einblicken zufriedengeben.
Dann ging ich hinüber in das Old Florida Capitol Museum. Ein altehrwürdiger Bau mit vielen interessanten Geschichten über den Staat Florida. Nach dem Bau des neuen Capitol Buildings sollte das alte Gebäude abgerissen werden, aber die Bevölkerung von Florida im Allgemeinen und die von Tallahassee im Besonderen haben sich heftig gewehrt. So wurde nun das Old State Capitol Building in den Zustand von 1902 zurückversetzt und als Museum geführt.
Von hier aus wollte ich zu Fuss zum Museum of Florida History. Leider war dieses wegen Bauarbeiten geschlossen und so ging ich weiter und wollte den Old Town Cemetery besuchen. Leider hat es in der Zwischenzeit angefangen wie aus Kübeln zu regnen und so wartete ich eine Weile in einem Restaurant. Als ich meine Cola bezahlen wollte, sagte mir die freundliche Serviceangestellte – it’s free – ich habe mich bedankt und ihr dafür ein kleines Trinkgeld gegeben.
Danach ging ich zum Old Town Cemetery, wo aber wiederum Bauarbeiten im Gange waren, so dass ich auch hier auf den Besuch verzichtete.
Mit einem Uber liess ich mich dann wieder zum Campingplatz zurückbringen, und beschloss den «freien» Nachmittag zu benutzen um endlich wieder frisch Brötchen zu backen.
Neben dem Backen und etwas Vorbereitung für die nächsten Tage hatte ich noch Zeit für ein paar Computerspiele. Zum Nachtessen habe ich mir dann ein Rindsfiletstück mit Spargeln und Pommes Chips gemacht.
Dann noch den Abwasch erledigen und nun kann ich noch ein wenig den Abend geniessen…
Donnerstag, 18. Mai 2023
Heute Morgen habe ich länger geschlafen als auch schon. Ich bin erst gegen acht Uhr erwacht und dann die üblichen Morgenrituale mit Duschen, Frühstück und Abwasch…
Danach habe ich mich entschlossen, nicht nach Miramar Beach zu fahren, sondern so weit wie möglich gegen Mobile AL zu kommen.
So bin ich über die Interstate 10 von Tallahassee bis in die Nähe von Crestview gefahren, wo ich an der Autobahn eine Werbung für das Air Force Armament Museum entdeckte. So fuhr ich dann südwärts, bis ich das Museum gefunden hatte.
Ein interessantes Museum über Flugzeuge der Air Force und deren Bewaffnung mit MG’s Kanonen, Bomben aller Art, bis hin zu Fat Man, welchem ich schon im Museum in Los Alamos begegnet bin. Fat Man war die Atombombe, die über der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen wurde.
Von hier aus bin ich dann dem Golf von Mexico entlang gefahren bis Navarre, von wo aus es wieder auf die Interstate 10 ging, um nach Pensacola zu kommen. Dort habe ich im Pensacola RV Park einen guten Platz zu einem fairen Preis erhalten.
Freitag, 19 Mai 2023
Als ich gestern mein Besuchsprogramm für Pensacola vorbereiten wollte, stellte ich fest, dass die zu besuchenden Orte – National Naval Aviation Museum, Fort Barrancas und Pensacola Lighthouse - alle im Gelände der NAS (Naval Air Station) Pensacola lagen. Die Bedingungen für einen Besuch waren im Internet aufgelistet und ich konnte die nicht erfüllen. So habe ich wohl oder übel darauf verzichten müssen und bin etwas frustriert weiter gegen Westen gefahren. In Mobile AL habe ich dann das Museum of Mobile und dann das Fort Condé besucht. Als ich das USS Alabama Battleship besuchen wollte, hat mich das Navi durch einen Tunnel führen wollen, der für meinen Camper zu wenig hoch war. So bin ich anstatt in den Tunnel, neben dem durch gefahren. Dann habe ich endlich ein US-Post Office gefunden um die am letzten Samstag geschriebene Karte für unsere Gastgeber vom Freitagabend aufgeben können.
Da in Mobile schwierig war mit dem Camper zu parkieren und herumzufahren, entschied ich mich nach Biloxi MS weiterzufahren und dort mindestens das Haus Beauvoir – das Heim des einzigen Südstaatenpräsidenten Jefferson Davis – zu besuchen. In Biloxi habe ich zuerst beim Boomtown Casino RV Park bleiben wollen. Dort war aber kein Office und ich hätte per Telefon verhandeln müssen. So bin ich eben zum Cajun RV Park weitergefahren. Dort habe ich einen tollen Platz erhalten. Von hier aus konnte ich zu Fuss zur Villa Beauvoir laufen. Als ich dort eintraf, hat mir die Empfangsdame beschieden, dass die letzte Führung durch das Wohnhaus Davis vor ein paar Minuten erst begonnen habe. So konnte ich mich dann den drei anderen Leuten anschliessen und versuchen etwas von dem vielen, das der Führer erzählt hat, mitzubekommen. Leider hat dieser aber einen so schwierigen Slang gehabt, dass ich nur wenig verstanden habe. Als ich ihm das sagte, war er nicht erstaunt, da auch seine Freundin aus Kalifornien Mühe habe, ihn zu verstehen…
Für den Rückweg zum Campingplatz habe ich mir dann einen Uber bestellt.
Dann noch Wäsche waschen und trockenen, ein leichtes Nachtessen machen und geniessen und dann konnte ich meinen Rest des Abends bei laufender Klimaanlage geniessen. Draussen ist immer noch mehr als 30 Grad warm…
Samstag, 20. Mai 2023
Heute fahre ich nach New Orleans. Für die etwa zweiundachtzig Meilen brauche ich nur etwas mehr als eine Stunde. So konnte ich gemütlich Morgenessen, dann alles zur Abfahrt bereit machen, noch Wasser auffüllen und dann etwas nach zehn Uhr ging es los in Richtung Westen. Bei der Einfahrt in den Staat Louisiana habe ich einen Halt beim Louisiana Welcome und Information Center gemacht. Dort habe ich viele nützliche Informationen zu New Orleans erhalten.
Kurz vor New Orleans fährt man über die Internate 10 über eine kilometerlange Brücke über den Lake Pontchartrain; sehr eindrücklich...
Dann bin ich etwa um halb ein Uhr im New Orleans RV Park und Marina angekommen und habe meinen Platz beziehen können.
Kurz darauf habe ich mir einen Uber bestellt und bin zum New Orleans Jazz Museum in der alten US Mint – der Münzstätte – gefahren. Das Jazz Museum hat mich nicht wirklich überzeugt, sind doch sehr wenige Sachen über Louis Armstrong und weitere Grössen vorhanden. Die Leute die dort vorgestellt worden sind, habe ich nicht gekannt…
Dann bin ich durch den French Market gelaufen, einen Marktplatz mit sehr vielem Krimskrams und Souvenirs.
Da es viel zu heiss ist um lange draussen zu bleiben, bin ich noch die beiden Museen Cabildo (Geschichts- und Kunstmuseum) und Presbythère (das Mardy-Gras Museum) besuchen gegangen. In den klimatisierten Räumen hier war es dann eher zu kühl…
Nach diesen beiden Museen hatte ich für heute genug French Quarter und bin wiederum mit Uber zum Campingplatz zurückgefahren.
Mit Apéro, Nachtessen, Dessert und dem Schreiben der «Memoiren» ist die Zeit recht schnell vorbeigegangen.
Sonntag, 21. Mai 2023
Trotz der grossen Wärme (ca. 24 Grad) habe ich die letzte Nacht sehr gut geschlafen und bin heute Morgen erst gegen sechs Uhr erwacht.
Um etwa acht Uhr bin ich dann aufgestanden und habe ein feines Frühstück mit Schinken und Ei, Butter Konfi, Kaffee und selbst gebackenen Brötli genossen.
Etwas nach zehn Uhr bin ich dann mit Uber in die Stadt gefahren und wollte dort den First Town Cemetery besuchen – ein Tipp im Reiseführer…
Als ich im Tourist Information Center gefragt habe, hat mir die nette Dame beschieden, dass der Friedhof nur mit einer geführten Tour von zirka 45 Minuten besucht werden könne. So habe ich eben darauf verzichtet und bin durch die Strassen des French Quarter spaziert. Dabei bin ich an dem Pharmacy Museum vorbeigekommen; diese war wegen einer privaten Veranstaltung heute geschlossen. Dann zum State Courthouse und zur Kathedrale St. Louis. Die war gestern durch eine Veranstaltung besetzt und konnte daher nicht besichtigt werden. Heute war es nicht besser, da gerade die Messe abgehalten wurde… so gegen 12 Uhr sei die Messe vorbei und dann könne die Kathedrale besichtig werden…
Also bin ich an den Mississippi River spaziert und habe dort einige Fotos geschossen… zum Glück war gerade Zeit für die Abfahrt der City of New Orleans, einem Raddampfer. So konnte ich auch von dem ein paar Fotos machen. Sogar einen Street Car – ein Tram – habe ich gesehen und fotografieren können. Die gehören wie die Cable Cars in San Francisco zum Nationalen Erbe…
Dann war Zeit zur Kathedrale zurück zu gehen. Nun war ein Besuch endlich möglich. Ein eindrücklicher Bau aus dem Jahr 1794, zwar immer wieder renoviert und erweitert, aber die Grundstrukturen sind erhalten.
Nach diesem altehrwürdigen Bauwerk habe ich ein weiteres Bauwerk aus dem Jahr 1850 besucht. Ein weiterer Teil des Louisiana State Museum im Lower Pontalba Building. Auch dieser Besuch hat mir sehr gut gefallen, konnte ich doch dort sehen, wie die reichen Leute von New Orleans gelebt haben müssen…
Nach dem vielen Hin und Her hatte ich genug gesehen – weitere interessante Museen und Sehenswürdigkeiten waren am Sonntag geschlossen – und so ging ich dann wiederum mit Uber zurück zum Campground.
Dort habe ich den Rest des Nachmittages genossen, bevor ich mir ein feines Kotelett mit grünen Bohnen und Kartoffeln zum Nachtessen machte, begleitet von einem guten Glas Rotwein.
Montag, 22. Mai 2023
Nach den üblichen Morgenroutinen ging es heute etwas nach zehn Uhr los, in Richtung Baton Rouge, der Hauptstadt von Louisiana. Unterwegs habe ich vorgesehen zwei Zuckerrohrplantagen – bzw. deren «Überreste» zu besuchen. Nach etwas mehr als einer Stunde bin ich bei der Laura Plantation angekommen. Dort wurde mir beschieden, dass man nur mit einer Führung das Herrschaftshaus sehen könne. Da ich hier nicht so viel Zeit investieren wollte, habe ich darauf verzichtet und habe mit dem «Museum» vorliebgenommen. Das Museum waren zwei Räume mit vielen Geschichten von Kauf und Verkauf von Sklaven - zwar interessant, aber ich hatte mehr erwartet…
Dann fuhr ich weiter zu dem Houmas House, Historic Estate and Gardens. Auch Houmas House kann nur mit einer Führung besichtigt werden. So habe ich hier halt die Führung und das Great River Road Museum zusammen gebucht – für fast sechzig Dollar…
Das Museum hier war eindrücklich mit vielen Informationen über die verschiedenen Plantagen entlang des Mississippi River; viele davon Zuckerrohrplantagen, einige Baumwollplantagen.
Auch über den Sezessionskrieg waren verschiedene Informationen vorhanden.
Dann ging es zum Herrschaftshaus. Das Land um Houmas House wurde im Jahr 1774 von einem Franzosen und einem Iren von den Houmas Indianern erworben. Gemäss unserer Führerin haben diese Beiden einen florierenden Handelsposten errichtet und auch die Zuckerrohrplantage angefangen.
Durch die zwei ursprünglichen Eigentümer wurde auch ein kleineres Haus erreichtet. Dieses wurde dann 1840 in der heutigen Form angebaut und in mehreren Etappen erweitert. Die Fassade sei aber seit 1840 unverändert. Sehenswert ist auch die Gartenanlage hinter dem Haus mit fliessendem Wasser und einem erhöhten Pavillon.
Durch den Gift-Shop ging es dann wieder hinaus und mit einem Zwischenhalt bei Walmart – um meine Getränkevorräte wieder aufzufüllen – weiter nach Denham Springs, wo ich im Baton Rouge KOA einen Platz reserviert hatte.
Dienstag, 23. Mai 2023
Der heutige Tag ist für ein paar Besuche in Baton Rouge reserviert. Zuerst liess ich mich von einem etwas speziellen Uber Fahrer – fuhr zu schnell, zu nahe auf und das Auto klopfte beim Bremsen – zum State Capitol bringen. Dort wurde der übliche Sicherheitscheck vorgenommen und dann durfte ich das Gebäude anschauen. Interessant waren die Räume des Senates und des Repräsentantenhauses, die Eingangshalle und dann vor allem die Aussichtsplattform im 27. Stock des Gebäudes. Von dort hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und auf den Mississippi River…
Das Gebäude wurde in den 1930er Jahren – während der grossen Depression – durch den damaligen Gouverneur Huey Long initiiert. Seiner Überzeugungskraft ist zu verdanken, dass alle Instanzen zugestimmt haben.
Der Bau wurde im März 1932 vollendet, vierzehn Monate nach Baubeginn. Das Gebäude ist 34 Stockwerke und rund 137 m hoch und ist das höchste Capitolgebäude in ganz Amerika. Um das Capitol herum sind sehr schön gestaltete Parkanlagen.
Eine überlebensgrosse Statue des Huey Long, welcher im Jahr 1935 unter mysteriösen Umständen im Capitol ermordet wurde, steht vor dem Capitol.
Nach diesem Besuch bin ich ins Louisiana State Museum gegangen und habe mir dort die Geschichte des Staates Louisiana angeschaut, mit Themen wie Kriege – u.a. gegen die Briten und der Sezessionskrieg – dann Plantagen, Musik mit Louis Armstrong, Fats Domino und vielen weiteren Künstlern und zum Schluss die Mardi Gras Ausstellung.
Zu Fuss bin ich dann die etwa ein Kilometer lange Strecke durch die Downtown gegangen um zum Old State Capitol zu gelangen.
Dieses ist ein schöner alter Bau. Eine junge Dame empfing mich dort und wollte wissen, woher ich komme. Als ich ihr antwortete aus der Schweiz, wurde sie neugierig und wollte wissen, was ich denn in Baton Rouge mache…
So erzählte ich ihr, dass ich von Atlanta her über Montgomery und Tallahasse nach New Orleans gereist sei und nun von dort herkomme; dann würde ich weiterreisen über diverse Hauptstädte bis zur kalifornischen Pazifikküste – ihre Bemerkung – dann hast du ja viel mehr von meinem Land gesehen als ich – kommt mir bekannt vor…
Dann besichtigte ich das Gebäude und die Ausstellungen darin. Auch hier habe ich wieder einen fotogenen Treppenaufgang gefunden…
Zum Abschluss bin ich dann nochmals bis zum neuen State Capitol gegangen um dort einen Uber zu bestellen. Unterwegs habe ich noch zwei alte Kirchengebäude gesehen. Das eine war geschlossen. Die St. Josephs Cathedral konnte ich von innen anschauen und war beeindruckt von der Schlichtheit des Innenraums und von den sehr schönen Fenstern. Dann liess ich mich von einer Fahrerin – in einem Fahrzeug ohne Lärm und in normalem Tempo – zum Baton Rouge KOA zurückbringen.
Mittwoch, 24. Mai 2023
Bei nur etwa 22 Grad war es schon beim Erwachen recht angenehm. Ich hatte wieder sehr gut geschlafen, trotz der Wärme. So konnte ich mich nur vorbereiten auf einen weiteren Tag mit weiter Fahrt und interessanten Orten. Nachdem alles verstaut war, ging es etwas vor zehn Uhr los in Richtung Natchez. Der Ort ist bekannt für seine vielen Antebellum Villen und bietet auch sonst einiges Sehenswertes. Unterwegs hielt ich Ausschau nach weiteren Sehenswürdigkeiten – bei der Myrtles Plantation bin ich aber dann doch vorbeigefahren, da ich annahm, dass dies etwa ähnliches sei wie das vorgestern besichtigte Houmas House…
So bin ich kurz vor Mittag in Natchez angekommen und habe zuerst im Zentrum des Ortes angehalten. Auf einem Spaziergang habe ich dann verschiedene Kirchen und weitere besondere Gebäude des Ortes gesehen und fotografieren können. Die St. Josephs Basilika hatte wiederum ein eher schlichtes Interieur (was mir aber sehr gut gefällt) und dafür sehr schöne bemalte Glasfenster. Da dort die Messe gleich beginnen sollte, konnte ich mich hier nicht zu lange aufhalten und bin dann weitergegangen. Im Umkreis von ein paar hundert Metern habe ich dann noch die Synagoge, die First Baptist Church und die First Presbyterian Church gefunden. Auch die City Hall, das Gebäude des Council Chamber und das United States Courthouse habe ich von aussen besichtigt.
Da es mir zu weit war zum Laufen, bin ich dann zum Visitor Center von Natchez gefahren. Dort wurde ich zuerst von einem Nationalpark Ranger empfangen, welcher mir das Fort Rosalie anpries und weitere Informationen gab. Dann habe ich noch mit einer Dame des örtlichen Tourist Information Centers geplaudert und auch von dieser viel nützliche Informationen erhalten – bis hinauf nach Jackson – der Hauptstadt von Mississippi…
Danach bin ich zu Fuss in den Ort zurückgelaufen und habe die spärlichen Überreste des Fort Rosalie sehen können. Im Gift Shop des Rosalie Hauses habe ich die Dame gefragt, ob das House Rosalie nach Houmas House etwas Neues und Interessanteres bieten könne… Diese hat mir dann bestätigt, dass hier etwas ähnliches zu sehen wäre. So habe ich auf die Führung verzichtet und habe das Haus nur von aussen fotografiert. Dafür bin ich noch ein wenig weiter in den Ort hinein gegangen und habe neben einer tolen Aussicht über den mighty Mississippi noch die Roth Hill Road gefunden… ich hätte gerne gewusst, woher die diesen Namen hatten…
Nachdem ich genug gesehen hatte, bin ich zum Visitor Information Center zurückgegangen und dann weitergefahren nach Jackson. Dort wollte ich im «Le Fleur’s Bluff» Statepark übernachten. Leider war dort ein Schild «no vacancies», so dass ich mir einen neuen Platz suchen musste. Im Springridge RV Park habe ich dann – trotzdem das Office bereits geschlossen hatte – einen guten Platz gefunden.
Dann war bereits Zeit für einen kleinen Apéro, dann Nachtessen mit Chili con Carne und zum Dessert habe ich mir ein mit Grand-Marnier flambiertes Apfeldessert – nach eigenem Rezept gemacht. Sehr süss aber sehr fein…
Donnerstag, 25. Mai 2023
Nachdem ich gestern nach den Office Hours hier eingetroffen bin, musste ich heute nach dem Frühstück zuerst zum Office, um meinen Aufenthalt zu bezahlen und zu schauen, ob ich auch für heute hierbleiben könne. Das klappte bestens. Als ich der Dame in Office erzählte, dass ich heute nach Jackson fahren will, um dort ein paar Sehenswürdigkeiten zu besuchen, hat mich diese gefragt, ob ich bewaffnet sei, Jackson habe eine Kriminalität wie Chicaco und New Orleans… Als ich ihr gesagt habe, dass ich mich mit einer Waffe weniger sicher fühlen würde als ohne, hat sie mich mit grossen Augen angeschaut.
So bin ich dann mit einem Uber – auf welchen ich fast eine halbe Stunde warten musste, er ist vom Flughafen hergekommen (ca. 35 km) – zum Mississippi State Capitol gefahren. Auch dieser hat mir dann gesagt, sei vorsichtig… Jackson muss scheinbar schon ein gefährliches Pflaster sein.
Der Besuch im State Capitol war wiederum sehr interessant. Das Gebäude wurde zwischen 1901 und 1903 erstellt und sieht so aus, wie ich mir ein Amerikanisches State Capitol vorstelle, imposantes Gebäude mit Treppe und Kuppel.
Auch hier war wiederum eine Sicherheitskontrolle zu durchlaufen, bevor das Gebäude betreten werden durfte. Dann konnte mich auch hier frei bewegen. Eindrücklich war hier die Rotunda mit der aufgesetzten Kuppel. Dann die Innentreppe, die hinauf zu den Sälen des Senats und des Repräsentantenhauses führt. Das Büro des Gouverneurs ist prominent im ersten Stock des Gebäudes platziert.
Als ich das alles gesehen hatte, bin ich das Gebäude noch von aussen ansehen gegangen. Eindrücklich ist hier der goldene Adler, der mit einer Höhe von 2.4 Metern und einer Spannweite von 4.6 Metern auf der Kuppel thront.
Weiter ging es dann zu den zwei Mississippi Museums, dem Museum of Mississippi History und dem Civil Rights Museum. Im Ersteren wurde die Geschichte des Staates seit den Ureinwohnern gut dargestellt. Einen grossen Raum nimmt auch der Teil des Sezessionskrieges von 1861 bis 1865 ein.
Im Civil Rights Museum ist die Entwicklung der Rechte der Schwarzen von der Sklaverei über die Segregation bis zur heutigen – teilweisen – Gleichberechtigung dargestellt.
Erschreckende Geschichten von Lynchmorden, die bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts scheinbar einfach dazugehörten – und von der Justiz nicht wirklich verfolgt wurden.
Als letztes wollte ich dann noch das Old State Capitol sehen. Als ich dort ankam war dieses geschlossen – nur offen von 10 – 2, also konnte ich hier nur von aussen ein paar Fotos machen.
Dann bin ich bis zur Governors Mansion gegangen und konnte auch dort von aussen einige Fotos schiessen. Hier habe ich dann wiederum einen Uber bestellt, der mich nach einer Wartezeit von fast 15 Minuten – die Anfahrt war wiederum sehr weit –, wieder zum Campground zurückgebracht hat.
Freitag, 26. Mai 2023
Heute hatte ich eine Fahrt nach Monticello in Arkansas geplant. Da ich aber schon von Anfang an das Gefühl hatte, diese zwei Monate würden etwas stressig werden, wenn ich alle Punkte anfahren würde, habe ich mich entschieden Little Rock und Arkansas auszulassen. So bin ich heute zuerst zu M&M Quick Lube, in Jackson gefahren und liess dort den schon lange überfälligen Ölwechsel machen. Das ist dann auch sehr rasch gegangen und so konnte ich bereits etwa um halb zehn Uhr weiterfahren. Die Strecke nach Memphis betrug etwas über dreihundert Kilometer und ich war froh, dass ich früh fahren konnte. Bis nach Grenada bin ich durchgefahren und habe dort im WalMart meine Pause genutzt, um die wichtigsten Einkäufe tätigen zu können.
Dann ging es weiter Richtung Memphis. Unterwegs hat mir das Navi gemeldet, dass irgendwo die Strasse gesperrt sei und hat mir eine Umfahrung vorgeschlagen. Diese habe ich dann auch genutzt und bei der Wieder-Einfahrt auf die 55 konnte ich sehen, warum die Strasse gesperrt worden war. Zwei Lastwagen sind an einer Böschung gestanden bzw. gelegen. Das muss heftig gekracht haben… «- gemäss Medienberichten waren nur zwei Leute «leicht verletzt»
Glücklicherweise bin ich gut nach Memphis gekommen und habe im Graceland RV Park einen Platz erhalten.
Den Nachmittag konnte ich dann nutzen um die Villa Graceland und die Museen um Elvis Presley zu besuchen. Eine so teure Führung habe ich bisher noch nicht gehabt. Es hat sich aber gelohnt, ist schon die Villa eindrücklich. Dann die ganzen Museen und Ausstellungen um das Leben und Wirken von Elvis waren den Aufwand wert.
Gegen halb sechs Uhr bin ich dann zurück zum Campingplatz gekommen und freue mich nun auf ein feines z’Nacht aus dem Backofen – Pouletschenkel mit Backofenkartoffeln und einem feinen gemischten Tomaten/Gurken/Mais/Zwiebeln-Salat.
(HERNANDO, Miss. (WMC) - Traffic on I-55 is at a standstill in Hernando near the Commerce Street exit.
The crash happened Friday near noon and involves multiple 18-wheelers as well as several other vehicles.
I-55 is closed from the Coldwater to Pleasant Hill exits.
Hernando police say a total of eight cars were involved. Two people were taken to the hospital, but are expected to be OK.)
Samstag, 27. Mai 2023
Heute Morgen habe ich wieder einmal einige Bilder hochladen können. So bin ich dann etwas später aufgestanden und habe mich für meine Besuch Downtown Memphis vorbereitet.
Zuerst bin ich mit Uber zum Slave Haven Museum gefahren und habe dort eine Führung im Haus mitgemacht. Viele interessante Details wurden hier von der jungen Museumsdame vermittelt. Das Museum wurde im Haus eingerichtet in dem vor fast 200 Jahren ein Deutscher Einwanderer - ein Quäker – die waren gegen die Sklaverei – vielen entflohenen Sklaven bei ihrer Weiterreise geholfen hat. Viel wurde über die Slave Haven Underground Railroad gesprochen – wenn ich das richtig verstanden habe, war das keine Eisenbahn, sondern ein Netzwerk von Gewässern, Tunneln und Helfern usw. dem die entflohenen Leute gefolgt sind.
Sobald sie über den Ohio River gelangt waren, waren sie in relativer Sicherheit vor den ihnen folgenden Kopfgeldjägern. Viele davon seien bis hinauf nach Kanada gegangen, um frei und sicher zu sein.
Nach dieser eher schweren Kost, ging ich zu Fuss zurück in die Downtown. Unterwegs konnte ich die Pyramide der Bass Pro Shops fotografieren und dann auch einen Blick auf den Mississippi River erhaschen.
An der Beal Street habe ich die Elvis Statue gefunden und bin dann die Strasse entlanggelaufen und liess mich mit den vielen Besuchern dort mittreiben.
Leider waren mehrere Museen (das Cotton Museum / das W.C. Handy House), denen ich auf dem Weg dorthin und in der Strasse begegnet bin heute geschlossen.
So habe ich beschlossen, einen Uber zu bestellen und zum Campground zurückzufahren. Da auch das Office, welches Elvis Souvenirs anpries, geschlossen war, bin ich noch einmal zum Elvis Presley Center hinübergegangen und habe dort die Gift Shops und die Musik genossen.
Sonntag, 28. Mai 2023
Gestern bei der Heimfahrt, hat mir meine Uber Fahrerin Tamara empfohlen, das National Civil Rights Museum at the Lorraine Motel zu besuchen. Dieses sei das interessanteste und eindrücklichste Museum von Memphis. So habe ich heute Morgen (relativ) früh Tagwache gehabt und bin so gegen halb zehn Uhr vom Granceland Campground weggefahren. Die Fahrt durch Memphis war schon ein erstes Abenteuer – kurz bevor ich beim Museum angelangt bin ist es unter einer Eisenbahnbrücke durchgegangen, die nur bis 11’’ das heisst viel zu niedrig für meinen Camper. Das hiess umkehren und dann eine andere Strecke fahren (glücklicherweise hattes es fast keinen Verkehr). Nachdem ich auch eine zweite Unterführung die ebenfalls zu niedrig war ausgelassen hatte bin ich dann doch beim Parkplatz des Museums angelangt.
Dort hiess es zuerst einmal kurz anstehen, dann konnte ich mein Ticket kaufen und wurde durch den ersten Raum geschleust. Es waren bereits viele Leute hier und so wurde man in «Paketen» zu etwa 5 bis 8 Leuten auf die Runde geschickt. Beim Film über die Entwicklung der Civil Right Organisation wartete eine ganze Gesellschaft auf den Einlass. Als die hineingehen konnten, durfte ich mich – als Alleinreisender – anschliessen. Der Film hat bei den Sklaven angefangen und hat die Entwicklung der Freiheitsbewegung bis in die heutige Zeit aufgezeigt. War sehr eindrücklich…
Dann ging es durch die Räume, welche Martin Luther King als letztes bewohnt hat, bevor er am 4. April 168 auf dem Balkon des Lorraine Hotel erschossen worden ist. MLK ist zwar der berühmteste, jedoch lange nicht der einzige Menschenrechtsaktivist, der in den Staaten ermordet worden ist. Eines der schrecklichen Kapitel der amerikanischen Geschichte…
Nach dem Museum bin ich dann in Richtung Nashville aufgebrochen. Mein heutiges Tagesziel ist Parkers Crossroads – ein Schlachtfeld des Sezessionskrieges – und für mich ein RV-Park. Bei schönstem Wetter ist es also ostwärts gegangen mit relativ viel Verkehr.
Unterwegs habe ich noch einen Halt eingelegt beim Tina Turner Museum. Es handelt sich dabei um das West Tennessee Delta Heritage Center, das neben den Ausstellungen über Flora und Fauna, eine Ausstellung über Baumwollanbau und Ernte zeigt. In einem Nebengebäude, dem Schulhaus, in dem Tina Turner zur Schule ging, wurden einige Sachen über die Diva ausgestellt – und hat nicht einmal einen Eintrittspreis verlangt!
Als ich beim Parkers Crossroads RV Park & Campground angekommen bin, hat die Dame wohl meine Reservation von heute Morgen erhalten, konnte aber nicht auf mein Handy anrufen, da sie mit der Telefon-Nummer von der Schweiz nichts anzufangen wusste. Trotzdem habe ich einen Platz erhalten und geniesse nun im Schatten der Bäume meinen Campingtisch. Heute ist es das erste Mal «nur» 25 Grad warm und die Luft ist viel weniger feucht als in den letzten Tagen. So kann ich seit langem das erste Mal meinen Apéro draussen geniessen.
Montag, 29. Mai 2023 – Pfingstmontag und Memorial Day
Vom Pfingstmontag merke ich hier nicht viel. Als Erstes habe ich heute Morgen das Gas nachgefüllt. Trotzdem ich die Heizung in den letzten Tagen nie gebraucht habe, ist es durch Kochen und Backen sowie für den Kühlschrank verbraucht worden. Dann geht es zum Parkers Crossroads Visitor Center. Dort wird ein gutes Video über die Schlacht der Sezessionstruppen mit Nathan Bedford Forrest gegen die Unionstruppen des Cyrus L. Dunham gezeigt. Auch die weiteren Informationen und Grafiken fand ich sehr interessant. Für einen Spaziergang über das Schlachtfeld hat mich dann die Zeit gereut. So bin ich über die Interstate 40 in Richtung Nashville gefahren. Erstes Ziel dort war die Belle Mead Mansion. Eine weitere Antebellum Villa mit einer interessanten Geschichte. Dann war wieder einmal ein Einkauf im Walmart notwendig, und als weiteres Ziel hatte ich Belmont Mansion eingegeben. Als ich aber dorthin fahren wollte, stellte ich fest, dass diese Zufahrt für Camper ungeeignet war. So bin ich dann direkt zum Two Rivers Campground im Musik Valley gefahren und habe meinen Platz, welchen ich gestern für zwei Tage reserviert hatte – nun für drei Tage bezogen.
Auf drei Tage habe ich erweitert, weil die Grand Ole Opry erst am Mittwoch einen Platz für mich verfügbar hatte. Ob sie am Montag und Dienstag nicht spielen oder ob ausverkauft war habe ich nicht herausgefunden – und war mir auch ziemlich egal…
Heute Abend wird hier im Campground noch Life Musik gespielt – es ist jetzt Zeit, dorthin zu gehen und zu sehen, ob mir diese gefällt…
und ja sie hat mir sehr gut gefallen aus den zwei Stunden sind zweieinhalb geworden und die zwei Leute haben gute Musik gespielt, teilweise eigene Songs, dann aber auch solche von anderen…
Dienstag, 30. Mai 2023
Nashville hat eigentlich sehr viel zu bieten, aber bei der Grösse der Städte ist es ohne Auto nicht einfach von einem Ort zum anderen zu kommen. So bin ich mit Uber zum Tennessee State Capitol gefahren, wie in den anderen Hauptstädten auch hier ein eindrückliches Gebäude mit viel Geschichte.
Nach der Sicherheitskontrolle konnte ich mich auch hier frei bewegen. Die Bilder der ehemaligen Gouverneure – davon wurden drei Präsidenten der USA – Andrew Jackson (7. Präsident von 1829 – 1837), James K. Polk (11. Präsident von 1845 – 1849) und Andrew Johnson (17. Präsident von 1865 – 1869). Auch hier sind die Säle des Senates und des Repräsentantenhauses gut geschmückt.
Das Äussere des Gebäudes ist auch sehr eindrücklich gestaltet mit den Säulen und dem Turm. Hier einmal nicht eine Kuppel…
Vom State Capitol ging es dann zu Fuss zum Veterans Memorial, wo der Gefallenen der verschiedenen Kriege gedacht wird.
Dann bin ich zum Johnny Cash Museum gegangen und habe dort einige Zeit in diesem verbracht. Das Leben und Wirken des Sängers und Schauspielers – er hat in einigen Filmproduktionen einmal als Verbrecher, ein anderes Mal als Gesetzeshüter mitgespielt.
Mein nächstes Ziel war dann das Tennessee State Museum. Um zu diesem zu gelangen musste ich wieder bis zum Capitol zurück und dann etwas in die andere Richtung laufen. Das Museum bietet einen guten Überblick über die Frühgeschichte des Staates bis hin zur heutigen Zeit. Einen grösseren Raum hat auch hier wieder der Sezessionskrieg von 1861 bis 1865 eingenommen. Dabei habe ich einen «alten Bekannten» getroffen – den Nathan Bedford Forrest, welcher mit seinen Truppen bis weit nach Tennessee hinein die Eisenbahn Infrastuktur zerstört hat um die Nachschublinien der Unionstruppen zu kappen.
Nach diesem Besuch hatte ich genug Museen gesehen und bin dann mit einem Umweg über den Farmers Market, wo aber nicht viel los war – ich habe nur ein paar frische Gurken gekauft – wieder mit einer sehr gesprächigen Uber Fahrerin zum Campingplatz zurückgefahren.
Mittwoch, 31. Mai 2023
Heute ist Wasch-, Back- und Putztag. Am Morgen habe ich nach dem Morgenessen angefangen, alle Wäsche zu sammeln und zu sortieren um die dann in die Laundry zu bringen. Bei fünf Waschmaschinen sind dann drei Trockner etwas wenig gewesen, so dass ich meine drei Waschmaschinen voll Wäsche teilweise nacheinander zu trocknen hatte. Währenddem die Waschmaschinen in Aktion waren, konnte ich einen Teig für meine Brötli vorbereiten. Dieser ist jetzt – hoffentlich – am Aufgehen, und in der Zeit kann ich Trocken und bla-bla-bla schreiben…
Heute Abend werde ich zum Konzert in die Grand Ole Opry gehen. Das Tickett ist reserviert und ist auf meinem Handy. Ich bin gespannt, ob mir dann die Musik auch gefallen wird…
Ja, die hat mir sehr gut gefallen. Es war ein Mix von etwas lauter und etwas leiserer Musik. Schön war auch, dass ich mit beiden Sitznachbarn ein paar Worte wechseln konnte.
Nach dem Konzert liess ich mich von einem «wilden» Uber-Fahrer dazu überreden für einen horrenden Preis zurück zu Campground zu fahren, dafür musste ich nicht warten…
Donnerstag, 1. Juni 2023
Heute Morgen bin ich recht früh erwacht und konnten dann auch eher früh von Nashville abfahren. Den Cooter’s Laden und Museum habe ich verpasst, war aber deswegen nicht traurig. So ging es dann Richtung Kentucky. Mein erster Halt war beim Kentucky Welcome Center, wo ich mir eine Strassenkarte und ein paar Prospekte mit Sehenswürdigkeiten holen ging.
Dann bin ich weitergefahren bis zu einem Ort – Bowling Green, wo eine Werbung für das Kentucky Museum und das Railroad Museum mich motiviert hat dort anzuhalten. Das Museum gehört zur West Kentucky University und ist eine Mischung aus Geschichts- (wenig) und Kunstmuseum. Da es nur wenige Besucher hatte, kümmerten sich die dort anwesenden Damen um mich und haben gerne ein paar Worte mit mir geplaudert. Dann gab es für mich wieder einmal eine private Führung durch das Felts Log House.
Dann noch ein paar Fotos von den von mir aus gesehen wichtigeren Gebäude der WKU, der Western Kentucky University.
Weiter ist es dann zum Railroad Museum gegangen. Dort war zwar auch ein Zug und eine tolle Modelleisenbahnanlage, was mir aber sehr gut gefallen hat sind die Geschichten, die das Museum über den Civil-War erzählt hat.
Nun ging es wiederum weiter in Richtung Norden, wo ich wiederum dank einer Werbung zu den Mammoth Caves abgebogen habe. Unterwegs bin ich zu einem Gebäude gekommen, das mit Diamond Cavernes angeschrieben war. Neugierig wie ich bin, musste ich wissen, was da geboten würde. So habe ich mir eine einstündige Führung durch die Höhlenwelten der Diamond Cavernes gebucht und dann diese auch genossen. In der Unterwelt von Kentucky mit einer kleinen Gruppe und einer Führerin, die sich ab und zu sogar Mühe gegeben hat, langsam zu sprechen…
Von hier aus war das nächste Ziel – entweder das Fort Knox oder das Abraham Lincoln Museum im kleinen Ort Hodgenville, wo Lincoln geboren und seine Jugendzeit verbracht hat.
Leider war dann das Museum bereits zum zwei Uhr geschlossen. So habe ich mich entschlossen, einen Campingplatz zu suchen und dann Morgen wieder einiges zu erkunden. Den ersten Campingplatz, der Elizabethtown Cross Roads Campground habe ich ausgesucht und bin dorthin gefahren. Dort wurde mir aber eher unfreundlich beschieden, dass sie nur Monatsgäste nähmen und keine Tagesgäste. Auf meine Frage, wo denn der nächste Campingplatz wäre, erhielt ich zwar einen Namen, mit dem ich aber nicht viel anfangen konnte. So habe ich mir halt selber einen neuen Platz gesucht und diesen dann in Shepherdsville im Grandma’s RV Camping gefunden.
Auf meinem Abendspaziergang, nach dem Nachtessen, bin ich noch in den General Store gegangen, wo ich hoffte, Eier zu finden. Leider war dem nicht so. Dafür habe ich im Liquor Store daneben eine Green Apple Whisky und einen Peach Whisky gefunden, den ich unbedingt probieren musste. Der Green Apple hat mit einem Eiswürfel sehr gut geschmeckt.
Freitag, 2. Juni 2023
Nachdem ich gestern Abend schon etwas Mühe hatte einen vernünftigen Campingplatz zu finden, habe ich versucht, einen Platz für die nächsten Tage zu erhalten. Dabei habe ich den Louisville KOA South in Shepherdsville gefunden, welchen ich für heute Abend gebucht habe. Alle meine Versuche, eine Platz in Frankfort oder in Lexington zu buchen waren vergebens. So entschied ich mich, in Shepherdsville zu fragen, ob die auch eine Platz für Morgen hätten…
Davor bin ich aber noch verschiedene Orte besuchen gegangen. Zuerst das Kentucky Railway Museum in New Haven. Dieses zeigte eine ordentliche Ausstellung über die Louisville – Nashville Eisenbahn. Zudem hatten die eine sehr schöne Modelleisenbahnanlage, welche Fahrt aufnahm, sobald jemand in deren Nähe kam. Tolles Erlebnis.
Dann konnte ich im Aussengelände noch ein paar Original-Lokomotiven bewundern. Kurz bevor es weitergehen sollte, ist dann noch der Museumszug eingefahren mit vielen Schulkindern, die die Museumsfahrt mitmachen duften.
Dann ist es weitergegangen zum Ort, wo Abraham Lincoln seine Bubenjahre verbracht hat. Mit Visitor Center von den US Nationalparks und dem Cabin, wo die Familie gewohnt hat. Für unsere Begriffe waren das sehr bescheidene Verhältnisse. In einem dort gezeigten Video wurde dann aber erklärt, dass die Familie Lincoln in dieser Zeit dort eher zum oberen Mittelstand gehört habe.
Als nächsten Ort habe ich das Lincoln Museum in Hodgenville besucht. Dieses war heute offen und so konnte ich mir eine gute Ausstellung über das Leben des Abraham Lincoln mit vielen Bildern zu Gemüte führen.
Dann bin ich noch zu Lincolns Birth Place gefahren. Dort erwartete ich die Cabin zu sehen, wo Lincoln geboren wurde. Aber auch hier hat die Nationalpark Verwaltung ein Visitor Center aufgebaut und die Cabin ist in einem monumentalen «Gebäude» untergebracht, das zum hundertsten Jahrestag der Geburt erbaut worden ist. Eindrücklich und typisch amerikanisch…
Von hier aus wollte ich dann nur noch das Fort Knox besuchen. Eigentlich hätte ich direkt das Patton Museum eingeben können. Ich war aber neugierig auf das echte Fort Knox und bin deshalb zu Visitor Welcome Center gefahren. Dort beschied mir der freundliche Beamte, dass ich nicht ins Fort hineinfahren müsse, dass das Patton Museum an der 31A liegen würde. So habe ich halt kurz ein Foto des Forts gemacht und bin dann zurück auf die 31A gefahren, wo ich dann kurzum das Museum gefunden habe.
Dort wird ein Loblied auf den General Georges Patton, welcher im zweiten Weltkrieg eine Panzerdivision geführt hat geschrieben. Es kam mir vor, als wie, wenn dieser General nur Siege gefeiert hätte. Von den vielen Verlusten wurde hier überhaupt nicht geredet…
Es war trotzdem ein eindrückliches und gut dokumentiertes Museum.
Nun hatte ich genug Geschichtslektionen gehabt und bin dann zum Louisville South KOA gefahren, wo ich meinen reservierten Platz beziehen konnte.
Und das mit Morgen hat dann auch geklappt. Der neue Platz wird aber einiges teurer als der heutige werden… egal ich habe einen Platz für morgen Abend.
Samstag, 3. Juni 2023
Nachdem ich in Frankfort keine Campingplätze gefunden hatte, bin ich nun heute vom KOA in Shepherdsville aus nach Frankfort gefahren. Dieses ist die Hauptstadt von Kentucky und hat einiges zu bieten. Einmal das Kentucky State Capitol, welches zwar im Moment in Renovation ist und daher teilweise nur «hinter Gittern» bzw. Gerüsten zu sehen war. Innen ist es aber eines der eindrücklichsten Häuser, die ich bis jetzt gesehen habe. In der Mitte der Eingangshalle steht eine Statue von Abraham Lincoln. Dann die Kuppel und vor allem die vielen Säulen geben dem ganzen einen eigenen Stil. Die Treppenaufgänge sind ebenfalls so gestaltet, dass diese als Show-Treppen benutzt werden könnten.
Auch hier sind die Säle des Senates und des Repräsentantenhauses des Commonwealth of Kentucky – nicht des States of Kentucky – untergebracht. Wobei Commonwealth und State scheinbar etwa das gleiche bedeutet.
Von hier aus ging es dann hinunter in die Stadt, wo ich das Museum der Kentucky Historical Society gefunden habe. Auch dieses ist sehr informativ und gut gestaltet und erzählt die Geschichte des Staates Kentucky von der Vergangenheit bis in die heutige Zeit.
Nachdem ich dort genügend Geschichte gesehen hatte, bin ich zum Capital City Museum gegangen, welches die Geschichte der Stadt Frankfort aufzeigt. Dann ging es weiter zum alten State Capitol, welches in 19. Jahrhundert gebaut und gebraucht wurde.
Als letztes Museum habe ich das Kentucky Military History Museum besucht, wo wiederum über Kriege und Waffen berichtet wurde.
Hier habe ich auch wieder einmal einen «alten Bekannten» getroffen – den General Santa Ana, der mit seiner mexikanischen Armee den «Alamo» in San Antonio in Texas überrannt hat…
Danach bin ich zum State Capitol zurückgelaufen, nicht ohne ein paar Fotos von Prachtsvillen entlang der Strasse zu schiessen.
Auch der Palast des Gouverneurs, in der Nähe des State Capitol war es wert kurz anzusehen. Dann ging es zurück zum Chalet, wobei ich unterwegs die Blumenuhr angetroffen habe.
Nach einem kleinen Einkauf – mit viel mehr als ich eigentlich vorgesehen hatte – ging es dann zurück nach Shepherdville auf meine teuren Standplatz im KOA Campground…
Sonntag, 4. Juni 2023
Heute geht es von Kentucky nach Ohio. Nach einem gemütlichen Morgenessen und den üblichen Aufbruch-Routinen ging es bereits kurz nach halb zehn Uhr los, gegen Norden. In Louisville habe ich einen Wegweiser für das Kentucky Derby Museum gesehen und habe gehofft, dieses vielleicht unterwegs noch anzutreffen. Leider waren dann keine weiteren Informationen mehr vorhanden und so bin ich halt weitergefahren, bis ich etwa um halb ein Uhr bereits in Cincinnati auf dem Tucker’s Landing RV Park eingetroffen bin. Zuerst musste ich im Mail den Gate-Code suchen, bevor ich hineinfahren konnte. Dann habe ich auf der Tafel gesehen «Roth 7» so bin ich direkt auf den Platz 7 des Campgrounds gefahren und habe mich dort eingerichtet. Auf meinem Spaziergang um den Platz habe ich festgestellt, dass es hier gar kein Office gibt und so bin ich dann halt mit einem Uber zum Finlay Market gefahren. Einem Public Market – ich habe erwartet, dass das etwas in der Art des Granville Island Public Market’s sein werde... war es aber in keiner Weise. Ein Markt mit verschiedenen Ständen mit etwas Gemüse, Fleisch und weiterem Krims-Krams… der heute auch stattfindende Framers Market hatte auch nicht sehr viel zu bieten.
So bin ich dann halt wiederum mit Uber zum Cincinnati Union Terminal, dem Bahnhof, gefahren. Dort fahren zwar noch ein paar wenige Züge, unter anderem einer nach Chicago, einer nach Washington und wenige weitere. Das interessantere an diesem Bahnhof sind die beiden Museen, die dort beheimatet sind. Einerseits das Cincinnati History Museum, über die Geschichte der Stadt und andererseits das Natural History Museum, über Naturgeschichte.
Das Natural History Museum hat mir sehr gut gefallen. Dort wurde eine Landschaft in der Eiszeit nachgebildet mit den verschiedenen dannzumal lebenden Tieren. Dann zwei Tropfsteinhöhlen die sich fast wie echt anfühlten.
Sehr interessant war auch die Ausstellung zu Neil Armstrong und dem Flug zu Mond.
Auf den Besuch des National Underground Railroad Museums habe ich dann wegen der grossen Distanz verzichtet und bin wiederum mit Uber zurück zum Campingplatz gefahren.
Montag, 5. Juni 2023
Heute geht es weiter von Cincinnati nach Columbus, der Hauptstadt von Ohio.
Zuerst bin ich in die Stadt gefahren, weil ich das National Underground Railroad Freedom Center – wie es richtig heisst, trotzdem noch besuchen wollte. Als ich aber dann dort angekommen bin hiess es – Montag und Dienstag geschlossen. So bin ich dann halt weitergefahren und habe ein zweites Ziel anvisiert; das Fort Ancient State Memorial in Lebanon. Aber auch dort bin ich vor verschlossenen Toren gestanden. So ging es dann halt ohne Besichtigungen und Besuche nach Galloway auf den Alton RV Park, wo ich dann den freien Nachmittag genossen habe…
Dienstag, 6. Juni 2023
Heute ist Columbus Tag – das stimmt zwar nur für mich, denn der Columbus Tag ist hier in den USA erst am 9. Oktober. Aber heute will ich in Columbus das Ohio Statehouse und weitere interessante Orte besuchen.
Nach der üblichen Sicherheitskontrolle, die wurde, gemäss Auskunft des dort anwesenden Officer etwa im 2015 eingeführt, konnte ich das Ohio Capitol erkunden. Im Erdgeschoss sind viele Informationen für Touristen. Zum Staat und zu den wichtigen Leuten des Staates. Die wichtigen Leute des Staates sind unter anderen der General der Unionstruppen im Civil War Ulysses S. Grant, welcher später sogar Präsident der USA war, dann der Astronaut John Glenn, der Filmemacher Steven Spielberg, aber auch Frauen wie unter vielen anderen Annie Oakley, welche in Buffalo Bills Wildwest Show als Scharfschützin auftrat und später für die Rechte der Frauen eintrat.
Auch der Teil des Museums war sehr interessant und gut gemacht. Sehr eindrücklich sind wiederum die Säle des Senates und des Repräsentantenhauses.
Nachdem ich genug Statehouse gesehen hatte bin ich dann zuerst zum Museum of Catholic Art and History. Diese hatte leider geschlossen. Unterwegs konnte ich noch einen Blick in die St. Josephs Cathedral werfen. Eine imposante Kirche. Dann bin ich zum Central Ohio Fire Museum gegangen. Dort erhielt ich eine private Führung durch das Museum und konnte dann noch ein paar Bilder von den antiken Geräten schiessen.
Die beiden weiteren Museen, welche ich später besuchen wollte, sind heute geschlossen. So entschied ich mich, noch ein wenig durch die Stadt zu spazieren und bin dabei auf das Gebäude des Palace Theaters gestossen…
Dann wieder zurück zum Statehouse und von hier aus wiederum mit Uber zurück zum Campingplatz. Dort habe ich wieder den Rest des Nachmittags für mich gehabt.
Mittwoch, 7. Juni 2023
Vom Alton RV Park in Galloway bei Columbus geht es heute westwärts, zuerst nach Dayton, wo ich drei Fliegermuseen und -parks besuchen möchte.
So bin ich schon kurz nach neun Uhr abgefahren und konnte zügig westwärts fahren. Der Verkehr war zwar dicht, aber nicht unangenehm. In der Nähe von Dayton – in Riverside – ist das National Museum of the United States Air Force. Ein riesiges Museum, mit vier grossen Hallen in denen unter anderem die Flugzeuge des zweiten Weltkrieges, dann die Maschinen, welche in Korea benutzt wurden und weiter die im Vietnamkrieg verwendeten Maschinen ausgestellt werden. In einer weiteren Halle sind die späteren Flugzeuge, die Präsidentenmaschinen (Air Force one) und dann die Raketen und die Weltraumfahrzeuge ausgestellt. Leider stehen die Flugzeuge in den Hallen so nahe beieinander, so dass es fast nicht möglich ist, ein einzelnes Flugzeug zu fotografieren.
Nachdem ich genug Flugzeuge gesehen hatte, bin ich zum Dayton Aviation Heritage National Historic Park gefahren. Dieser ist in der Stadt und dort habe ich wieder einmal keine vernünftigen Parkplätze für mein Chalet gefunden und so habe ich dieses halt ausgelassen und bin zur zweiten Sehenswürdigkeit dem Carillon Historical Park mit dem Flugzeug von Wright gefahren. Dort ist aber dasselbe Problem mit den Parkplätzen gewesen und so habe ich mich entschieden direkt nach Indianapolis zu fahren. Den einzigen Stopp habe ich dann beim Indiana Welcome Center auf einer ersten Raststätte eingelegt. Dort wurde der Besucher mit dem Siegel des Staates Indiana begrüsst. Das Center ist aber nicht bedient und so waren nur einige Broschüren zu erhalten. Ausser einer Ferienbroschüre über Indiana hat mich aber da nichts interessiert.
So bin ich schon am früheren Nachmittag im Indianapolis KOA Holliday eingetroffen und konnte einen guten Platz beziehen. Sogar das Internet scheint hier ausserordentlich gut zu sein – für einen KOA sehr aussergewöhnlich…
Donnerstag, 8. Juni 2023
Es geht Schlag auf Schlag – heute ist Indianapolis, die Hauptstadt von Indiana an der Reihe. Nach dem Morgenessen bin ich mit Uber zum Indiana State Capitol gefahren. Dort wurde – wie gewohnt – eine Sicherheitskontrolle durchgeführt, und dann konnte ich das Capitol besichtigen. Wieder ein sehr imposantes Gebäude mit vielen Informationen im ersten Stock, sogar einem kleinen Capitol Museum, welches unter anderem auf die Gefahren des Strassenverkehrs bei Junglenkern aufmerksam machte. Verrückt, wie viele junge Autofahrer in Indiana tödlich verunfallen… Dann konnte ich die Säle des Senates und des Repräsentantenhauses – zwar nur von aussen – besichtigen. Auch hier eindrücklich wie stilvoll diese eingerichtet sind.
Auch die Räume des Obersten Gerichts sind im Capitol. Hier durfte ich sogar in einen Raum hineingehen, wo mich besonders die Fenster sehr beeindruckt haben.
Auch das Büro des Gouverneurs habe ich – wiederum nur von aussen – sehen können.
Dann hatte ich genug Capitol und bin dann zuerst zur Indiana Historical Society, welche in ihrem Museum Kunst und Geschichte ausgestellt hatten. Dort war auch die Geschichte der Eva Mozes Kor ausgestellt. Es handelt sich dabei um eine Überlebende des Holocaust, welche überlebt hat, dank dem sie zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Miriam für Menschenversuche missbraucht worden ist. Eine unglaubliche Geschichte.
Dann das Indiana State Museum, welches dann wieder einen recht hohen Eintrittspreis verlangte, aber auch die Geschichte des Staate von der Eiszeit bis zum Heute sehr gut aufzeigte. Von hier aus wollte ich dann in das Eli Lilly Civil War Museum, welches mir dann aber als – dauerhaft geschlossen – angezeigt wurde; schade.
So bin ich zuerst zurück zum State Capitol gegangen und habe dieses umrundet. Dort habe ich zum ersten Mal auf dieser Reise ein schweizer Paar getroffen – und ihre Reaktion als ich sie angesprochen habe war dann auch entsprechend – ich hatte das Gefühl, dass die sich fragten: «Was will denn der von uns???» - Schade… Dann sind mir die Indianapolis «Artsgarden» aufgefallen, wo ich eine Art Skywalk gefunden habe, der erhöht über die Strassen führte. Dort habe ich endlich auch die gesuchte Speicherkarte für meine Fotokamera gefunden. Dann ging es weiter zum USS Indianapolis Memorial. Das Schiff ist gegen Ende des Krieges 1945 im Pazifik gesunken und hat viele seiner Leute mit in die Tiefe gerissen. Von dort aus habe ich die Scottish Rite Cathedral gesehen, welche in der Nähe war. Also ging es dorthin, um diese zu besuchen. Dort hiess es leider aber wieder, dass keine Führungen mehr gegeben würden und man ohne Führung die Kathedrale nicht besuchen könne. So bin ich weitergegangen und wieder eher zufälligerweise an die Veterans Memorial Plaza mit dem Indiana War Memorials geraten.
Die Indiana War Memorials sind in einem imposanten Gebäude untergebracht, da wiederum ohne Eintrittspreis besucht werden konnte. Dort sind wieder einmal die Kriege von den Indianerkriegen bis zum zweiten Weltkrieg abgebildet. Auch eine Liste des Kriegsveteranen ist dort. Interessant fand ich, dass im ersten Weltkrieg viele Roth’s aufgelistet waren. Auch den Namen Hofmann – meiner Mutters lediger Name – war mehrfach aufgelistet. Sind das wohl irgendwelche weit aus verwandten von uns gewesen???
Dann war schon Zeit wieder zum KOA Campground zurückzufahren und ein feines Pizza z’Nacht zuzubereiten.
Freitag, 9. Juni 2023
Bereits recht früh bin ich heute Morgen aus dem KOA in Indianapolis abgefahren. Es sind auch über dreihundert Kilometer zurückzulegen bis an mein Tagesziel, Springfield in Illinois. Dabei hatte ich vorgesehen, zuerst den Speedway von Indianapolis anschauen zu gehen, dann in drei weiteren Etappen nach Springfield zu gelangen. Die erste Besichtigung ist wieder einmal wegen meines grossen Fahrzeuges ins Wasser gefallen. Die Zufahrt zur Rennbahn führte durch eine Art Tunnel, bei welchem ich nicht wusste, wie hoch der war. Da ich der ganzen Sache nicht ganz traute, habe ich darauf verzichtet und bin dann direkt nach Champaign/Urbana gefahren, wo ich das Spurlock Museum besuchte. Dieses zeigt die Kulturen der verschiedenen Erdteile in ein paar Räumen. Schwerpunkte für Europa sind dabei die alten Griechen und die Römer. In Amerika die Indianer Nord- und Südamerikas, dann Asiatische Kunst und Kultur und Afrikanische…
Das Museum war bestens geeignet als Zwischenstopp, um dabei auch noch etwas anschauen zu können.
Dann ist es nach Decatur weitergegangen, wo das Chevrolet Hall of Fame Museum gewartet hat. Ein Museum mit alten und neuen Chevrolets, viele davon mit Gesichte im Zusammenhang mit Autorennen in Indianapolis.
Auch hier als Zwischenstopp sehr gut geeignet. Das auch vorgesehene Wabash Depot – den alten Bahnhof, welcher heute als Antiquitätenladen verwendet wird, habe ich dann ebenfalls ausgelassen.
So bin ich am früheren Nachmittag in den Fairgrounds von Springfield eingetroffen und vom Campingplatz Chef freundlich in Empfang genommen. Mit dreihundert Stellplätzen konnte ich auswählen, was ich gerne hatte – im Moment ist keine Ausstellung und so ist der Platz ziemlich leer.
Dann hat er mir auch gezeigt, wo die Lincoln Tomb sei, ein Spaziergang durch den Park. Als ich mich dann dorthin aufgemacht habe sind es dann etwa zwei Kilometer gewesen – für einen Weg. So bin ich heute auf jeden Fall wieder gut auf meine Schrittzahl gekommen.
Das Grabmal für Abraham Lincoln ist sehr eindrücklich, mit seinen Figuren aussen, aber dann auch im Innern des Mals sind viele Figuren – vor allem von Abraham Lincoln – zu bewundern.
Durch den Lincoln Park ging es dann wieder zurück zum Chalet, wo ich dann froh war, Feierabend zu machen – mit Apéro und feinem Chili z’Nacht.
Samstag, 10. Juni 2023
Heute besuche ich Springfield, Illinois. Gestern schon war Abraham Lincoln und sein Grabmal Ziel. Heute ist das Illinois State Capitol, welches an Samstagen und Sonntagen nur mit einer Führung besucht werden kann. So bin ich halt zuerst in das Abraham Lincoln Presidential Library and Museum gegangen. Dabei bin ich zufälligerweise beim Old State Capitol Market, dann dem Old State Capitol und auch beim Bahnhof, wo sogar ein Personenzug – nach St. Louis – fährt.
Das Lincoln Museum zeigt das Leben von Abraham Lincoln. Die beiden Theaters sind sehr gut gemacht.
Nach diesem Museum war’s dann Zeit für die Führung durch das Capitol. Eine sehr informative Führung, wobei ich lieber selber durch die Gänge und in die Räume dieser Staatshäuser gehe, da ich dabei mehr Zeit habe, die Details zu studieren und Fotos zu schiessen.
Nach der etwas mehr als eine Stunde dauernden Führung ging es dann noch ins Illinois State Museum, welches auch hier die Geschichte des Staates von der Eiszeit bis ins Heute aufzeigt.
Dann war es wieder Zeit zum Campground zurückzufahren. Leider war die Adresse, die mir Uber für den Illinois State Fair vorgeschlagen hatte falsch und so bin ich irgendwo im Nirgendwo gelandet. Nachdem ich einen zweiten Uber engagiert habe, ging es dann doch zurück zu meinem Chalet, nicht ohne vorher noch die Route 66 Signs im Areal der Illinois State Fairgrounds zu fotografieren. Dabei sind mir dann auch noch die entsprechenden Autos aufgefallen, die ich natürlich auch fotografisch festhalten musste.
Sonntag, 11. Juni 2023
Bei leichtem Regen bin von Springfield abgefahren und dann ging es über die Interstate 55 in Richtung St. Louis. Unterwegs hat es nicht sehr viel Verkehr gehabt, dafür hat es ab und zu stark geregnet, so dass die Sicht nicht mehr so toll war. Trotzdem bin ich gut vorangekommen und habe erst bei den Cahokia Mounds den ersten Halt eingelegt. Es handelt sich dabei um durch die Indianer künstlich aufgeschüttete Erdhügel aus den Jahren 1000 bis zirka 1300. Dann müssen die Indianer diese Hügelstädte wieder verlassen haben – diese hatten in der Blütezeit zwischen 10'000 und 20'000 Einwohner. Nachdem das Interpretive Center leider geschlossen war – wegen Renovationsarbeiten – habe ich einen Spaziergang auf den Monks Mound – dem höchsten und eindrücklichsten der Hügel gemacht. Von dort aus sah man sogar die Skyline von St. Louis, leider wegen des schlechten Wetters nur sehr undeutlich.
Dann ging es mit einem weiteren Zwischenhalt bei einer Tankstelle und dann noch dem Walmart weiter in den St. Louis Northeast KOA in Granite City, welches sich noch im Staate Illinois befindet.
Trotzdem hier sehr viele Pfützen waren, hat mir der Platz sehr gut gefallen. Einerseits weil bei fast allen Plätzen Bäume sind, die Schatten spenden und andererseits, weil hier das WiFi wieder einmal ausserordentlich gut funktioniert.
Montag, 12. Juni 2023
Nach dem Frühstück ging es heute wieder mit Uber in die Downtown von St. Louis. Dort habe ich als Erstes das City Museum ausgewählt. Eintritt bezahlt und dann… habe ich festgestellt, dass es sich hier weniger um ein Museum, als um einen Vergnügungspark mit Rutschbahnen, Klettergerüsten und solchen Sachen, handelte. Trotzdem wurden ein paar sehenswerte Objekte ausgestellt. Als ich dann genug gesehen hatte, bin ich in Richtung des Gateway Arch gelaufen und dabei am alten US-Postgebäude und am Old Courthouse vorbeigekommen. Dann stand er vor mir – der Gateway Arch – ein Monument von 630 Fuss Breite und gleich viel Höhe. Darunter ist ein Museum untergebracht, welches über die Geschichte von St. Louis informierte. In den Arch führt auf beiden Seiten eine Bahn hinauf. Dort hätte man die Aussicht vom oberen Ende des Bogens bewundern können. Da aber die Wartezeit bis zur nächsten möglichen Fahrt über anderthalb Stunden betrug, habe ich auf dieses verzichtet und bin nach dem Museum an den Mississippi hinunter gegangen und habe dort ein wenig mit Leute und Schiffe beobachten die Zeit vertrieben. Nachdem die anderen Sehenswürdigkeiten, die ich noch besuchen wollte wieder einmal am Montag geschlossen waren, entschied ich mich zurück zum Campingplatz zu fahren und den Nachmittag für mich zu geniessen.
Dienstag, 13. Juni 2023
Heute Morgen habe ich mir einen Moment überlegt, ob ich noch einmal zu dem Monk’s Mound fahren soll und versuchen ein Bild von der Downtown Saint Louis zu machen. Da das Wetter recht gut war, habe ich entschieden, dies zu versuchen. So bin ich den kleinen Umweg gefahren und bin noch einmal auf den Monk’s Mound gestiegen. Und es hat sich sogar fast gelohnt. Die Sicht war zwar nicht perfekt, aber schon wesentlich besser, als am Sonntag. Nach diesem Spaziergang ist es dann nach Saint Charles am Missouri River gegangen, wo ich das Lewis & Clark Boathouse and Museum besucht habe. Eine eindrückliche Ausstellung über die Strapazen des Corps of Discovery von hier an die Küste des Pazifiks. Auch das gezeigte Video über die Reise hat mir sehr gut gefallen.
Jetzt habe ich die beiden Reisenden Lewis & Clark vom Anfang bis zum Ziel der Reise verfolgen können. Angefangen hat es in Great Falls Missouri, wo ich im 2019 das erste Museum über die Reise gefunden habe. Dann habe ich die Beiden in Astoria, Oregon, an der Mündung des Columbia River in den Pazifik gefunden. Im 2020 bin ich ihnen dann in Missoula in Montana begegnet. Und nun am Anfang der Reise in St. Charles etwas nördlich von St. Louis. Eine eindrückliche Reise…
Nachdem ich noch kurz am Ufer des Missouri Rivers gewesen bin, ist es dann weitergegangen, in Richtung Jefferson City, dem heutigen Tagesziel.
Die Reise ist nicht ganz ohne Abenteuer verlaufen, habe ich doch plötzlich hinter mir einen blinkenden Polizeiwagen bemerkt. So habe ich dann auf dem Pannenstreifen angehalten und gewartet. Ein Polizist ist dann zu mir gekommen und hat meinen Führerausweis und die Wagenpapiere sehen wollen. Er hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich ab und zu etwas auf den Pannenstreifen gefahren sei, ob das der Wind gewesen sei… Es war der Wind und so haben wir dann ein paar Minuten angenehm zusammen «geplaudert». Dann konnte ich weiterfahren und bin bei meinem nächsten Stopp in Fulton beim America’s National Churchill Museum, gelandet.
Auch hier war eine sehr gute Ausstellung über den englischen Premierminister Winston Churchill zu besichtigen – und zwar ist diese in der nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg in London hierher gebracht worden und hier wieder aufgebaut worden. Die genaue Bezeichnung der Kirche war: “Church of Saint Mary the Virgin Aldermanbury in the City of London”.
Hier waren wiederum sehr interessante Ausstellungsstücke zu Winston Churchill, aber auch zum zweiten Weltkrieg und auch Videos, bei welchen es mir ab und zu kalt über den Rücken gelaufen ist…
Die letzte Etappe führte mich dann nach Jefferson City zum Binder Park Campground, wo ich einen Platz mit Full Hookup für einen State Park Preis erhalten habe.
Mittwoch, 14. Juni 2023
Seit gestern Abend bin ich hier im Binder State Park in der Nähe von Jefferson City. Ein recht ruhiger Platz im Gegensatz zu den oft an den Autobahnen oder sonstigen viel befahrenen Highways liegenden Plätzen. Heute geht es in die Hauptstadt des Staates Missouri, Jefferson City. Dort habe ich als erstes das State Capitol besucht und bewundert. Ein tolles Museum ist im Erdgeschoss des Staatshauses untergebracht. In der zweiten Etage sind verschiedene Büros und im dritten Stock sind dann die Säle des Senates und des Repräsentantenhauses. Auch hier wiederum ein sehr eindrückliches Gebäude mit vielen Säulen und viel Prunk.
Bein Saal des Senates hat mir eine junge Dame erlaubt, diesen von Innen anzuschauen. Ein spezielles Gefühl, in diesen «heiligen Hallen» zu sein.
Leider waren die Galerien der beiden Ratssäle geschlossen, so dass ich im House of Representatives nur durchs Glas meine Bilder machen konnte.
Als ich dann genug State Capitol gesehen hatte, bin ich die Umgebung anschauen gegangen. Einmal die Fountain of Science und die Fountain of Arts, dann ums Gebäude herum die Fountain of the Centaurs. Etwas entfernt habe ich dann das Lewis und Clark Monument gefunden und beim Bahnhof von Jefferson City bin ich auf das Lohmann Building und das Union Hotel gestossen. Durch den Carnahan Memorial Garden bin ich zur Villa des Gouverneurs gelangt. Von dort aus bin ich dann noch etwas weiter gegangen und bin unterwegs zum Court House gelangt, und dann schlussendlich beim Missouri State Penitentiary Museum angelangt. Das Museum bietet einen Einblick in die Geschichte des Missouri Staatsgefängnisses. Hier habe ich wieder einmal einen alten Bekannten getroffen, den Schwergewichtsweltmeister im Boxen Sonny Liston. Dieser sass wegen Raub mit Waffengewalt und von 1950 bis 1952 im Missouri Staatsgefängnis und lernte dort boxen. Als er entlassen wurde bestritt er mehrere Wettkämpfe von denen er fast alle gewonnen hat, und hat im Jahr 1963 den Titel als Schwergewichtsweltmeister gewonnen.
Dann hatte ich genug Jefferson City gesehen und bin wiederum mit Uber zurück zum Campingplatz gefahren.
Donnerstag, 15. Juni 2023
Nach längerem Hin und Her, entschloss ich mich, das Museum of Missouri Military History auszulassen. Der Umweg von über fünfzig Kilometer war mir dann doch zu weit. So bin ich zuerst zum Binder Lake gefahren und konnte dort noch zwei Schwäne fotografieren. Dabei ist mir ein Mann aus Pennsylvania begegnet, mit dem sich ein längeres, angenehmes Gespräch entwickelt hat. Dann ging es weiter über kleinere Strassen gegen Norden, bis ich dann auf die Interstate 70 gekommen bin, welche mich dann in Richtung Kansas City führte. Kurz bevor ich in Oak Grove – dem heutigen Übernachtungsort – angekommen bin, habe ich ein Schild «Battle of Lexington» gesehen und bin diesem gefolgt. Der Umweg hat dann etwa zwanzig Kilometer betragen, aber für mich hat sich dieser gelohnt. Ein neuer Ort mit Geschichte vom amerikanischen Bürgerkrieg. 1861 haben dort die die Missouri State Guard unter Major General Sterling Price gegen die Unionstruppen einen Sieg errungen.
Von hier aus ging es dann direkt zum Kansas City East/Oak Grove KOA Holiday, wo ich den Nachmittag wieder einmal mit Waschen und Brötli backen verbrachte.
Freitag, 16. Juni 2023
Schon recht früh bin ich heute Morgen bereit gewesen, Independence, eine Vorstadt von Kansas City zu erkunden. Als Erstes bin ich bei der City Hall, dem Stadthaus gelandet. Dort konnte ich mein Chalet parkieren und bin dann zu Fuss zum Historic Truman Courthouse. Dort habe ich per Zufall das Visitor Information Center von Independence und dann auch das durch die Nationalparkverwaltung geführte Truman Tourist Information Center gefunden. Dort konnte ich einen kurzen Film über den 33ten Präsidenten der USA anschauen und dann ging des zur Villa der Trumans. Die Besichtigung des Truman Home wurde durch einen Ranger der Nationalparkverwaltung geführt. Dieser hat sich Mühe gegeben, dass auch ich einigermassen verstanden habe, was er erzählt hat. Dann konnte ich auch das auf der anderen Strassenseite stehende Haus Noland Home besichtigen. Dieses hat insofern eine Bedeutung, als dass eine Tante von Truman dort wohnte. Diese hat den jungen Harry geschickt den Wallaces eine «Cakeplate» zurückzubringen. Dabei hat der dann die Bess getroffen, die dann einiges später seine Frau wurde…
Als nächstes habe ich die Harry S. Truman Library and Museum besucht. Eine eindrückliche Ausstellung zu einem Mann der gerade mal 82 Tage Vize Präsident war, und dann nachdem Franklin D. Roosevelt am 12. April 1945 an einer Hirnblutung verstarb, das Präsidentenamt übernehmen musste.
Nachdem er auch als Vizepräsident keine Informationen zum Manhattan Project hatte, wurde er nach seinem Amtsantritt über das streng geheime Programm informiert und musste dann grünes Licht geben für den Abwurf der beiden Atombomben Little Boy am 6. August 1945 über Hiroshima und Fat Man am 9. August 1945 über Nagasaki.
Als er 1953 das Präsidentenamt abgab ist er mit seiner Frau nach Independence MO zurückgekehrt, wo er 1972 verstorben ist. Die Gräber der beiden Trumans befinden sich im Hof der Harry S. Truman Library & Museum.
Nach all diesen interessanten Informationen bin ich mit Uber zur City Hall zurückgekehrt und entschied, dass ich jetzt einen Platz für die Nacht suchen wolle. Beim ersten Platz hat es mir nicht gefallen und so habe ich einen zweiten gesucht, welchen ich dann im World of Fun Village im Norden von Kansas City gefunden habe.
Die World of Fun ist ein Vergnügungspark mit diversesten Bahnen und auch die Oceans of Fun ein Wasserpark gehört dazu. Nur um ein paar Fotos zu machen war mir dann der Eintrittspreis von fünfundsechzig Dollar doch zu viel…
Samstag, 17. Juni 2023
Heute in einem Monat werde ich von San Francisco aus nach Hause fliegen. Jetzt aber geniesse ich noch die mir hier verbleibende Zeit um viele interessante Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Bo bin ich heute Morgen als erstes vom World of Fun Village in die Downtown von Kansac City gefahren – immer noch in Missouri… Dort wollte ich das Arabia Steamboat Museum besuchen. Einen Parkplatz zu finden war hier wieder einmal eine Nadel im Heuhaufen zu finden… Also etwas davon weg fahren und dann mit viel Glück an der 8th Street und McGee am Strassenrand einen finden – und sogar Parking free… am Samstag muss die Parkgebühr nicht bezahlt werden. Also bin ich von dort aus dann hinunter zum Arabia Steam Boat Museum gegangen. Dabei habe ich festgestellt, dass heute am City Market – eine Art Farmers Market – viele Leute ihr Ware feilhalten…
Also zuerst ins Museum, wo das Steamboat Arabia, welches am 5. September 1856 nach einer Kollision mit einem Baumstamm gesunken ist, ausgestellt worden ist. Dieses wurde in einer aufwendigen Suchaktion im Jahr 1988 von fünf Freunden ausgegraben. Als diese feststellten, was alles zum Vorschein kam, entschlossen sie sich, dies in einem Museum der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Das Arabia Steamboat Museum hat Amerikas grösste Sammlung von Gebrauchsgegenständen vor dem Civil War.
Das Museum hat auch vier sehr gut gemachte Videos zur Geschichte der Arabia und dann auch zur Geschichte der Ausgrabung.
Nach dem Museum bin ich dann auf den Historic City Market (Est. 1857) gegangen. Dort habe ich so viele Sachen gesehen, dass ich nicht mehr wusste, was ich alles kaufen möchte. Am Schluss bin ich mit zwei sehr schönen roten Peperoni, dann zwei mittleren Gurken und einem Körbchen voll Kefen zum Camper zurückgegangen.
Von hier aus ging es weiter zur Union Station. Auch dort war das Parkieren wiederum nicht ganz einfach. Nachdem ich festgestellt hatte, dass für das Parkieren bezahlt werden muss, habe ich versucht, das Chalet auf einen Parkplatz zu stellen, was mir recht gut gelungen ist. Trotzdem ist dann einer der «Wächter» dort gekommen und hat mir gesagt, dass ich wegen des grossen Fahrzeuges für zwei Parkplätze zu bezahlen hätte… Also habe ich zwei Mal die 15 Dollar bezahlt und konnte dann die Union Station besichtigen. Da Beste dort drin, waren die Modelleisenbahnen, die ausgestellt waren.
So bin ich dann von da aus hinauf zum Liberty Memorial Museum und dem National WW I Museum gegangen. Diese Museen sind immer wieder interessant, geben aber immer wieder zu denken. Ich staune jedes Mal wieder, dass die Amerikaner bereit waren und sind, so viele Leute im Krieg einzusetzen – und zu verlieren…
Ein nächstes Ziel war dann der Shawnee Indian Mission State Park. Eigentlich habe ich erwartet, dort über die Shawnee Indianer mehr Informationen zu erhalten. In diesem Park geht es aber um die Missions Schule im Gebiet der Shawnee Indianer. War trotzdem sehenswert.
Nun hatte ich das Gefühl für heute genügend Sehenswüridkeiten abgeklappert zu haben und bin dann zum Kansas City West / Lawrence KOA Holliday gefahren. Dieser befindet sich auch wieder weit weg von Kansas City – die Distanz zur Union Station wird mit 70 Kilometer angegeben.
Dort habe ich dann bereits eine erste Hälfte der heute gekauften Kefen zum z’Nacht verspiesen…
Sonntag, 18. Juni 2023
Nachdem es in der Nacht angefangen hat zu Regnen und bis am Morgen nicht aufgehört hat, konnte ich ein wenig länger im Bett bleiben. Auch die Strecke, die ich heute zu fahren habe wird nicht sehr lang sein. Zudem hat heute in Lawrence nur das Museum of Natural History der Universität Kansas offen. So bin ich erst kurz vor der Check-out Time um elf Uhr losgefahren. Zuerst bin ich bei Dillons – einem Lebensmittelhändler – einkaufen gegangen. Dann ging es zum Naturhistorischen Museum. Interessant waren dort unter anderem die lebenden Schlangen, die dort in Terrarien gehalten werden.
Eindrücklich habe ich auch das Gebäude empfunden.
Dann ging es weiter nach Topeka, wo ich als Erstes das Combat Air Museum besucht habe. Wieder einmal eine Sammlung von älteren und neueren, grösseren und kleineren Flugzeugen der US Air Force.
Auf den Weg zum Campingplatz, bin ich dann noch am Museum of the Kansas National Guard vorbeigekommen. Dieses war zwar geschlossen, aber die Exponate im Freien konnte ich frei besichtigen.
Der Capital City KOA machte im ersten Moment nicht einen so KOA würdigen Eindruck – ist aber sauber und nicht zu weit von der Stadt entfernt gelegen. Zudem scheint das W-Lan wieder einmal zu funktionieren.
Am Nachmittag passte wieder einmal alles um das Apero draussen zu genehmigen…
Montag, 19. Juni 2023
Zuerst bin ich heute Morgen zum Kansas State Capitol in Topeka gefahren. Einen Parkplatz habe ich bei der Kirche vis-a-vis gefunden und die nette Dame im Office hat mir erlaubt bis um ein Uhr dort zu parkieren. Am Nachmittag sei dann eine Funeral Service…
So bin ich kurz vor zehn Uhr im Visitors Center des State Capitol angekommen, wo ich zuerst meine Stempel im Capitol Pass erhalten habe und dann hat mir der Beamte dort gesagt, dass um zehn Uhr eine Führung in den Dome des Capitols stattfinden werde. Also hinauf in den fünften Stock, wo ich dann mit ein paar anderen Leuten zusammen auf unsere Führerin gewartet habe. Bereits bei der Einführung zur Führung wird darauf aufmerksam gemacht, dass es 296 Treppenstufen hinauf gehe, dass wenn man dies und das habe, man auf die Führung verzichten solle – unter anderem auch Höhenangst. Ich bin dann trotzdem gegangen… Die ersten Treppen waren noch harmlos, dann kommt eine Treppe der Wand entlang und als Dessert zuoberst eine Wendeltreppe, bei der man den Eindruck hat, dass sie nicht aufhört. Als wir dann alle glücklich oben angekommen sind, konnten wir auf eine Art Rundgang um den Dome herum. Eine tolle Aussicht über die Stadt Topeka und die Umgebung auf etwas über 100 Meter Höhe…
Dann ging’s an den Abstieg, wo die Wendeltreppe der schlimmste Teil war, schlimmer als beim Aufstieg… ich habe mich gefragt, warum ich mir das antue… Trotzdem hat es sich gelohnt, es war eine einmalige Gelegenheit, einmal ein solches Bauwerk von aussen zu betrachten.
Dann habe ich noch die verschiedenen Teile des Capitols besichtigt. Einmal die Säle des Senates und des Repräsentantenhauses, die auch hier edel und beeindruckend gestaltet sind.
Dann die vielen Gemälde und die Ausstellungsgegenstände. Auch hier wiederum – sehr eindrücklich…
Zum Schluss habe ich dann einen Rundgang aussen um das Capitol herum gemacht, um auch dort noch die diversen Plätze, Statuen und Memorials zu sehen. Besonderen Eindruck macht auch die Figur auf der Spitze des Turmes, ein Kansa Indianer genannt Ad Astra…
Nun war es Zeit aufzubrechen und den Weg nach Abilene unter die Räder zu nehmen. In etwa eineinhalb Stunden bin ich dort angekommen und habe als Erstes den Campingplatz besucht. Dort habe ich wieder einmal einen letzten Platz erhalten. Dann bin ich zu Fuss die etwa ein Kilometer in das Städtchen Abilene gegangen. Da die Museen heute nicht geöffnet waren, habe ich zuerst ein wenig die Orte des morgigen Besuches rekognosziert und dabei einige Fotos machen können. Nach dem Besuch der Kapelle, wo Eisenhower, seine Frau und ihr jüngster Sohn begraben sind, bin ich dann noch die St. Andrews Catholic Church besucht. Eine Kirche mit sehr schönen bunten Glasfenstern.
Beim Zurückgehen zum Campground habe ich dann noch ein Bild des Wandgemäldes von Wild Bill Hickok, des berühmten Sheriffs von Abilene schiessen können.
In der Stadt wurde ich von einem vorbeifahrenden Touristen (mit Frau und Kindern unterwegs) angesprochen. Ihm seien Geld und Kreditkarten gestohlen worden. Er bot mir an, all seinen Schmuck dazulassen, wenn ich ihm zuerst sechs- bis siebenhundert Dollar geben könne. Dann wollte er eintausend bis fünfzehnhundert Dollar. Glücklicherweise hat die Dame in der Bank dann gesagt, dass ich nur mit der Karte von ihrer Bank Geld beziehen könne. So habe ich dem Gentleman sagen müssen, dass ich ihm nicht so viel Geld geben könne. Er hat mir dann eine Kette – «soi disant» aus Gold zurückgelassen – für den Betrag von zweihundert Euro und einhundertachtzig Dollar. Ich bin nun sehr gespannt, ob die Kette überhaupt einen Wert hat… ich werde es sehen…
Dienstag, 20. Juni 2023
Mit dem Campingplatz von letzter Nacht bin ich trotz des günstigen Preises überhaupt nicht zufrieden. Als ich die Klimaanlage einschaltete, lief diese etwa eine Minute, dann ist der Strom ausgefallen. Dann wieder Strom einschalten und nochmals versuchen – und wieder das gleiche Spiel. Da auch im Office, trotz angeschriebenen Öffnungszeiten, niemand da war, konnte ich meine Reklamation nicht anbringen. So habe ich halt alle Fenster geöffnet und gehofft, dass es ein wenig abkühlen werde. Das dauerte aber bis spät am Abend…
Zudem war auch hier wiederum ein WiFi vorhanden, welches praktisch unbrauchbar war.
Trotzdem habe ich recht gut geschlafen und bin dann heute Morgen früh, das heisst hier vor acht Uhr aufgestanden. Bereits um halb Zehn bin ich dann beim Dwight D. Eisenhower Museum gewesen und habe dort die Runde gemacht. Auch hier habe ich wieder sehr viel über einen Präsidenten gelernt, welchen man dem Namen nach kennt, aber von dem man eigentlich sehr wenig weiss.
Eisenhower war der General, der die Alliierten Verbände im zweiten Weltkrieg zum Sieg über Nazi Deutschland führte. Er hat den Befehl gegeben, am 6. Juni 1944 D-Day auszulösen.
Im 1953 wurde er dann als Nachfolger von Harry S. Truman zum 34. Präsidenten der USA gewählt (bis 1961).
Er hat, mit seinen Kriegserfahrungen während seiner ganzen politischen Karriere für den Frieden gearbeitet.
Von hier aus bin ich dann zur Seeley Mansion, auch in Abilene gefahren. Eine Prachtsvilla aus dem Jahr 1905. Diese habe ich aber nur von aussen angeschaut und fotografiert. Dann ging es weiter nach Hutchinson, welches eigentlich mein Tagesziel sein sollte. Nachdem ich dort das Cosmosphere Museum – gemäss einem Reiseführer ein Raumfahrtmuseum der Spitzenklasse – besucht hatte, habe ich versucht im Ort einen Campingplatz zu finden. Beim Ersten war das Office geschlossen, beim zweiten – den Hutchinson Fairgrounds – war dann sogar das Eingangstor geschlossen. So entschied ich mich, das Reno County Museum auszulassen und heute bereits direkt nach Wichita zu fahren, wo ich einen Platz über Internet reservieren konnte.
Das Cosmosphere hat mir zwar recht gut gefallen, ich habe dort aber so viel Technik und Daten angetroffen, dass mir dies fast zu viel wurde.
In Wichita habe ich einen Platz gefunden, bei welchem kein Office offen war, dann war auch wieder der Zug sehr nahe. Also werde ich morgen nicht hierbleiben, sondern nach den Besuchen in Wichita, nach Wellington, etwas südlich von hier, weiterfahren. Dort konnte ich einen KOA Campground reservieren.
Mittwoch, 21. Juni 2023
Heute ist schon wieder der längste Tag des Jahres… und heute Morgen habe ich, gemäss Wetterwarnung, mit heftigen Gewittern bis elf Uhr vormittags zu rechnen. Glücklicherweise war dann das Gewitter zwar da, aber nicht so heftig wie befürchtet. Als ich kurz vor halb zehn Uhr im Campground abgehängt habe und dann weggefahren bin, hat es nur noch ein wenig geregnet. Dann bin ich kurz vor zehn Uhr beim Museum of World Treasures gewesen und musste warten, bis dieses um zehn geöffnet hat. Es hat sich aber gelohnt zu warten. Eine Reise durch mehrere Jahrtausende und interessant gemacht. Etwas von den Römern, etwas von der Geschichte Europas, die Geschichte der USA mit allen ihren bisherigen Präsidenten… ich war fasziniert…
Scheinbar ging es auch anderen Leuten so, denn das Museum war sehr gut besucht, unter anderem waren auch Schüler dort, die scheinbar auch an diesen Geschichten interessiert waren.
Von hier aus bin ich dann zu dem Old Cowtown Museum gefahren. Dort erwartete ich eigentlich ein Gebäude mit diversen Exponaten. Was ich aber dort gefunden habe ist eine kleine Stadt mit diversen Gebäuden, die alle besichtigt werden konnten. Auch hier waren die Beschreibungen sehr gut gemacht. So habe ich hier mehr Zeit gebraucht, als ich gerechnet hatte. Da ich aber den ganzen Tag zur Verfügung habe, war dies kein Problem.
Nach dem Cowtown Museum bin ich dann zum Keeper of the Plains gefahren. Dieser steht beim Zusammenfluss des Arkansas River mit dem Little Arkansas River. Dort habe ich unter anderem auch eine Schildkröte auf einem Ast im Wasser fotografieren können.
Als letzten Besuch habe ich dann den Exploration Place besucht. Es handelt sich dabei um eine Art Spielplatz, welcher den Kinder Geschichte und Wissenshaft näherbringen soll. Für mich war eigentlich nur die Modelleisenbahnanlage «Kansas in Miniature» von Interesse. Diese ist sehr schön gestaltet und gefällt mit den Modelleisenbahnen sehr gut.
Nun hatte ich wieder einmal genug Museum und bin dann mit einem Zwischenhalt im Walmart zu meinem Campingplatz, dem KOA Holliday in Wellington gefahren.
Dort hat auch das Wetter wieder gebessert und am Abend schien dann noch die Sonne.
Donnerstag, 22. Juni 2023
Gestern habe ich versucht für Oklahoma City eine Campground zu reservieren vom 22. Bis 25. Juni. Von diesem habe ich zwar eine Reservationsbestätigung erhalten, aber ohne Antwort, ob es passe oder nicht. Vor allem hat mich da gestört, dass hier ein Maximalalter für den Camper von 15 Jahren galt. Nun bin ich heute Vormittag von Wellington weg, in Richtung Süden gefahren. Dabei habe ich schon relativ schnell die State Line von Kansas nach Oklahoma überquert. Unterwegs haben mich zwei Museen angesprochen. Zum einen das Cherokee Strip Museum in Perry und zum anderen das Oklahoma Territorial Museum.
Das Cherokee Strip Museum berichtet vom Run auf das Land des Cherokee Strip durch weisse Siedler. An einem bestimmten Tag (16. September 1893), zu einer bestimmten Zeit konnten die über einhunderttausend Anwärter versuchen, sich einen Streifen Land zu ergattern und sich einen Claim abzustecken…
Das Museum zeigt auch das im 1895 gebaute und bis 1944 betriebene Schulhaus von Rose Hill. Eine etwas andere Art Schule…
Von hier bin ich dann bis nach Guthrie gefahren und habe dort festgestellt, dass dies die Oklahoma Territorial bzw. ab 1907 die State Capital bis 1910 war.
Die Ausstellung hier hat diverse Aspekte des Lebens um die Jahrhundertwende aufgezeigt. Besonders interessant fand ich die Berichte über die Gesetzeshüter, welche unter anderem die Dalton Bande zur Strecke gebracht haben.
Von hier aus bin ich dann direkt nach Oklahoma City zum Roadrunner RV Park gefahren, wo ich dann glücklicherweise auch ohne Reservation einen guten Platz – zu einem vernünftigen Preis – erhalten habe.
Freitag, 23. Juni 2023
Gestern Abend ist noch ein Gewitter über unsere Gegend gegangen. Es hat recht stark geregnet, aber die Gewittertätigkeit war nicht sehr heftig – glücklicherweise…
Heute Morgen ist dann wieder schön und sehr warm gewesen. So bin ich mit Uber zum Oklahoma State Capitol gefahren und habe, nach dem üblichen Sicherheitscheck das Gebäude anschauen können. Angefangen im 5. Stockwerk mit den Galerien des Senats und des Repräsentantenhauses, wobei nur die Senatsgalerie offen war. So konnte ich nur dort fotografieren. Eindrücklich ist auch die Kuppel mit den Malereien. Die haben mir hier sehr gut gefallen. Weiter unten finden sich dann weitere sehenswerte Räume und Gänge und auf einer Seite eine «Repräsentations-Treppe».
Dann bin ich zum Veterans Memorial und weiter zum Gebäude der Oklahoma Historical Society. Dieses Museum ist unterteilt in fünf verschiedene Abteilungen und hat mir sehr gut gefallen. Da es inzwischen angefangen hat zu Gewittern, habe ich keine Eile gehabt und bin ziemlich lange dort gewesen.
Als der Regen dann bereits ein wenig nachgelassen hat, bin ich wiederum mit Uber zum Oklahoma City National Memorial Museum gefahren. Dort wurde die Geschichte des Bombenanschlages vom 19. April 1995 auf das Alfred P. Murrah Federal Building dokumentiert. Die heftige Explosion hat eine Seite des Gebäudes regelrecht in Stücke gerissen. Dabei sind viele der dort arbeitenden Bundesangestellten, aber auch Kinder die dort in der Krippe waren, umgekommen. Dass der Bombenbastler und -leger dann zufälligerweise von einem Officer der Highway Patrol wegen einem fehlenden Nummernschild angehalten und dann wegen unerlaubtem Waffenbesitz verhaftet worden ist, scheine eine Fügung des Schicksals zu sein. Das Ganze ist eine sehr bedrückende Geschichte und ich habe in diesem Museum keine Fotos gemacht.
Da bereits späterer Nachmittag war, liess ich mich durch einen weiteren Uber Fahrer zum Campingplatz zurückbringen.
Samstag, 24. Juni 2023
Bei sehr schönem, aber bereits am Morgen feucht heissem Wetter bin ich zuerst mit Uber zu der Old Union Station gefahren. Dort sollte nach den Angaben auf der Karte des Handys der Oklahoma City Farmers Market stattfinden. Bei der Union Station habe ich aber keinen Farmers Market
gefunden und so habe ich mich auf die Suche gemacht. Angetroffen habe ich zuerst einen Platz, wo viele Leute Outdoor Fitness gemacht haben. In der Nähe habe ich auch die «Dancing Bridge» gefunden, von der ich auch in einem Reiseführer etwas gelesen hatte. Dann ging es weiter und nach einem «Pride»-Markt habe ich dann auch den Farmers Market gefunden. Leider war das nicht so sehr das, was ich mir vorgestellt habe. So bin ich nur kurz durchgegangen, habe aber nichts gekauft.
Dann bin ich an einen «Street Car» oder ein Tram gelangt und habe dieses dann bis in die Stadtmitte, in der Nähe der Oklahoma City Hall genommen. Dort habe ich einen Spaziergang zur City Hall und dem County Courthouse gemacht – beides sind in der Regel sehr imposante Gebäude – und liess mich dann von Uber zum National Cowboy und Western Museum bringen, gemäss Reiseführer eines der grössten und bedeutendsten Westernmuseen der Welt.
Es handelt sich dabei um ein Museum, das sehr viele Gemälde und Skulpturen ausgestellt hat. Daneben sind auch einige Szenen aufgestellt. Was mir sehr gut gefallen hat, war das Video über die Westernfilme seit 1903 bis zur heutigen Zeit.
Fehlen durften hier natürlich auch Grössen wie John Wayne, dann der Indianer und wiederum Abraham Lincoln…
In den Aussenanlagen war eine Skulptur von Buffalo Bill - William Cody – welcher mit seiner Wildwest-Show zu seiner Zeit scheinbar eine Bekanntheit und Berühmtheit wie Elvis Presley oder die Beatles gehabt habe.
Dann sind dort auch einige Indianerbehausungen wie ein Tippi, ein festes Haus, ein Rundhaus und die Cliff-Dwellings nachgebaut worden.
Im Ganzen hat mir das Museum sehr gut gefallen.
Dann hatte ich bereits genug für heute – es war bereits gegen drei Uhr – und liess mich wiederum von Uber zum Chalet zurückbringen.
So hatte ich noch ein wenig Zeit um den morgigen Tag zu planen und ein wenig Zeit zum Nichtstun…
Sonntag, 25. Juni 2023
Auch heute Morgen war das Wetter wiederum schön und sehr warm. Meine Klimaanlage ist auf 80 Grad Fahrenheit eingestellt, das sind etwas über 25 Grad Celsius und die hat schon heute Morgen angefangen zu arbeiten…
Dann bin ich zuerst zum Walmart in Oklahoma City gefahren um meine Vorräte – wahrscheinlich schon fast das letzte Mal – richtig aufzufüllen.
Dann ging es west- und südwärts nach Duncan, wo ich das Chisholm Trail Heritage Center besuchte. Ein Museum mit einem sehr guten Video, einem weiteren Video, das ok war und verschiedenen Bildern und Skulpturen zum Thema «Cowboy» und «Western». Eigentlich hätte ich mehr Information zum Chisholm Trail selber erwartet. Trotzdem hat mir das Center gut gefallen.
Dann habe ich entschieden heute noch bis Lawton weiterzufahren. Die Campgrounds in Duncan haben mich nicht wirklich angesprochen. Als ich dann beim Buffalo Bob’s RV Park ankam, musste der Chef dort mir eine Absage erteilen – fully booked. Gut für ihn…
Aber dafür hat er mir einen anderen Platz, etwa 30 km entfernt organisiert. So bin ich halt auch diese Kilometer noch gefahren, bis ich dann im Wichita Mountain RV Park meinen Platz auswählen konnte.
Nach einem kühlen Drink, wollte ich noch ein wenig die Gegend erkunden und versuchte bis zum See zu laufen. Es war aber sooo heiss, dass ich nach etwa fünfhundert Meter umgekehrt habe und wieder in meinen gekühlten Camper zurückging. Meine Wetterapp gibt für hier eine Temperatur von 41 Grad an… Glücklicherweise wehte noch ein leichter Wind, so dass es einen Moment zum Aushalten war.
Montag, 26. Juni 2023
Heute Morgen wars im Camper noch gut 25 Grad warm. Nach dem Aufstehen und Morgenessen ging es dann zuerst in Richtung Geronimos Grave. Dort bin ich aber nur bis zum Zaun von Fort Sill gekommen, einer militärischen Anlage. Wenn ich hier durchfahren wolle, müsse ich im Visitor Center einen Pass holen und könne dann wiederkommen…
So habe ich auf Geronimos Grave verzichtet und bin direkt zum Comanche National Museum & Cultural Center gefahren. Dort war ein wenig zum Leben der Comanche zu lesen und dann waren vor alle viele Kunstwerke zu besichtigen. Ich hätte etwas mehr Informationen zu dem Stamme der Comanche erwartet. Aber da das Museum gratis war, kann ich mich nicht beklagen…
Dann bin ich zum Museum of the Great Plains gegangen. Dieses ist nur ein paar Schritte vom Indianermuseum entfernt. Auch dort war ich nicht so sehr überzeugt von der Ausstellung. Was mir riesigen Eindruck gemacht hat, ist der Keller mit dem Video über die Auswirkungen eines verheerenden Tornados über Wichita Falls.
Auch die Ausstellungsstücke im Aussenbereich, waren mit Ausnahme der Dampflock, zwar ok aber nicht speziell.
Von hier aus bin ich dann direkt nach Wichita Falls gefahren. Dort habe ich auf dem Wichita Falls RV-Park einen Platz erhalten.
Da noch früher Nachmittag war, habe ich versucht noch etwas anschauen zu gehen. Das Kell House Museum war in Google als offen gemeldet, also liess ich mich von Uber dorthin bringen. Leider war Google hier nicht auf dem neuesten Stand und das Haus war geschlossen. So habe ich die beiden speziellen Kirchen in der Nähe von aussen besichtigt und fotografiert und habe dann noch das County Courthouse gesucht. Diese war aber auch nicht so speziell wie vielen anderen Orten.
Dann bin ich noch zu der Wichita Falls City Hall gegangen. Die sieht von aussen ziemlich spektakulär aus. Innen ist es aber «nur» ein gewöhnliches Verwaltungsgebäude.
Da es zum Spazieren viel zu hiess war, liess ich mich von hier aus wieder von Uber zum gekühlten Chalet bringen und habe den Rest des Nachmittags mit Schreiben, Planen und Spielen verbracht.
Dienstag, 27. Juni 2023
Wieder eine Nacht, wo das Thermometer nicht unter 24 Grad gesunken ist. Trotzdem habe ich recht gut geschlafen. Gestern habe ich entschieden, anstatt nach Memphis TX zu fahren, heute nach Elk City zu fahren und dort das Route 66 Museum zu besuchen. Bei strahlendem und sehr warmem Wetter ging es also wieder gegen Norden, zurück nach Oklahoma. Dort bin ich um die Mittagszeit angekommen und habe dann den Route 66 Museum Komplex besucht. Eine Ansammlung von 4 Museen und ein paar Häusern. Besonders gut gefallen hat mir das Video über die Route 66 – leider war aber der Sprecher nicht so gut zu verstehen. Dann im ersten Gebäude, das Transportation Museum, mit ein paar alten Autos und weiteren «Souvenirs» der Route 66 sowie der Gift Shop. Im Trading Post war dann das Route 66 Museum untergebracht, welches die Route von Chicago bis nach Santa Monica aufzeigte und ein paar originelle Ausstellungstücke zeigte. Dabei habe ich festgestellt, dass ich viele Teile, wo die alte 66 durchgegangen ist in meinen Reisen, teilweise bewusst, oft aber auch unbewusst, gefahren bin.
Dann ging es weiter durch die «Town» mit den diversen Geschäftshäusern, der Schule und der Kirche zum Old Town Museum. Eine Sammlung von einer Unmenge alter Gegenstände – wenn die den doppelten Platz zur Verfügung hätten, wäre alles etwas übersichtlicher…
Im oberen Stockwerk des Museums ist eine Ausstellung über drei Brüder – the Beutler Brothers – die für die Rodeo Veranstaltungen Pferde und Stiere züchteten und damit scheinbar einen rechten Erfolg hatten. Eine sehr gut gemachte Ausstellung.
Nach dem Bahnhof und dem Drug Store, ging es dann zum letzten Museum, dem Farm & Ranch Museum. Diese hat ein paar originelle alte Traktoren und weitere landwirtschaftliche Maschinen ausgestellt.
So verging einige Zeit und nach dem Tanken bin ich dann zum Campingplatz gefahren und habe meinen gestern reservierten Platz beziehen können. Mit der Klimaanlage war es dann recht gut erträglich. Die Temperatur im Chalet ist von über 99 Grad Fahrenheit auf etwa 80 Grad heruntergekommen, dies entspricht von etwas über 35 Grad auf etwas über 25 Grad Celsius.
Mittwoch, 28. Juni 2023
Heute ist das Ziel meine letzte Stadt in Texas, Amarillo. Unterwegs habe ich aber noch einen Fotostopp beim Beckham County Courthouse in Sayre eingelegt. Diese diente in einem Film als Oklahoma State Capitol. In McLean habe ich noch zwei Museen besucht. Das Devil’s Rope Museum, in welchem die Hauptausstellung über Stacheldrahtzäune und deren Verwendung war. Daneben hat das Museum aber auch eine gute Ausstellung über «The Dustbowl» - eine Zone, wo in den frühen 1930er Jahren eine grosse Dürre herrschte, so dass viele Leute von dort weggezogen sind. Zudem sind einige Infos über die Route 66 in der Gegend ausgestellt. Im Ganzen ein gelungenes Museum.
Das zweite Museum war das McLean-Alanreed Area Museum. Dort wird die Geschichte des Ortes erzählt. Weiter ist dem POW-Camp (Kriegsgefangenenlager des zweiten Weltkriegs) in McLean ein Teil gewidmet. Glücklicherweise hat die Frau eines dort beschäftigten Handwerkers die Geschichte des Lagers auf Deutsch übersetzt, so dass es mir einiges einfacher ging, das Ganze zu verstehen.
Von hier aus bin ich dann ohne Halt bis zum Texas Welcome Center in Amarillo gefahren, wo ich mir wiederum die Attraktionen des Ortes aufzeigen liess.
Beim Campground, wo ich vorgestern ein Reservationsformular ausgefüllt habe, dann aber keine Antwort erhielt, habe ich dann trotz allem einen Platz erhalten. Leider funktioniert auch hier das WiFi nicht und auch das Wasser ist im Moment auch nicht da.
Die Temperaturen heute sind immer noch um die 40 Grad, so dass ich den Rest des Nachmittags im gekühlten Chalet (um 30 Grad) verbracht habe.
Donnerstag, 29. Juni 2023
Heute Morgen bin ich wieder einmal etwas früher aufgestanden. Nach dem Frühstück ging es mit Uber zur Avis Autovermietung am Amarillo International Airport. Dort konnte ich meinen Nissan Altima beziehen und bin dann zuerst nach Panhandle gefahren. Dort ist, gemäss Reiseführer, ein gutes Museum und dann auch das Carson County Courthouse. Der Besuch des Museums hat mir sehr gut gefallen. Dort waren mehrere Räume mit interessanten Gegenständen und auch ein paar interessante Geschichten. Im Aussengelände waren verschiedene Gewerbe dargestellt. Eindruck gemacht hat mir ein «Dougout», ein teilweise in die Erde gegrabene «Wohnung» überdeckt mit Holz. Diese sei im Sommer kühl geblieben und im Winter warm. Auch eine Kirche war dort; leider war diese nicht geöffnet, so dass man die nur von aussen besichtigen konnte.
Das Carson County Courthouse war zwar ein Foto wert, aber nicht so eindrücklich wie viele frühere Courthouses.
Dann ging es zurück nach Amarillo, wo ich zuerst die Big Texan Steak Ranch besuchte. Ein Restaurant, wo man ein Steak bis zu 72oz gross – das sind etwas über 2 kg bestellen kann. Wenn man das Steak und die Beilagen – Salat und eine Ofenkartoffel – fertig ist, erhält man dieses gratis… - ich habe gerne verzichtet.
Als Nächstes habe ich das American Quarter Horses Hall of Fame and Museum besucht. Dort hängen viele Fotos von wichtigen Leuten und von Pferden. Daneben hat es auch einige interessante Ausstellungsstücke, die einen die Geschichte des Amerikanischen Cowboypferdes näher bringen.
Dann bin ich zum Sisemore RV-Museum gefahren. Dieses konnte gratis besucht werden. Dort waren einige alte RV’s ausgestellt. Besonders gut gefallen hat mir ein alter Winebago und dann der Happy Max, eine Art Bus, welcher in einem Film «RV – the Movie» mit Robin Williams gebraucht worden ist. Es war auch eindrücklich zu sehen, dass bereits vor fast hundert Jahren Camper gebaut und gekauft worden sind.
Dann ging es weiter zu Bill’s Backyard Classics – ein Automuseum der besonderen Art. Der Bill Pratt hat dort eine Sammlung von alten Autos, die alle noch funktionstüchtig sind und sehr gut gepflegt werden. Der Angestellte des Museums hat mich in beiden Hallen herumgeführt und mir sehr vieles erklärt. Da war nicht einmal der Preis von zwölf Dollar überrissen…
Als letztes habe ich dann noch die Cadillac Ranch knapp ausserhalb von Amarillo besucht. Ich empfand das eher etwas skurril. Ein Haufen Leute, die dort die vergrabenen Autos versprayt haben, wobei die Spraydosen vor Ort verkauft werden… - das Ganze hat mir nicht wirklich Eindruck gemacht.
Auf dem Heimweg habe ich dann noch einen Zwischenstopp bei einem United Supermarket gemacht, um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen…
Freitag, 30. Juni 2023
Mein zweiter Tag in Amarillo. Heute besuche ich den Palo Duro Canyon. Dieser war für mich aber eher enttäuschend, da ich einen Canyon wie den Canyon de Chelly mit den verschiedenen Felsformationen oder den Grand Canyon mit den vielen Farben erwartete. Beim Palo Duro Canyon finde ich nur speziell, dass ich über ein flaches Land fahre und dann plötzlich ein riesiger Abgrund sich auftut. Nach dem Besuch des Visitor Centers bin ich in den Canyon hineingefahren. Dort hat es sehr viele Wanderwege. Heute war es aber zu heiss zum Wandern und so bin ich nach der Fahrt bis zum Ende der Strasse wieder zurückgefahren und bin dann nach Canyon in Panhandle Plains Historical Museum gefahren. Dieses erzählt die Geschichte der Gegend von der Zeit der Dinosaurier, über die Zeit der «Pueblo-Indianer» bis in die heutige Zeit. Eine grössere Ausstellung ist der Erdölgewinnung gewidmet.
Dann bin ich zurück nach Amarillo gefahren, wo ich noch einmal die Big Texan Steak Ranch besucht habe. Als ich dort angekommen bin, hat ein Gewitter angefangen mit starkem Regen und etwas Hagel. So bin ich halt einen Moment dortgeblieben, bis der Regen etwas nachgelassen hat. Um die Zeit etwas besser zu nutzen habe ich mir überlegt, dort etwas zu essen. Aber es hatte so viele Leute, dass ich darauf verzichtet habe. Dann bin ich zum Campground zurückgefahren und habe einen Teig vorbereitet. Während ich dann das Mietauto zum Amarillo International Airport zurückgebracht habe, konnte der Teig aufgehen. Die Uber Fahrerin, welche mich dann zurückgebracht hat, war wieder einmal eine ziemlich interessierte Person und hat mich allerhand ausgefragt – aber auf eine sympathische Art…
Dann konnte ich die Brötli backen und z’Nacht machen.
Samstag, 1. Juli 2023
Heute geht es auf der Interstate 40, welche die Route 66 abgelöst hat, weiter in Richtung Westen bis nach Tucumcari. Kurz nach Amarillo bin ich an der Cadillac Ranch vorbeigefahren und habe gesehen, dass auch schon am Vormittag sehr viele Leute dort waren.
Dann fuhr ich ohne Halt bis zu Russell’s Truck and Travel Center in Glenrio durch. Dort habe ich aufgetankt und bin dann auch noch das dortige Automuseum anschauen gegangen. Von Elvis Presley über Marilyn Monroe bis zu John Wayne waren dort viele Grössen vertreten. Dann ging es weiter bis nach Tucumcari, wo ich zuerst das Tucumcari Historical Museum besuchen ging. Der Kassier dort hat einiges von mir wissen wollen und hat mir dann auch ein wenig von der Geschichte des Museums erzählt. Das Gebäude wurde 1903 als Schulhaus gebaut. 1930 wurde es als Suppen Küche benutzt, 1935 dann für die US Army Corps of Engineers gebraucht, 1936 bis 1937 als Spital benutzt und ab 1942 wieder als Schulhaus. Nachdem die Schule im 1965 geschlossen wurde, ist im 1969 dann das Museum dort eingezogen. Ein interessantes Museum mit einer Unmenge ausgestellter Ware und ein paar interessanten Geschichten.Im Aussenbereich sind Farm- und Ranch Maschinen und Geräte ausgestellt. Auch ein Militär Jet und eine Kanone dürfen nicht fehlen.Bereits etwa um zwei Uhr bin ich dann beim Tucumcari KOA eingetroffen und habe meinen reservierten Platz beziehen können. Den Nachmittag habe ich fürs Wäsche waschen und ein paar Ansichtskarten schreiben benutzt.
Sonntag, 2. Juli 2023
Die Reise heute nach Santa Fe ist etwas über zweihundertfünfzig Kilometer lang. So konnte ich in aller Ruhe meine Morgenroutinen erledigen und dann bereit machen zur Abfahrt. Dabei ist mir beim Versorgen des Wasserschlauches der Deckel des Aussenfaches auf den Kopf gefallen. Dieser ist zwar nicht sehr schwer, aber mit seiner Kante hat es dann doch an der Stirn eine Wunde gegeben, die recht stark geblutet hat. Also musste diese «gepflastert» werden und dann konnte es losgehen.
Bis nach Santa Rosa bin ich durchgefahren. Dort habe ich eine kleine Ortsbesichtigungsfahrt gemacht und bin dabei auf ein Automuseum gestossen, welches ich nicht auslassen konnte. Ein kleines Museum mit ein paar Perlen…
Dann ging es weiter auf der Interstate 40, dann Nordwärts bis kurz vor Las Vegas NM und dann gegen Santa Fe, bis zum Pecos National Historic Park. Dort besuchte ich zuerst das Visitors Center. Ein freundlicher Park Ranger hat mir dann empfohlen, den Rundgang zu den Ruinen des Pueblos und der Kirche zu machen. So habe ich mich auf den Weg gemacht und dann festgestellt, dass ich wahrscheinlich den Rundgang in die verkehrte Richtung gemacht habe. Das war aber kein Problem. So bin ich am Schluss wieder beim Visitor Center angekommen und habe dort dann noch ein Video über die Geschichte dieses Pueblos angeschaut. Dann ging es weiter zum Rancheros de Santa Fe Campground, wo ich einen Platz für die nächsten beiden Nächte reserviert hatte.
Glücklicherweise ist hier das WIFI wieder einmal so einigermassen gut, dass ich meine Rechnungen bezahlen und ein paar Fotos heraufladen konnte.
Auch habe ich heute Nachmittag meine restlichen Etappenorte geplant und bereits fast alle Campingplätze reserviert, ausser dem zweitletzten Ort, entweder Bakersfield oder Simi Valley (dort wäre das Ronald Reagan Museum).
Montag, 3. Juli 2023
Nachdem die letzten Nächte relativ warm waren, ist es heute Morgen mit etwa 15 Grad Celsius schon eher kühl gewesen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Rancheros de Santa Fe auf rund 2200 müM befinden. Heute will ich Santa Fe besuchen. Eigentlich wollte ich einen Uber bestellen und mit diesen zur Stadt fahren. Das war aber dann nicht möglich. So habe ich halt aufgeräumt und abgehängt und bin mit dem Chalet in die Stadt gefahren. Glücklicherweise hat es beim Visitor Center, welches sich direkt neben der New Mexico State Capitol befindet genügend Parkplätze, sogar einige für grössere Fahrzeuge.
Nach der üblichen Sicherheitskontrolle konnte ich das Capitol frei besuchen. Das New Mexico State Capitol ist ein neueres Gebäude und kann mit den bisher besuchten alten State Capitols nicht mithalten.
Trotzdem habe ich die Runde darin gemacht und einige interessante Stellen gefunden. Das Büro des Gouverneurs, dann die Säle des Senates und des Repräsentantenhauses, welche beide von der jeweiligen Galerie aus besichtigt werden konnten.
Dann habe ich mich aufgemacht um noch etwas die Stadt zu besichtigen. Da ich letztes Jahr schon mit Stephanie hier gewesen bin, war in Downtown nicht mehr viel Neues zu finden. Die Loretto Kapelle habe ich besucht. Dann eine Runde durch viele Schmuck- und Souvenirshops gemacht, leider ohne das Gewünschte zu finden. Auf dem Rückweg zum Chalet habe ich noch die San Miguel Church besucht. Teile davon sollen bereits im Jahr 1610 durch die Tlaxcalan Indians unter der Anleitung der Franziskaner Mönche gebaut worden sein.
Dann habe ich versucht den Railyard District – scheinbar auch ein Touristenort – zu besuchen. Leider habe ich aber dort wieder einmal keine Parkplätze gefunden und so bin ich dann halt zum Museum Hill, einer Ansammlung von Museen etwas ausserhalb von Santa Fe gefahren. Dort habe ich das Museum of Indian Arts & Culture besucht. Dort waren aber vor allen Töpfereien und etwas Kunst ausgestellt. So habe ich den Eintrittspreis von zwölf Dollar als eher überrissen empfunden. Dann habe ich auch den Gift Shop des Museum of international Folk Art besucht. Das Museum habe ich aber ausgelassen. Beim Santa Fe Botanical Garden habe ich die Anlagen besichtigt. Ausser bei den Rosen, welche man schon von weitem riechen konnte, war ich aber auch nicht wirklich überzeugt. Bei meinem Spaziergang gestern in der Pecos NHS habe ich fast mehr Blumen gesehen als heute im Botanischen Garten.
So bin ich dann kurz nach zwei Uhr nachmittags wieder zurück zu den Rancheros de Santa Fe in meinen Campground gefahren und habe den Rest des Nachmittags genossen, mit Apero und Schreiben und etwas Spielen.
Dienstag, 4. Juli 2023
Heute ist Independence Day, der amerikanische Nationalfeiertag. Meine Fahrt von Santa Fe nach Albuquerque habe ich mir heute Morgen etwas anders vorgestellt. Mein erster Halt war in Santo Domingo Pueblo. Zuerst Tanken, dann wollte ich das «Pueblo» besichtigen. Leider war dort, ausser einem normalen Dorf auf dem Land nichts. So bin ich weitergefahren bis nach San Felipe Pueblo. Dort dasselbe. Also weiter zum San Felipe Casino. Dieses wird von den San Felipe Indianern geführt und scheint recht gut zu laufen. Bereits am Vormittag waren etliche Leute dort am Spielen. Da ich nicht spielen wollte, bin ich weitergefahren. Zuerst nach Algodones, wo ich auf der alten Route 66 über Santa Ana Pueblo, Bernalillo nach Sandia Pueblo gefahren bin. Dort konnte ich nicht einmal bis zum Dorf fahren, da die Strasse durch einen Zaun gesperrt ist. So bin ich dann direkt nach Albuquerque gefahren, wo ich im KOA Campground meinen Platz bezogen habe. So habe ich bereits etwa um zwei Uhr nachmittags Feierabend gehabt uns so genügend Zeit für Fotos heraufladen – das geht hier – und meine restlichen Tage definitiv festlegen. Alle Campingplätze, die Hotels und das Mietauto sind gebucht und bestätigt.
Mittwoch, 5. Juli 2023
Heute morgen war es beim Aufwachen schon wieder einmal 25 Grad und mehr im Camper. Und es sollte noch besser werden. Den Tag durch stiegen die Temperaturen aussen auf bis 37 Grad.
Am Vormittag bin ich mit Uber zum National Museum of Nuclear Science and History gefahren. Zuerst die Flugzeuge, die Raketen und die Cruise Missiles aussen, dann die Geschichte der Nukleartechnik im Museum drinnen. Draussen eine sehr interessante, aber auch erschreckende Ausstellung von nuklearen Waffensystemen – unter anderem auch der Fat Boy, welcher im 1945 über Nagasaki abgeworfen worden ist. Drinnen dann eine recht nüchterne Betrachtung der nuklearen Entwicklung und Forschung von den Anfängen bis zur heutigen Zeit. Sehr gut gemacht mit vielen Geschichten, auch über die Pioniere der Atomforschung wie Marie Curie und auch Albert Einstein.
Von hier ging es dann wieder mit Uber weiter zum New Mexico Museum of Natural History and Science. Auch hier hat mir die Ausstellung über die Dinosaurier, über Sterne und viele weitere Natur»wunder» sehr gut gefallen. Von dort aus ging es dann trotz der Hitze zu Fuss zum Albuquerque Museum, welches teilweise Kunst und teilweise Geschichte präsentiert. Die Galerien für Kunst waren nicht so mein Ding. Gut gefallen hat mir aber die Galerie über die Geschichte von Albuquerque mit ein paar Videos und einigen interessanten Ausstellungsstücken.
Von hier bin ich dann noch in die Old Town Albuquerque gegangen und habe dort zuerst die Kirche. San Felipe de Neri besucht.
Dann bin ich in verschiedene Gift Shops gegangen und habe versucht die mir fehlenden Shotbecher «New Mexico» zu finden – glücklicherweise mit Erfolg.
Da nun bald vier Uhr nachmittags war, liess ich mich von hier wiederum mit einem Uber zum Campingplatz zurückbringen. Heute war zwar die Wartezeit bei allen Uber’s recht lang, dafür hatte ich freundliche und redselige Fahrer, die einiges von mir wissen wollten – im positiven Sinne…
Glücklicherweise hat die Klimaanlage im Camper gut funktioniert und die Temperatur war auf etwa 25 Grad, was gegenüber draussen sehr angenehm war.
Donnerstag, 6. Juli 2023
Heute in einer Woche werde ich mein Chalet in San Luis Obispo wieder einstellen. Nun bleiben noch ein paar Tage mit grösseren Fahretappen. Heute soll es von Albuquerque nach Gallup gehen.
Zuerst will ich aber noch das Indian Pueblo Cultural Center besuchen. Dort habe ich viel indianische Kunst angetroffen. Ein paar kurze Videos mit Stimmen der heute dort lebenden Indianer haben das Ganze etwas abgerundet. Im Shop habe ich wieder einmal etwas gefunden, was mir sehr gut gefallen hätte, aber ich war nicht bereit für die zwei Ohrstecker – ich hätte sie dann zu Hause an eine Wand gehängt – einen Preis von hundertfünfunddreissig Dollar zu bezahlen. Ausserdem haben mir die Bänder, die ich im Canyon de Chelly letztes Jahr für etwa vierzig Dollar erhalten hätte viel besser gefallen.
Also bin ich ohne Einkauf weitergefahren und zwar zu dem Visitor Center des Petroglyph National Monument. Dort erwartete ich aber wieder einmal zu viel. An einem Kiosk hat uns ein Helfer erklärt, wo die Petroglyphs zu besichtigen seien. Es hat weder eine Ausstellung, noch irgendein Video dazu gegeben. Im Gift Shop habe ich auch nichts gefunden, was ich gerne besitzen würde. Also bin ich zu dem Boca Negra Canyon gefahren, wo ich hoffte, einige dieser Felszeichnungen zu sehen. Leider war dem auch nicht so. Die Felszeichnungen sind nach einer Wanderung zu sehen gewesen. Und heute morgen war mir das Wetter viel zu heiss zum Wandern. Dazu kommt, dass ich schon an anderen Orten diverse diese Felszeichnungen bewundern konnte. Also ging es auch hier ohne Halt weiter.
Mein nächster Stopp war beim Grants-Milan Airport, wo sich das Airways Museum befindet. Free Self-Guided Walking Tour war angesagt. Das Museum ist nur am Samstag geöffnet. So habe ich halt die dortigen Tafeln gelesen, ein paar Fotos gemacht und bin dann zu meinem heutigen Etappenziel, dem USA RV Park in Gallup gefahren.
Dort habe ich versucht mit Uber nach Gallup Downtown zu fahren. Aber der Uber Service hier lässt sehr zu wünschen übrig. Also hatte ich den Rest des Nachmittags für Karten schreiben, spielen und schreiben zur Verfügung.
Freitag, 7. Juli 2023
Gestern habe ich herausgefunden, dass Gallup ein Rex Museum und ein Navajo Code Talker Museum habe. So bin ich heute Morgen als Erstes in die Stadt gefahren und habe bei der City Hall nach dem Museum gefragt. Die beiden dort Anwesenden hatten aber keine Ahnung, dass Gallup ein Museum hat. Beim Herausgehen habe ich dann den Postman angetroffen und diesen gefragt. Der konnte mir klar Auskunft geben und so bin ich zu Fuss zum Rex Museum gegangen, ein Ortsgeschichtemuseum in einem ehemaligen Stundenhotel. Dort war aber geschlossen und ein dort Anwesender hat mir erzählt, dass sie gerade am Aufbauen einer neuen Ausstellung seien und daher das Museum erst am 14. Juli wieder aufgehen würde. So bin ich unverrichteter Dinge davon und habe das Navajo Code Talker Museum bei der «Train Station» gesucht. Ein solches Museum ist aber dort nirgends angeschrieben, dafür das Gallup Cultural Center. In diesem ist dann auch ein Museum mit einem Fenster für die Code Talkers. Die übrigen Fenster waren den Indianern, der Eisenbahn und der Route 66 gewidmet. Ein kleines aber feines Museum und dann erst noch gratis.
Nach diesen beiden Museen bin ich zufälligerweise an das McKinley County Courthouse gelaufen. Ein eindrückliches Gebäude.
Dann ging es los, auf die Interstate 40 in Richtung Flagstaff. Unterwegs habe ich bei dem Petrified Forest National Park Visitor Center einen Zwischenstopp eingelegt und dort das Video und den Gift Shop angeschaut. Im Nationalpark Visitor Center habe ich den Trip Planner mitgenommen und die drei Stempel «Petrified Forest», «The Painted Desert» und «Route 66» auf dem Trip Planner gestempelt. Den Park habe ich aber nicht besucht, da ich im 2019 bereits die ganze Strecke gefahren bin und die meisten Besichtigungspunkte angeschaut habe.
So ging es dann weiter bis nach Holbrook, wo ein zweiter Stopp eingelegt wurde. Wasser und etwas weniges an Lebensmitteln habe im Safeway erstanden.
Dann bin ich direkt bis zum Flagstaff KOA gefahren, wo ich am früheren Nachmittag meinen reservierten Platz beziehen konnte.
Samstag, 8. Juli 2023
Heute scheint ein reiner Fahrtag zu sein. Am Vormittag bin ich von Flagstaff weggefahren und habe in Seligman einen kurzen Stopp geplant. Da mir aber Seligman überhaupt nicht gefällt, habe ich nicht einmal angehalten und bin durchgefahren bis nach Kingman zum dortigen KOA. Um etwas zu unternehmen ist es mir heute mit über 35 Grad einfach zu heiss. So habe ich die Klimaanlage im Camper genossen und nach dem die restlichen Ansichtskarten schreiben noch etwas gespielt.
Sonntag, 9. Juli 2023
Auch heute ist eine lange Strecke vorgesehen. Bis zum Barstow/Calico KOA sind es über dreihundert Kilometer. So bin ich am Vormittag von Kingman weg und auf der Interstate 40 losgefahren. Unterwegs hatte ich vorgesehen, noch zu tanken. In Arizona hätte ich für rund 3.60 Dollar die Gallone tanken können. In Ludlow, welches bereits weit in Kalifornien liegt, hat dann die Gallone 6.20 Dollar gekostet. Von hier aus ging es dann weiter, zuerst zur Calico Ghost Town, einer Silberminenstadt, nicht weit vom KOA entfernt. Dort habe ich den zwischen 1881 und 1896 «lebenden» Ort besucht. Heute ist es eine reine Touristenattraktion mit Museum, Gift-Shops, einer mit Diesel fahrenden Dampfbahn, den Minen Tours und einigen weiteren heute teilweise geschlossenen «Läden».
Da es hier wiederum weit über 35 Grad heiss war, bin ich nicht sehr lange geblieben und bin dann in den Barstow/Calico KOA gefahren, wo ich den Rest des Nachmittages klimatisiert verbracht habe.
Montag, 10. Juli 2023
Auch heute gibt es einen reinen Fahrtag. Von Barstow geht es heute nach Castaic zu Valencia Travel Village RV Park. Nach den überteuerten Tanken gestern und heut Morgen – als ich weiterfuhr, habe ich festgestellt, dass man auch in Kalifornien unter 5 Dollar pro Gallone tanken könnte…
Nach ein paar kurzen Zwischenstopps ohne irgendwelche interessanten Details, bin ich gegen halb drei Uhr in Castaic im RV Park angekommen. Der Platz ist ok, wie ein Stadt RV Park eben ist. Dafür hat er ein tolles Schwimmbad und einen gut eingerichteten Laden. Zudem funktioniert hier das WiFi ausserordentliche gut.
Dienstag, 11. Juli 2023
Heute Morgen bin ich für meine Verhältnisse recht früh losgefahren. Ich will zuerst in San Fernando versuchen, meine Kamera zu ersetzen. Die hat ein Problem mit dem Objektiv und funktioniert nicht mehr. Leider haben weder der WalMart noch der BestBuy das Gewünschte. Also bin ich halt ohne Fotokamera weiter bis zur Ronald Reagan Presidential Library and Museum in Simi Valley. Für einen bescheidenen Eintrittspreis von fast 30 Dollar geht es dann in die Ausstellungen «Auschwitz» - eine Sonderausstellung über das KZ im zweiten Weltkrieg und dann ins Museum über Ronald Reagan. Die Ausstellung über Ronald Reagen hat mir sehr gut gefallen. Sogar der Air Force 1 Jumbo steht in einer riesigen Halle im Museum und kann von innen besichtigt werden.
Nach dem Museum bin ich dann ohne weiteren Halt zu meinem Campingplatz am Pazifik gefahren. Nach diesen vielen heissen Tagen scheint es hier richtig kühl zu sein. Der Nebel drückt vom Meer her in die Küstengegend hinein.
Mittwoch, 12. Juli 2023
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Donnerstag, 13. Juli 2023
Heute ist Abreisetag. Bereits um halb acht Uhr gab es heute Tagwache. Zuerst noch die restlichen Eier kochen fürs Frühstück, dann Morgenessen und dann los, zum San Luis Obispo Airport. Dort konnte ich meine Avis Mietauto abholen – einen Toyota Camry – nicht ganz das neuste Modell, aber ok. Während ich bei Avis war, hat ein netter Parkwächter mir eine Busse an die Frontscheibe geheftet, da hier nur für das Abholen von Passagieren parkiert werden darf. Dann bin ich mit dem Camper zur 320, Castillo Road gefahren, wo ich den Ruedi Lüdi angetroffen habe und noch ein wenig mit diesem plaudern konnte. Er wird wiederum mein Chalet auf Vordermann bringen und ich werde sicher nächstes Jahr noch einmal eine USA Reise unternehmen. Was und wo und wie werde ich in den nächsten Monaten entscheiden…
Dann ging es mit eine sehr gesprächigen Uber-Fahrer zurück zum Flughafen, wo ich mein Mietauto abholte und zuerst nach San Luis Obispo, zur Mission San Luis Obispo de Tolosa fuhr. Es ist die letzte der 21 kalifornischen Missionen, die ich nun alle besucht habe. Auch diese gefiel mir sehr gut. Die Kirche empfand ich – für eine katholische Kirche – als relativ einfach und sympathisch.
Dann bin ich nach Morro Bay weitergefahren, wo ich am Hafen noch ein paar Fotos machte. Als nächstes Ziel waren wieder einmal die Sea Elephants von Piedras Blancas etwas nördlich von San Simeon. Dort hatte es dieses Mal sehr wenige Tiere und ich hörte von eine Park Beamtin, dass dieses Jahr wenige Jungtiere den stürmischen Frühling überlebt haben. Trotzdem sei der Bestand der Sea Elephants nicht gefährdet. Scheinbar besuchen etwa 25 Millionen Seeelephanten den etwa acht Meilen langen Strandabschnitt.
Von hier aus ging es dann weiter über die Green Valley Road, über eine Art Pass hinüber nach El Paso de Robles. Dort habe ich per Zufall das Estrella Warbirds Museum in der Nähe des Paso Robles Municipal Airports gefunden. Ein tolles Museum mit verschiedenen Teilen, einmal eine Ausstellung über die US Army vom ersten Weltkrieg bis zu
Desert Storm, dann verschiedene Armee Flugzeuge, dann eine super schöne Ausstellung von alten Autos, alle gepflegt und sauber und dann noch eine Ausstellung über weiteres Gerät der Armee.
Von hier aus war es dann nur noch ein Katzensprung bis zu meine Hotel The Oaks in El Paso des Robles. Hier wiederum ein grosses Zimmer mit allem was ich brauche und sogar ein WiFi, das sehr gut funktioniert.
Freitag, 14. Juli 2023
Nach einem guten Frühstück bin ich von Paso Robles weiter gegen Norden gefahren. Einen ersten Halt habe ich bei der Mission San Miguel Arcangel gemacht. Diese war die beiden letzten Male als ich hier war, geschlossen. Heute konnte ich auch das Museum und die Kirche besuchen und es hat sich gelohnt. Dann habe ich als nächstes die Mission San Antonio de Padua geplant. Diese hatte ich bereits letztes Jahr besucht, sie hat mir aber einen so guten Eindruck hinterlassen, dass ich diese jetzt noch einmal besuchen wollte. Neugierig war ich auch auf die Militäranlage des Fort Hunter Liggett, an denen man vorbeifahren muss. Dieses Mal war aber hier nichts los und so ging es direkt zum Kloster, bei welchem ich auch dieses Mal wieder freundlichst begrüsst wurde. Die Mission San Antonio de Padua liegt so weit von dem Freeway entfernt, dass nur wenige Touristen den Umweg auf sich nehmen. Schade, denn die Anlagen sind neu renoviert und wirklich sehenswert. Zudem wäre es sogar möglich dort ein Zimmer zu buchen – in einer sehr schönen und ruhigen Umgebung.
Dann ging es weiter in Richtung Monterey, in dessen Nähe ich das Motel 6 für diese Nacht gebucht habe. Da es noch früh am Nachmittag war und die Check-in Zeit erst um drei Uhr begann, entschloss ich mich auch bei der Mission Nuestra Senora de la Soledad anzuhalten und noch einmal zu besichtigen. Was mir dieses Mal aufgefallen ist, ist der wunderschöne Rosengarten bei Eingang.
Nach diesem Besuch ging es dann nach Marina zum Motel 6. Leider hat es wieder einmal am Meer einen dichten Hochnebel, so dass die Temperaturen her anstatt zwischen 30 und 35 Grad nur noch zwischen 15 und 20 Grad liegen.
Samstag, 15. Juli 2023
Heute geht es nach einem guten Frühstück im Coffee Mia in Marina bei Monterey weiter nach San Francisco. Da ich viel Zeit habe für diese Strecke habe ich beschlossen, in Santa Cruz einen Halt zu machen. Dort habe ich dann das Museum of Natural History gefunden und bin dieses besuchen gegangen. Ein kleines, aber feines Museum und bei einem Eintrittspreis von zwei Dollar war es sehr gut. Dann bin ich einen Moment dem Strand entlang und habe ein paar Fotos vom Nebel hinter Santa Cruz geschossen.
Weiter ging es dann in Richtung San Jose und von dort zu den San Francisco Premium Outlets in Livermore. Dort konnte ich nicht widerstehen und habe noch einmal zwei Paar Jeans gekauft. Für weitere Einkäufe hatte ich keinen Platz mehr in meinen Koffern.
Dann bin ich von dort über Oakland und über die Bay Bridge – welche eine Brückenzoll von sieben Dollar kostete – und über die Mietautofirma verrechnet wird – nach San Francisco zum Motel 6 gefahren. Dort Ausladen und dann noch ein wenig den Nachmittag geniessen. Zum Nachtessen bin ich ins nahe gelegene Thai Restaurant gegangen und habe noch einmal das rote Curry probiert – hat ausgezeichnet geschmeckt.
Sonntag, 16. Juli 2023
Heute Morgen hat es frühe Tagwache gegeben. Ich musste noch das Mietauto zur Avis an der O’Farrel Street bringen. So bin ich bereits um etwa viertel vor Acht bei Mel’s Diner gewesen und habe mir dort ein echtes amerikanisches Frühstück mit Ei und Speck, mit Hash browns – etwas wie bei uns Rösti – und mit Toast, Butter und Kaffee bestellt.
Es war wiederum sehr gut. Dann bin ich das Auto holen gegangen und nach dem Tanken ging es zurück zu Avis. An der angegebenen Adresse habe ich aber nur ein Hotel gefunden und bin daher um den Block herumgefahren. Auf der anderen Seite des Hotels war dann die Avis angeschrieben und so konnte ich das Gefährt übergeben. Dann bin ich zu Fuss zum grossen Platz vor der San Francisco City Hall gegangen, um dort den Farmers Market zu besuchen. Er war wieder fast so bunt und vielfältig wie im ersten Jahr im Oktober. Schade, dass ich hier nicht das eine oder andere kaufen konnte, um es zu probieren.
Dann ging es zu Fuss und mit dem Street Car (beim Cable Car war mir die Warteschlange zu lang) zum Port of San Francisco und dann zum Fisherman’s Wharf.
Nach dem Mittag ging es dann zurück in die Downtown, wo ich in John’s Grill Mittagessen ging. Die Chef’s Weekly Special schien mir schon das letzte Mal im Oktober 2022 auf der Karte gewesen zu sein – die Medaillons of Beef mit Sauce Bearnaise, Gemüse (welche für meinen Geschmack zu wenig gekocht war) und mit Mashed Potatos. Es hat sehr gut geschmeckt.
Dann hatte ich – nach fast zehn Kilometer zu Fuss – genug San Francisco gesehen und bin ins Hotel zurückgegangen.
Dort wurde noch fertig gepackt und dann habe ich den Rest des Nachmittag für mich genossen.
Montag, 17. Juli 2023
Heute ist Reisetag. Zuerst bin ich wiederum zu Mel’s Diner gegangen und habe mein traditionelles Frühstück genossen. Dann bin ich zur Post gegangen, um meine beiden Packete mit Prospekten und weiteren Souvenirs aufzugeben. Das hat seine Zeit gedauert. Dann bin ich zurück zum Hotel gegangen. Da das Gepäck immer noch nicht deponiert werden kann, bin ich auf dem Zimmer geblieben und habe dort noch eine Weile gespielt. Kurz vor zwölf Uhr – der Check-Out-Time – habe ich einen Uber bestellt, der mich dann zum Flughafen gebracht hat. Dort konnte ich glücklicherweise das Gepäck an den Schaltern der Lufthansa aufgeben. Die Schalter der Swiss werden erst kurz vor fünf Uhr geöffnet und so hätte ich den ganzen Nachmittag auf mein Gepäck aufpassen müssen.
Auf der Runde durch den Flughafen habe ich das San Francisco Airport Museum gefunden und habe hier meinen für dieses Mal letzten Museumsbesuch hinter mich gebracht. In der Ausstellung ist ein grösserer Teil der Concorde gewidmet, welche nur durch die Air France und die British Airways geflogen wurde.
Dann hiess es wieder einmal – Warten…
Nun bin ich am Gate und habe die Zeit nutzen können, um diesen Bericht zu schreiben, ein paar Fotos hochzuladen, meinen Status zu aktualisieren und auf Facebook zu posten.
Und jetzt wird wieder gewartet…
Heute war das Flugzeug nicht ganz gefüllt. So konnten wir pünktlich das Gate verlassen und etwas vor acht Uhr sind wir dann von San Francisco gestartet.
Dienstag, 18. Juli 2023
Unser Flug ging über die übliche Nordroute, zuerst über die Golden Gate Bridge, dann über Reno nach Montana und weiter über Churchill in Kanada, der Südspitze von Grönland, über Island, dann England, Frankreich und dann über Basel nach Zürich Flughafen.
Nach einer sehr kurzen Nacht, ich habe wahrscheinlich etwa zwei bis drei Stunden geschlafen, sind wir pünktlich um etwa halb vier in Zürich eingetroffen. Nach etwas warten auf das Gepäck ging es ohne Probleme durch den Zoll und in der Wartehalle konnte ich meinen. Bruder und seine Frau begrüssen, die mich hier abholen kamen.
In meiner ersten Nacht zu Hause habe ich nicht so viel und nicht so gut geschlafen. Scheinbar habe ich diese Mal ein wenig Jetlag zu verarbeiten. So ist nun meine fünfte USA Reise gut zu Ende gegangen. Wiederum habe ich sehr viel gesehen und sehr viele Eindrücke und natürlich auch Fotos mit nach Hause genommen.
Ob es ein nächstes Mal gibt, weiss ich heute noch nicht genau.